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Märkte

„Öl-Guru“: Ölpreis steigt wieder auf 100 Dollar

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Gary Ross, Gründer von PIRA Energy Group, genießt in der Öl-Branche hohes Ansehen. Als einer der Wenigen hatte er den Sturz der Preise ab Sommer 2014 korrekt vorhergesagt. Und nun prognostiziert er, dass der Ölpreis in den nächsten fünf Jahren wieder auf 100 Dollar steigen werde.

Die niedrigen Preise für Öl, so Ross, seien nicht von langer Dauer:

“Current prices are unsustainable. It’s hard not to see oil hitting $100 a barrel at some point in the next five years.”

Sein Argument: die pessimistischen Schätzungen für den Ölpreis würden verkennen, dass die Ölproduzenten ausserhalb der USA selbst Probleme bekämen und ihre Investitionen zurück fahren würden. Daher sei es eine Frage der Zeit, bis das Angebot knapper werde. Dazu kommt, dass Ross von einem steigenden Ölverbrauch der Weltwirtschaft ausgeht: für 2015 und 2016 erwartet er eine Zunahme der Öl-Nachfrage von 1,7 Barrel Millionen pro Tag – und liegt damit über den Schätzungen der meisten Analysten, die durchschnittllich von einem Anstieg von einer Millionen Barrel ausgehen.

In einer Studie geht Ross´s Firma PIRA davon aus, dass die Ölerzeugung von Ländern ausserhalb der OPEC (Australien, Nordsee, Kolumbien und Argentinien) zurück gehen werde. Der Iran werde nur 500.000 Barrel pro Tag auf den Markt bringen können – und das sei zu wenig, um die Ölpreise nachhaltig negativ zu beeinflussen, so Ross. Hinzu kämen geopoitische Risiken vor allem im Nahen Osten, die früher oder später die Preise nach oben treiben würden.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Judas

    21. Juli 2015 20:50 at 20:50

    A Guru is born again.

    Welch eine unfassbare Leistung vorauszusehen, das der Ölpreis in den nächsten 5 Jahren wieder steigen wird…

  2. Avatar

    Helfried Heftjunge

    22. Juli 2015 09:45 at 09:45

    Gary Ross könnte auch sagen: Wir bekommen in den nächsten 5 Jahren einen strengen Winter. Und jetzt? Der Euro-Kurs, unter 1,10 zum US-Dollar, wird Importe in die Euro-Länder auf lange Zeit belasten. Wo soll denn das Wachstum herkommen? In den Euro-Ländern wird massiv Öl eingespart und es gibt noch erhebliche Sparmaßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Es werden auch in den nächsten 5 Jahren erhebliche Rohölmengen (der Iran wird bis 2.0 Mio bbl erreichen) gefördert und die müssen auf den Welt-Märkten platziert werden. Nach einem Delta auf 35-45 US$/bbl wird der Preis eine maximale Höhe von 65-75 US$/bbl erreichen! HH

  3. Avatar

    Silvia

    16. September 2015 15:42 at 15:42

    Es gibt zu jeder Situation und zu jedem Problem grundsätzlich absolut entgegengesetzte Prognosen & Meinungen, selbst wissenschaftlich begründet. So auch zum Ölpreis, während Gary Ross die 100 $ Marke anpeilt, haben diese Woche Goldman Sachs und Morgan Stanley die längerfristigen Prognosen nochmals deutlich reduziert: http://www.dollarkonto.com/oelpreis#oelpreis-prognose

    Allerdings liegen die meisten Prognosen daneben. Die Warnungen von Goldman & Co vor einem Goldcrash waren allerdings berechtigt.

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Rüdiger Born: Fallender Dow Jones – aktuelle Tradingchancen?

Rüdiger Born

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Gold/Silber

Silber: Korrektur geht weiter – das sind noch keine Kaufkurse

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Für Silber hatte ich vor acht Wochen den maximalen Anstieg bis ca. 21 USD (1.00 Retracement) in Aussicht gestellt. Über diesen Zielbereich ist das Edelmetall mit einem Hoch von ca. 30 USD deutlich hinausgeschossen. Dieser Aspekt ist der Auslöser für die relativ deutliche Umstellung der Wellenzählung, wie die Charts es zeigen. Mit dieser Performance erfüllt Silber meine Langzeitprognose, lediglich der Zeitfenster hierfür ist noch nicht passend. Seit einigen Wochen bildet sich eine schwache Korrektur aus, deren Verlauf bislang unkritisch ist.

Ausblick für Silber:

Die seit August laufende Korrektur bildet Welle (iv) der fünfteiligen Impulswelle (i-ii-iii-iv-v) aus. Wie für eine „4“ eher üblich als selten, bedient sich Welle (iv) eines Triangles (a-b-c-d-e) zur Ausbildung der internen Struktur. Solange Silber zwischen den beiden 0.24 und 1.38 Retracements (25.24/30.21 USD) pendelt, besteht keine größere Gefahr – allerdings auch keine Chance auf eine Auflösung der apathischen Phase. Im Chart ist daher den Verlauf von Welle (iv) bis tief in den Herbst hinein dargestellt.

Silber dürfte seine Korrektur noch fortsetzen

Nach Abschluss von Welle (iv) wird die sich anschließende (v; nicht dargestellt) Silber noch einmal steigen lassen. Da es sich bei Welle (v) um die abschließende Phase der Impulswelle handelt, ist deren Potenzial relativ eng begrenzt. Dazu werde ich in einer späteren, in der nächsten Ausgabe, näher eingehen. An den kommenden Tagen sollten leicht nachgebenden Notierungen ausgegangen werden. Dabei kann ein Bewegungstief unterhalb des 0.24 Retracements (25.24 USD) möglich werden. Lediglich ein Schlusskurs unterhalb sollte vermieden werden.

Fazit:

Die Korrektur wird sich noch einige Wochen behaupten, sodass ein Engagement zum momentanen Zeitpunkt bei Silber nicht zu empfehlen ist. Das bisherige Kaufsignal hat Freude bereitet und bleibt auch weiterhin bestehen..

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Märkte

Aktuell: Goldpreis fällt unter 1.900 Dollar – Experte erklärt Gesamtlage

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt aktuell kräftig in den Keller. Aktuell rauscht der Markt sogar unter die Marke von 1.900 Dollar mit aktuell 1.897 Dollar. Noch heute früh sahen wir Niveaus um die 1.950 Dollar. Es ist aktuell ganz eindeutig eine Hausse im US-Dollar, die den Goldpreis zum Absturz bringt. Die Börsianer „fliehen“ vor Risiko in den Dollar (Risk Off Trade) Im folgenden Chart, der bis Freitag zurückreicht, zeigen wir das fallende Gold gegen den steigenden US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Man sieht den zeitgleichen Dollar-Anstieg zum fallenden Goldpreis.

Goldpreis fällt aktuell – Experte erklärt das Gesamtbild

Obwohl der Goldpreis aktuell fällt, erklärt der Gold-Experte Michael Blumenroth von der Deutschen Bank im folgenden aktuellen Video die Gesamtlage im Edelmetall. Die niedrigen Zinsen und der (im größeren Bild gesehen) schwache US-Dollar würden Gold nach oben helfen. Auf Sicht von 1-2 Jahren sei 10-15 Prozent Aufwärtspotenzial im Goldpreis vorhanden, so seine Meinung. Gut, etwas schlecht versteckt wird auch für die Goldanlage in ETF geworben, weil der Handel im physischen Gold zu großes Spreads habe, so seine Aussage. Gut, aber gibt es neben ETFs nicht auf CFDs oder Futures auf Gold, so möchten wir fragen?

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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