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Märkte

Ölpreis im Abwärts-Modus – aktueller Anlass

Claudio Kummerfeld

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Der Ölpreis ist diese Woche (das kann man aus heutiger Sicht sagen) im Abwärts-Modus. Der folgende Chart, der den Verlauf im WTI-Ölpreis seit letztem Freitag darstellt, zeigt mehrere Abwärtsschübe. Der große Absturz am Dienstag von 59,50 auf 57 Dollar lag an Aussagen aus der Trump-Administration, welche eine Entspannung der Situation rund um den Iran andeuteten.

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Ölpreis fällt weiter

Dann folgten gestern die Öl-Lagerbestände in den USA, deren Rückgang von 3,1 Millionen Barrels schon eingepreist waren. der Markt fiel also weiter mit einem Ölpreis von 56,20 Dollar im Tief gestern Abend. Auch die US-Fördermenge fiel laut gestrigen Angaben der Energiebehörde EIA spürbar. Aber dennoch fiel der Ölpreis weiter. Ein Zeichen dafür, dass der Markt zumindest diese Woche (!) einfach fallen will. US-Kommentatoren meinen, dass der fallende Ölpreis gestern nicht an den Rohöl-Lagerbeständen lag, sondern an den mit +3,6 Mio Barrels steigenden Benzin-Beständen in den Lagern. Aber gut, sei es drum.

Ölpreis WTI seit 12. Juli

Markt will weiter fallen?

Und heute? Im Tagesverlauf stieg der Ölpreis auf bis zu 57,28 Dollar in der Spitze, um aber bis jetzt wieder zu fallen auf 55,68 Dollar. Aktuell geht es zügig nach unten! Offenbar pumpt der russische Produzent Rosneft wieder mehr Öl als bislang angenommen. Das drückt natürlich auf den Ölpreis.

Der Markt bekam heute kurzzeitig Auftrieb durch die Nachricht, dass der Iran offenbar einen Öltanker aus den Vereinigten Arabischen Emiraten beschlagnahmt hat, angeblich wegen Schmuggel-Aktivitäten. Aber man sieht ja, der Markt fällt derzeit wieder. Derzeit schaut der Markt offenbar einfach stärker auf die negativen Faktoren wie die  schwachen japanischen Außenhandelsdaten von heute früh, und die steigende Förderung durch Rosneft. Mit den Daten aus Japan könnte man eine Angst vor sinkender Öl-Nachfrage begründen (weniger wirtschaftliche Aktivität = weniger Öl-Nachfrage).

Werden die Würfel am Ölmarkt nächste Woche schon wieder neu gemischt mit steigenden Kursen? Gut festhalten bitte. Diese Woche zeigt mal wieder, was wir immer predigen. Der Ölmarkt ist und bleibt unberechenbar. Bilden Sie sich bitte immer ihre eigene Meinung, und klammern Sie eventuelle Handelsentscheidungen nicht zu sehr an einzelne Kommentatoren-Meinungen!

Ölpreis im Abwärts-Modus - Beispielbild für Ölpumpe
Symbolbild einer Ölpumpe in China. Foto: John Hill CC BY-SA 3.0

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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