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Märkte

Ölpreis reagiert erstaunlich auf Lagerdaten – heute Hochrisikotag!

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis reagierte jüngst erstaunlich auf die veröffentlichten Daten zu den Lagerbeständen für Öl in den USA. Gestern sprachen wir über die Vorläufer-Daten (API), die einen überraschenden Anstieg der Lagermengen zeigten. Dann gestern Nachmittag um 17 Uhr deutscher Zeit wurden die offiziellen Lagerdaten veröffentlicht. Bei Erwartungen von -2 Millionen Barrels im Wochenvergleich stiegen sie um 7,9 Millionen Barrels. Bei so einer Nachricht hätte der Ölpreis eigentlich fallen müssen. Aber hatte der Markt diesen Anstieg doch schon eingepreist, nach den API-Daten vom Vorabend?

Ölpreis reagiert unerwartet

Und dann kurz nach 17 Uhr gestern? Der Ölpreis stieg deutlich an, völlig entgegen dem, was bei deutlich steigenden Lagermengen (mehr Angebotsmenge, die nicht von Raffinerien abgenommen wird) zu erwarten ist. Ab ca 17:30 Uhr ging es aufwärts. Von 32,70 stieg WTI-Öl gestern Abend auf bis zu 34,19 Dollar! Das kann man als Stärke im Ölmarkt interpretieren, oder auch nach dem Motto: „War ja nicht schlimmer als bei den API-Daten“, wir kaufen trotzdem? Bis jetzt hat sich der Ölpreis wieder entspannt auf 32,98 Dollar, und hat damit seinen überraschenden Zuwachs von gestern Nachmittag wieder verloren. Die gestrigen Daten der US-Energiebehörde hätten laut Analysten gezeigt, dass die Treibstoffnachfrage in den USA schwach geblieben ist, auch nachdem verschiedene US-Bundesstaaten Beschränkungen aufhoben, die sie zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verhängt hatten.

Achtung, heute spricht Donald Trump

Achtung. Nachdem China gestern wie erwartet sein Sicherheitsgesetz verabschiedet hat, wartet heute nun der gesamte Kapitalmarkt auf Donald Trump. Man geht davon aus, dass es Sanktionen (welcher Art auch immer) gegen China geben wird. Dies könnte den Ölpreis, der ja immer noch robust auf hohen Niveaus notiert, zum Abrutschen bringen! Die Aktienmärkte könnten ebenfalls deutlich fallen, und der Goldpreis steigen. Aber man weiß ja nie. Bleibt Trump bei einigen kleinen mauen Sanktionen zum Beispiel gegen chinesische Unternehmen oder Politiker, entfällt der Kursrutsch dann? Wir lassen hier mal einen aktuellen Kommentar für sich sprechen, und zwar von Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader. Zitat:

US-Präsident Trump will heute als Antwort auf das Sicherheitsgesetz für Hongkong Sanktionen gegen China ankündigen. Es deutet alles auf darauf hin, dass sich die Beziehungen zwischen Washington und Peking damit weiter verschlechtern werden. Dies könnte auch den Handelsdeal bedrohen und schürt so die Angst vor einer Neuauflage des Handelskonflikts der vergangenen zwei Jahre. Die Anleger warten nun gespannt auf Trumps Pressekonferenz, um besser einschätzen zu können, ob die jüngsten Schritte gegen Peking den Handelsdeal ernsthaft in Gefahr bringen können.

Analystenkommentar zu Öl

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagt aktuell, dass WTI-Öl nach der überraschenden Aufstockung der US-Ölbestände in der vergangenen Woche stottert. Die jüngsten EIA-Daten zeigten, dass die US-Lagerbestände in der vergangenen Woche um 7,9 Millionen Barrel anstiegen, während Analysten einen Rückgang um 2,5 Millionen Barrel feststellten, was den Appetit auf eine Dynamik von geringerem Angebot und besserer Nachfrage dämpfte. Shorties würden in einer Art Hinterhalt darauf warten ab höheren Kursen bei 35 Dollar auf fallende Kurse setzen zu können. Wir könnten im Ölpreis möglicherweise einen weiteren Rückzug in Richtung der $32/30-Unterstützungszone erleben, so Ipek Ozkardeskaya.

Ölpreis Verlauf seit Montag dieser Woche
WTI Ölpreis seit Anfang der Woche.

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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