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Märkte

Ölpreis steigt weiter dank Iran-Krise – Achtung Bullen!

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis steigt weiter! So einfach kann man die Lage am Ölmarkt aktuell „analysieren“ Die Sticheleien zwischen den USA und dem Iran werden fortgesetzt (hier diverse Gründe für die aktuelle Euphorie am Ölmarkt). Nachdem Donald Trump öffentlich verkündete, dass er einen Angriff auf den Iran abgeblasen haben, muss er jetzt natürlich tunlichst den Eindruck vermeiden, er sei ein schwacher Präsident. Und so sagten US-Vertreter am Wochenende, dass der nicht stattgefundene Angriff nicht mit einer Schwäche der USA zu verwechseln sei.

Ölpreis aktuell voll unter dem Einfluss des Iran-Konflikts

Dass der Ölpreis weiter ansteigt, Schritt für Schritt, das kann man den konstant aufpoppenden Meldungen der letzten drei, vier Tage zuschreiben. Für den Handelsstart am Terminmarkt gestern Abend und heute kann man unterstützend anführen, dass gestern früh folgendes bekannt wurde. Laut Washington Post hatten die USA letzte Woche den Iran mit einem Cyberangriff attackiert. Und am Wochenende hat US-Außenminister Pompeo gesagt, dass die US-Sanktionen gegen den Iran am heutigen Montag „signifikant“ verschärft werden sollen. Frage: Wie, womit? Die Sanktionen sind doch quasi schon extremst hochgeschraubt. Was soll da noch oben drauf kommen? Man wird sehen!

Pompeo sagt aktuell auch, dass die USA bereit sein mit dem Iran zu verhandeln, und zwar „ohne Vorbedingungen“. Der Iran wisse ja wie man die USA kontaktieren könne. Er sei zuversichtlich, dass der Iran genau in diesem Moment bereit sei sich mit den USA zu unterhalten. Was das bedeutet? Im Klartext heißt das wohl: Die USA würgen den Iran wirtschaftlich derart ab, dass Teheran aus einer Not heraus bereit ist völlig auf sein Atomprogramm zu verzichten. Also wollen, Trump, Pompeo und Co den Iran nötigen einen noch viel besseren Deal zu machen als beim vorigen Atomabkommen? Und der Iran? Man siehe folgenden aktuellen Tweet aus iranischen Nachrichten-Quellen. Seit letztem Jahr habe der Iran (angeblich) 33 Millionen Cyber-Angriffe abgewehrt.

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Achtung, die OPEC und Co nicht vergessen

Achtung liebe Öl-Bullen. Aktuell läuft zwar alles in eurem Sinne. Der Ölpreis steigt und steigt und steigt. Aber am 1. Juli trifft sich die OPEC, und am 2. Juli trifft sie sich mit Russland und anderen Partnern, die nicht offiziell Mitglied sind, aber bislang an den vereinbarten Fördermengenkürzungen teilnehmen. Auch unter dem Eindruck der jüngst gestiegenen Preise könnte vor allem Russland davon absehen ab Juli weiter an einer Mengenkürzung teilzunehmen. Denn noch gab es keine Signale aus Moskau, dass man definitiv weiter mit an Bord bleibt.

Eine Verlängerung der Kürzungen von Juli bis Jahresende ist wahrscheinlich, aber keinesfalls sicher. Auf jeden Fall sollte die OPEC Anfang nächster Woche in den Fokus der Betrachtungen rücken, wenn die Lage am Golf nicht weiter eskaliert! Auch nicht vergessen sollte man die grundsätzliche negative Konjunkturlage, die bei schlechten Nachrichten zügig wieder aufs Gemüt drücken kann, wodurch der Ölpreis fällt. Die bevorstehenden Zinssenkungen der Fed sind inzwischen gedanklich im steigenden Ölpreis der letzten Tage berücksichtigt worden, zusammen mit der Iran-Krise.

Also, vor allem Augen auf beim Thema OPEC und Iran! Im folgenden Chart sieht man seit September 2018 den jüngsten Anstieg im WTI-Ölpreis. Im großen Bild wirkt dieser Aufschwung gar nicht so groß.

Ölpreis WTI seit September 2018

Im folgenden kürzerfristigen Chart sieht man WTI-Öl sieht man den Anstieg seit letztem Dienstag um 5,8 Dollar. Seit Freitag früh bis jetzt ist WTI-Öl langsam aber konstant um 1 Dollar auf gut 58 Dollar gestiegen.

Ölpreis WTI kurzfristig

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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