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Märkte

Ölpreis fällt – dafür gibt es derzeit drei gute Gründe

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis fällt seit gestern. Nachdem er tagelang ziemlich müde zwischen 40 und 41 Dollar pendelte (Sommerloch?), kommt jetzt etwas Leben in die Bude! Vorhin besprachen wir schon den ersten Grund für den Absturz im Ölpreis seit gestern Nachmittag. Die weltweite Zunahme der Corona-Infektionen schürt Konjunkturängste. Dies ließ zunächst die Aktienmärkte abschmieren, und Öl folgte parallel Richtung Süden. Von gestern Mittag bei 40,80 Dollar hat der Ölpreis bis jetzt auf 38,71 Dollar verloren.

Ölpreis hatte Lagerdaten zunächst ignoriert

Am Mittwoch wurden die Öl-Lagerbestände für die USA vermeldet mit einem Zuwachs von 5,7 Millionen Barrels, während ein Rückgang der Lagerbestände erwartet wurde. Diese Zahl wurde Mittwoch und auch gestern früh vom Markt völlig ignoriert, und der Ölpreis hing weiter oben. Aber jetzt wo der Markt fällt, kann man dieses Argument der vollere Lager gut aus dem Ärmel ziehen!

Aktuelle IEA-Daten

Heute Vormittag hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) ihren Monatsbericht für Juli veröffentlicht. Einerseits gibt es positive Aussagen für die Öl-Bullen. So seit das weltweite Öl-Angebot im Juni um 2,4 Millionen Barrels pro Tag auf 86,9 Millionen Barrels pro Tag gefallen, ein Neunjahrestief. Die Vorhersage für die Öl-Nachfrage im Gesamtjahr 2020 erhöht die IEA um 0,4 auf 92,1 Millionen Barrels pro Tag. Also, gute Nachrichten für den Ölpreis? Nicht so ganz.

Nein, denn die Aussagen der IEA abseits ihrer Daten schüren die Ängste vor einem erneuten Konjunktureinbruch dank steigender Corona-Zahlen. So sagt man aktuell, dass die große und in einigen Ländern immer schneller zunehmende Zahl von Covid-19-Fällen eine beunruhigende Erinnerung daran sei, dass die Pandemie nicht unter Kontrolle ist. Und die Gefahr für die Marktaussichten der IEA sei mit ziemlicher Sicherheit nach unten gerichtet. Tja, das sieht der Markt aktuell als negatives Zeichen, und so tendiert der Ölpreis derzeit weiter negativ. Im Chart sehen wir den Verlauf im WTI-Öl seit dem 24. Juni.

Ölpreis-Verlauf seit dem 24. Juni

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Markus Fugmann

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Markus Koch zur Lage an der Wall Street – und Impfstoff-Optimismus

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Der Wall Street-Reporter spricht heute über Nike, die den Dow Jones nach oben ziehen nach den gestrigen sehr starken Ergebnissen, dazu über den gestrigen Battery Day von Tesla, der doch eher enttäuschte.

Und: Markus Koch glaubt mit Goldman Sachs an den Wunder-Impfstoff, der das Coronavirus-Problem schlagarig beseitigen könne schon gegen Ende des Jahres. Das ist eher Wunder-Glaube – aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Und führt zu Portfolio-Umschichtungen in jene Branchen, die von der Coronakrise so stark betroffen sind – Stichwort Rotation.

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