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Märkte

Ölpreis zieht wieder an – als hätten wir es geahnt – Saudis pushen

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Als hätten wir es gestern geahnt! (schlecht verstecktes Eigenlob) Der Ölpreis steigt wieder. Gestern nannten wir inhaltlich richtige und nachvollziehbare Gründe, warum Öl am Fallen war auf bis zu 51,20 Dollar im WTI. Starker US-Dollar, Konjunkturabschwung und mehr aktive Öl-Bohrstellen in den USA!

Saudis pushen Ölpreis

Wir wiesen aber auch darauf hin, dass wir dem fallenden Ölpreis nicht über den Weg trauen, weil es auch gute Argumente für die Aufwärtsseite gibt. Dann meldeten sich die Saudis zu Wort. Stand Ende Januar haben sie laut heute offiziell vermeldeten Daten 10,2 Millionen Barrels pro Tag gefördert. Nun sagen sie, dass man bis März die Fördermenge auf 9,8 Millionen Barrels pro Tag senken wolle. Entscheidend dabei ist, dass die Saudis damit ihre eigene Zielsetzung bezüglich der OPEC-Kürzungsvereinbarung um gut 500.000 Barrels pro Tag übererfüllen – also mehr kürzen als notwendig. Man entzieht dem Weltmarkt also viel mehr Angebot als selbst zugesagt.

Es ist daher klar: Die Saudis verzichten auf Öl-Umsatz um den Ölpreis hochtreiben zu können. So wollen Sie natürlich langfristig auch ihren eigenen Gesamtumsatz pushen, durch deutlich steigende Preise. Die Saudi-Aussage zur weiteren kräftigen Kürzung und die vorhin veröffentlichten OPEC-Zahlen pushen den Ölpreis seit dem gestrigen Tief von 51,20 auf aktuell 53,61 Dollar. Die OPEC-Födermengen (hier nachlesbar) zeigen einen Rückgang von 797.000 Barrels pro Tag im Januar. Das ist eine Zahl, bei der sich der Öl-Bulle die Hände reibt! Eine kräftige Angebotsverknappung!

Der WTI-Ölpreis seit Anfang des Monats
WTI-Öl seit Anfang des Monats.

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Aktien

Sophie Schimansky zum Handelsstart in New York – „Optimismus trotz Virus-Update“

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Sophie Schimansky berichtet im folgenden Video zum heutigen Handelsstart in New York. Der Coronavirus ist auch heute wieder im Gespräch. Auch zu diversen Einzelwerten gibt es Infos, die besprochen werden.

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Märkte

Erdgas: Steigende Preise wegen kälterem Wetter?

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Nach den Rekordtiefs in diesem Winter erholt sich der Preis für Erdgas endlich wieder. Wir hatten jetzt fünf aufeinander folgende Tage mit Gewinnen! Auslöser dieses plötzlichen Anstiegs der Erdgaspreise sind die Vorhersagen über einen kälteren Winter, der vor uns liegt. Derzeit hat sich der Preis für Erdgas im Bereich von 1,981 Dollar pro Million Btus eingependelt.

Einige Analysten sind jedoch der Meinung, dass die Prognose für Erdgas trotz allem nicht in der Lage sein wird, den Widerstand bei der Marke von 2,00 Dollar zu brechen.

 

David Jones, chief market strategist bei capital.com, analysiert die Entwicklung bei Erdgas und zeigt wahrscheinliche Kursziele in den nächsten Tagen und Wochen.

Hinweis der FMW-Redaktion: Bald startet ein neues Format, bei dem Markus Fugmann und David Jones über die Lage an den Märkten diskutieren – und das könnte durchaus Unterhaltungswert haben, da David über jede Menge britischen Humors verfügt..

Steigt der Preis für Erdgas weiter?

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Devisen

Türkische Lira fällt immer weiter – momentan ein doppeltes Problem!

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt derzeit immer weiter, und weiter, und weiter. Mit 6,11 Lira für 1 US-Dollar erreicht die Lira aktuell den niedrigsten Stand seit Mai 2019. Zum Jahresanfang 2020 lag der Wechselkurs von USDTRY noch bei 5,95. Was ist da los?

Türkische Lira fällt wegen Zinssenkung der Zentralbank

Am Mittwoch hatte die türkische Zentralbank den Leitzins weiter gesenkt, von 24% im letzten Jahr auf jetzt nur noch 10,75%. Aktuell war es eine Senkung um weitere 50 Basispunkte! Da die Inflationsrate in der Türkei derzeit bei 12,15% liegt, ist der Abstand zum Zins somit noch größer geworden, und Anlagen von ausländischen Investoren werden noch weniger attraktiv. Aber der Fairness halber muss man erwähnen, dass die Rendite zehnjähriger türkischer Staatsanleihen aktuell bei 12,26% liegt, also auf dem Niveau der Inflationsrate. Vor drei Wochen lag die Rendite noch bei 10,1%. Wie auch immer. Die Zinssenkung der Zentralbank schwächt die türkische Lira. Und hält man sich an die Aussagen und an die Wünsche von Präsident Erdogan aus dem letzten Jahr, soll der Leitzins ja noch in den einstelligen Bereich fallen.

Starker US-Dollar

Im folgenden Chart sieht man seit dem 10. Februar den Verlauf des Dollar-Index in rot-grün (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). In blau sieht man den Verlauf von US-Dollar gegen die türkische Lira. Man sieht den parallelen Anstieg. Der Dollar drückt gegen alles. Und relativ anfällige Gegenspieler wie die türkische Lira haben relativ wenig Kraft sich dagegen zu stemmen. Zwar gab es zumindest Anfang des Jahres offenkundig Interventionen durch staatlich regulierte Banken in der Türkei, um die Lira am Abwerten zu hindern. Sollte es derzeit auch solche Versuche geben, so scheint der Markt derzeit stärker zu sein.

Und schau an. Aktuelle Berichte zeigen, dass staatliche Banken auch diese Woche 800 Millionen US-Dollar verkauft und damit die türkische Lira gekauft haben, um sie zu stützen. Vergebens! Angeblich soll die Lira-Schwäche auch verursacht sein durch die derzeit zunehmenden Spannungen zwischen der Türkei und Syrien – aber herje, diese Spannungen gibt es schon seit Jahren, und mal sollen sie die Lira beeinflussen, dann monatelang mal wieder gar nicht? Aber das ist wohl Ansichtssache, was nun wirklich die Masse der Trader dazu bewegt gegen die Lira zu wetten. Ähnlich wie beim aktuellen Aufwärtstrend bei Gold dürfte wohl auch eine gehörige Portion reine Spekulation gegen die Lira der Grund dafür sein, dass sie weiter abwertet. Die Hausse nährt die Hausse, und die Baisse nährt die Baisse?

US-Dollar Index im Vergleich zu US-Dollar vs Türkische Lira

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