Devisen

Öl und China: Forex-Trader setzen momentan auch gegen diese beiden Währungen

FMW-Redaktion

Schlagartig ist im neuen Jahr die China-Krise wieder da, genau wie der Ölpreis-Crash – der Preis steht gemessen an den Tagesschlusskursen bereits so tief wie seit 2004 nicht mehr. Neben den klassischen Trades in Öl-Futures sowie in EURUSD handelt momentan so macher Forex-Trader auch die Varianten US-Dollar gegen den kanadischen Dollar (USDCAD) und US-Dollar gegen den australischen Dollar (USDAUD).

Wie der Chart zeigt, steigt der US-Dollar gegen den kanadischen und den australischen Dollar kräftig an (im Gleichschritt), wenn auch aus verschiedenen Gründen. Einerseits geht es in fast allen Währungspaaren derzeit um die Dollar-Stärke. Andererseits kommt bei Kanada hinzu, dass der desaströs niedrige Ölpreis (blauer Chart) das Land an seiner empfindlichsten Stelle trifft. Die ganze Ölsand-Industrie produziert massiv im Verlust, immer mehr Förderanlagen werden geschlossen. Je tiefer das Öl, desto schwächer Kanadas Wirtschaft – und damit auch der kanadische Dollar, was USDCAD noch weiter nach oben treibt.

In Australien geht es nicht um Öl, sondern um Kohle und sonstige Bergbau-Rohstoffe, die zu großen Teilen Richtung China exportiert werden. Hierauf gründet sich zu guten Teilen das bisher so lockere Leben down under. Damit ist aber Schluss, seitdem die Nachfrage aus China massiv eingebrochen ist und die Bergbaukonzerne massiv Stellen streichen. Schwächere australische Wirtschaft = schwächere Währung = USDAUD steigt. Jetzt im neuen Jahr ist bei beiden Währungen diese Bewegung massiv zu spüren.

Öl Dollar Kanada Australien
Der Ölpreis in blau gegen die Währungspaare USDCAD (Kanada) sowie USDAUD (Australien) seit Montag Abend. Der US-Dollar steigt, Kanada und Australien werten im Gleichschritt ab.



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