Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das DAX-Signal

Märkte

Ölpreis-Crash: Saudis halten aktuell dagegen – ist das die Wende?

Veröffentlicht

am

Der Ölpreis crasht seit Tagen immer weiter ungebremst in den Keller, von 77 auf unter 60 Dollar in vier Wochen im WTI-Öl. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass irgendwann eine technische Gegenbewegung einsetzen könnte, oder dass die Saudis irgendwann intervenieren könnten, was dann zu einer Gegenreaktion aus fundamentalen Gründen führt.

Saudis kürzen

Und genau dieser zweite Grund ist nun übers Wochenende eingetreten. Saudi-Arabien hat über seinen Öl-Minister Al-Falih verkündet, dass man im Dezember seine Fördermenge an Öl im Vergleich zu November um 500.000 Barrels pro Tag senken werde. Natürlich ist dem gesamten Markt klar, dass die Saudis dies tun, weil die Amerikaner immer mehr fördern, und weil man jetzt versuchen will den Ölpreis wieder hochzubekommen.

Aber Al-Falih sagte (wie er es immer tut) nichts direkt zu den Amerikanern, sondern erwähnte lediglich man reduziere seine Menge aus saisonalen Gründen. Derzeit sei die Nachfrage nach Öl eben geringer. Dass es aber ein Spiel auf der Angebotsseite ist, erwähnte er nicht. Aber wer nimmt ihm das schon übel – so ist es eben.

Wende für den Ölpreis?

Die Frage, ob diese Intervention der Saudis nun die Einleitung der Wende für den Ölpreis darstellt, haben wir im Artikel-Titel als Frage formuliert: Denn man bedenke, dass die Amerikaner alleine in der der letzten Woche eine Produktionssteigerung von 400.000 Barrels pro Tag vermeldet hatten – und das war der Fördermengenanstieg im Vergleich zur Vorwoche. Also würden die Saudis mit ihrer Kürzung gerade mal eben die jüngste Steigerung der Amerikaner ausgleichen.

Das wirkt also wie ein Tropfen auf den heißen Stein! Möglich ist, dass die Saudis erstmal antesten wollen, wie der Markt auf ihre Kürzungsankündigung reagiert. Folgen weitere Kürzungen, wenn die erste Verkündung verpufft. Denn das könnte durchaus passieren. Da wir keine Glaskugel haben, können wir die Reaktion des Gesamtmarkts in den nächsten 1, 2 Tagen auch nicht vorhersehen.

Was man aber sehen kann ist, dass der Terminmarkt in den ersten Stunden der neuen Woche den Ölpreis (WTI) von 59,82 Dollar am Freitag Abend auf jetzt 61,01 Dollar hochgebracht hat. Also hat die saudische Ankündigung kurzfristig im Nachthandel 1,20 Dollar Plus beschert. Ob das die große Wende ist? Wenn genug Shorties jetzt ihre Gewinne mitnehmen, könnte sich dadurch die Aufwärtsbewegung verstärken. Aber wie gesagt, die Amerikaner schlafen ja noch.

Ach ja, das wäre noch was. Die aktuellsten Daten von Freitag Abend zeigen, dass die Öl-Fracker in den USA letzte Woche 12 neue Bohranlagen (Oil Rigs) aktiviert haben, womit ihre Zahl nun bei 886 liegt – der höchste Wert seit März 2015. Auch das zeigt, dass die Fördermenge in den USA weiter ansteigen könnte. Fällt der Ölpreis aber weiter, könnten die Fracker wie vor ein paar Jahren wieder Probleme mit ihrer Profitabilität bekommen!

Der WTI-Ölpreis seit Ende Oktober
Der WTI-Ölpreis seit Ende Oktober.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Petkov

    12. November 2018 11:16 at 11:16

    Insbesondere bei Brent sieht man ganz schön, dass der Kurs genau an der wichtigen Unterstützung bei ca. 69$ nach oben abgeprallt ist. Im Tageschart kann man unschwer auch eine SKS-Formation erkennen. Ich glaube, in nächster Zeit werden die Konjunkturaussichten (insb. China) wieder mal der stärkere Volatilitätstreiber beim Öl sein als die Aussagen der Saudis und Russen. Und wie die Konkunturaussichten sind, hat FMW schon mehrmals unverblümt dargelegt.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Dax: Besser drauf als die Wall Street – der Absturz des Junkies

Entzug bei den Wall Street-Junkies – und der realistischere Dax..

Veröffentlicht

am

Während die Wall Street derzeit stark unter Druck ist, hält sich der Dax erstaunlich stabil. Was ist da los?

Man könnte es vielleicht so sagen: wer im Rausch ist, hat eine verzerrte Wahrnehmung – und die Wall Street lebte lange, sehr lange in einem Rausch: Steuerreform und Deregulierung waren noch einmal ein künstlicher Stimulus-Effekt, der kurzfrsitig noch einmal die Zahlen aufpimpt, aber langfrsitig eher schädlich ist. Das ist wie bei Drogensüchtigen: mit der Droge ist alles schick, aber wenn der Eeffekt der Droge nachläßt, fühlt es sich deutlich schlechter an als bei denjenigen, die damit überhaupt erst gar nicht angefangen haben!

Und nun sehen wir, dass der Dax schon eingepreist hat, was die Amerikaner noch einpreisen müssen: dass die Zeiten härter werden in Sachen Konjunktur und gleichzeitig die Notenbanken weiter Liquidität entziehen. Und weil das nach dem Nachlassen des Rausches auch den Amerikaner klar geworden ist, hofft man nun auf den Dealer, der aber zuletzt nichts mehr verticken wollte – man hofft also auf Jerome Powell.

Der muß es jetzt richten, denn eines darf auf keinen Fall passieren: der kalte Entzug! Man hat sich doch so daran gewöhnt, dass es immer nur bergauf geht – und jetzt soll auf einmal alles vorbei sein? Nein, das darf nicht passieren!

Und so ist nach langer Zeit der Dax wieder stärker als die US-Indizes: der eine hat frühzeitig Realitäten eingepreist, der andere noch lange im Traumland gelebt und gemeint, dass das, was für alle anderen gilt, natürlich nicht für die Supermacht USA gelten könne. Aber es hat sich an der Wal Street ausge-trumpt, das Positive durch Trump ist eingepreist, das Negative wartet leider noch in der Zukunft!

Und dieser Bewußtseinswandel der Amerikaner sorgt nun dafür, dass der Dax besser läuft als die US-Indizes:


(Chartvergleich Dax=schwarz und S&P500=orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Übergeordnet (also im langen Zeitfenster) ist die Lücke zwischen der Wall Street und dem Dax aber immer noch sehr groß:

Der Dax hatte Anfang 2015 seine QE-Droge bekommen und enteilte damals den US-Inidzes, aber das hielt nicht so lange vor. Seit Ende des 2.Quartals 2018 ist beim Dax (und fast allen andere Indizes der Welt) der Wurm drin, nur die Amerikaner meinten, im September noch einmal auf neue Allzeithochs klettern zu müssen – ist ja alles so schön bunt hier! Aber nun eben die Ernüchterung – also bleibt noch die letzte Hoffnung, dass das Spiel weiter gehen möge dank Messias Powell..

Genau das könnte noch einmal zu einer Erholung auch der Wall Street führen: die Erwartung, dass die Fed  ein bißchen nervös werden  und daher zwar noch einmal die Zinsen anheben wird, aber das mit dovishen Signalen. Genau darauf dürften die Märkte im Vorfeld der Fed-Entscheidung am Mittwoch spekulieren – und damit dann auch den derzeit überverkauften Zustand abbauen. Aber ob das nachhaltig sein wird? Was, wenn Powell dann doch nicht liefert?

Der Dax jedenfalls hat weiteres Potential für eine Erholung, um dann das Gap bei 11090 Punkten zu schließen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber ein Bullenmarkt wird damit noch lange nicht daraus..

weiterlesen

Finanznews

Das Kernproblem – und die letzte Hoffnung! Videoausblick

Über das eigentliche Problem – und die Hoffnung auf den Erlöser!

Veröffentlicht

am

Auch am Freitag dominierten wieder die Sorgen um eine Abschwächung auch der US-Konjunktur – und das Kernproblem ist die Lage der US-Banken, die im freien Fall sind, weil mit der immer flacheren Zinskurve die Margen für Kredite wegbrechen. Wenn aber Banken keinen Anreiz mehr haben, Kredite zu vergeben, fehlt der Wirtschaft der Treibstoff – eine Rezession wäre die Folge. Nun aber gibt es die letzte Hoffnung: wird die Fed, wird Jerome Powell die Märkte noch einmal mit dovishen Aussagen retten? Die asiatischen Märkte deutlich stärker als die Wall Street am Freitag, der Dax dürfte schon in Sichtweite der 10900er-Marke starten. Saisonal ist diese Woche besonders günstig – und eine Hoffnungs-Rally vor der Fed ist nun durchaus wahrscheinlich..

Werbung:
Hinweis auf die im Video benutzte Handelsplattform von capital.com:
Starke Ausführungen, enge spreads, keine Kommission
Einfach intelligent handeln mit Capital.com!
78% der Privatanleger verlieren beim Handel von CFDs bei diesem Anbieter Geld. Überlegen Sie, ob Sie sich das hohe Verlustrisiko leisten können.

weiterlesen

Indizes

Dax-Signal: Rückblick und Ausblick

Veröffentlicht

am

Die Woche war für unser Dax-Signal unterm Strich erfolgreich, obwohl bei drei Signalen die Einstiege nicht erreicht wurden. In der kommenden Woche sollte es wohl eine Seitwärtsschwankung geben. Für die kommenden Signale können Sie sich hier kostenfrei anmelden.

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen