Asien

Nomura: Immobilienkollaps in China hat begonnen

Die japanische Großbank Nomura geht davon aus, dass der Kollaps am chinesischen Immobilienmarkt bereits begonnen habe – dies berichtet das Wall Street Journal. „Für uns ist nicht mehr die Frage ob, sondern wie stark die Korrektur am Immobilienmarkt sein wird“, so die Analysten von Nomura (zitiert nach Wall Street Journal).

In vier von 26 Provinzen seien die Immobilienumsätze bereits rückläufig, in zwei davon fielen sie um ein Viertel. Laut dem unabhängigen Datenanbieter China Real Estate Index System Private sind die Umsätze in 44 der untersuchten Städte um 9% gegenüber dem März, und um 19% gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen. Centaline Group, Mutter des größten Immobilienunternehmens in China hat die Entwicklung in 54 Städten untersucht und einen Rückgang der Neubauverkäufe um 47% festgestellt, wie Bloomberg.com berichtet.

Diese Warnzeichen werden im Westen kaum wahrgenommen – mit Ausnahme einiger Großbanken wie Nomura und UBS – letztere senkte heute ihren Ausblick für China auf „neutral“. Weitgehend unbeachtet bleiben hierzulande auch die Warnungen des chinesischen Politbüros vor einem Wirtschaftsabschwung, sowie der Hinweis der chinesischen Notenbank, dass sich die Kreditqualität in den Bereichen Stahl, Solar und Schifffahrt rapide verschlechtere (siehe dazu unsere Artikel „Chinas Politbüro warnt“ und „Chinas Notenbank redet Klartext„).

 



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