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Märkte

Ölpreis steigt – doppelter Push auf dem Weg nach oben

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt immer weiter! Heute Nacht erreichte WTI-Öl mit 40,40 Dollar seinen jüngsten Höchstkurs. Mit aktuell 39,90 Dollar kann der Markt dieses erhöhte Niveau auch jetzt halten. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit dem 1. Juni. Ganz aktuell pushen zwei Ereignisse den Ölpreis weiter nach oben. Schauen wir uns das mal genauer an.

US-Arbeitsmarktdaten pushten Aktienkurse und Ölpreis kurz vor dem Wochenende

Letzten Freitag um 14:30 Uhr deutscher Zeit wurden die US-Arbeitsmarktdaten deutlich besser vermeldet als erwartet. Statt minus 8 Millionen gab es völlig unverhofft 2,5 Millionen neue Stellen im Mai. Das sorgt natürlich für berechtigte Hoffnungen, dass sich die US-Konjunktur schnell von der Coronakrise erholt, womit auch die Öl-Nachfrage schneller wieder anziehen könnte also allgemein angenommen. Diese völlig unverhoffte Freude über den US-Arbeitsmarkt hat Markus Fugmann heute kritisch beleuchtet (hier das Video, sehr aufschlussreich). Wie auch immer. Der WTI-Ölpreis sprang direkt nach der Verkündung am Freitag zusammen mit den Aktienkursen nach oben. Es ging von 38,48 Dollar schnell rauf auf 39,50 Dollar.

OPEC pusht Öl weiter nach oben

Nachdem der Ölpreis den Freitag mit 38,87 Dollar auf CFD-Basis beendete, sahen wir dann heute wie gesagt Kurse über 40 Dollar. Aktuell hält sich der Markt knapp unter 40 Dollar. Die Euphorie hat sich übers Wochenende verstärkt, weil die OPEC sich am Samstag dafür entschieden hat ihre Fördermengenkürzung zeitlich zu verlängern, mit der man dem immensen Nachfrageeinbruch in Folge der Coronakrise entgegengetreten war. Die Hoffnung, welche die ganze letzte Woche im Markt hing, wurde bestätigt. Die Kürzungen der OPEC und ihrer externen Partner wurde von Juni bis Juli verlängert, was man als Minimalkompromiss zwischen den Partnern ansehen kann. Somit gilt die Kürzung von 9,7 Millionen Barrels pro Tag nach Mai und Juni nun bis Ende Juli.

Doch eher gebremste Euphorie?

Die Erwartungen bei einigen Analysten lagen bei einer Verlängerung der Kürzungen um 3 Monate. Aber nun wurde es 1 Monat. Geht man nur nach dem Ölpreis von heute, dann reagiert der Markt positiv auf das Ergebnis vom Samstag. Zumindest bis jetzt. Kommt der Ölpreis vielleicht etwas zurück, wenn die Amerikaner heute Nachmittag in den Handel einsteigen? Nun wird es interessant sein zu sehen, ob auch wirklich Länder wie der Irak (man hört schon erste Gerüchte) sich wirklich an die Kürzungen bis Ende Juli halten werden.

Es ist verständlich. Der Ölpreis zieht jüngst kräftig an. Da ist das Verlangen natürlich groß mehr zu fördern um kräftig Geld in die Staatskasse zu bekommen. Aber je länger und konsequenter die OPEC und ihre Partner die Kürzungen durchhalten, je besser wäre es wohl für eine nachhaltige Erholung im Ölpreis, da ja die Nachfragemenge auch erstmal nachhaltiger ansteigen muss nach der Coronakrise. Ganz aktuell kursiert das Gerücht, dass über den Kürzungsdeal hinaus freiwillig durchgeführte Kürzungen einiger Golfstaaten (vor allem von den Saudis) im Juli nicht fortgeführt werden könnten. Übt dies eventuell Druck auf den Ölpreis aus im weiteren Verlauf des Tages?

Ölpreis Verlauf als Chart seit dem 1. Juni

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Finanznews

Gold: Wie hoch klettert das Edelmetall? Marktgeflüster (Video)

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Das Highlight des Tages ist der Anstieg von Gold über die Marke von 1300 Dollar! Wie weit wird der Preis noch steigen, nachdem deutlich mehr Geld als im Gefolge der Finanzkrise in ETFs geflossen sind, die Gold basiert sind? Ein entscheidender Punkt ist die Bilanz der Notenbanken – und bei der wichtigsten Notenbank der Welt – also der Fed – ist die Bilanzsumme derzeit leicht rückläufig, während die Bilanzsumme der EZB ein neues Allzeithoch erreicht. Je mehr digitales Geld die Notenbanken drucken, umso besser für den Preis von Gold. Im kurzen Zeitfenster dürfte noch Luft sein bis zur Marke von 1850 Dollar. Die Aktienmärkte heute volatil – zwischen Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und den nach wie vor extrem hohen Corona-Zahlen in den USA..

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Aktien

Stefan Riße zum Commerzbank-Desaster – warum die IT entscheidend ist

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Commerzbank Tower in Frankfurt

Sie erinnern sich noch? Im April letzten Jahres scheiterte die Fusion zwischen Deutsche Bank und Commerzbank, letztlich am Management der Deutschbanker. Gott sei Dank, möchte man sagen? Denn ja, in der Bankenszene ist es kein Geheimnis, wie komplex und veraltet die IT-Systeme von Banken und Sparkassen heute oft noch sind. Und auch von den beiden größten deutschen Banken gibt es in der Szene Gruselgeschichten, wie es in Sachen IT zugeht. Alleine die Größe der Institute und der Umfang der Geschäfte lässt erahnen, wie komplett die IT-Strukturen sind. Gerade erst hatte die Deutsche Bank die Postbank ablauftechnisch integriert.

Man stelle sich nun vor, die Deutsche Bank hätte als Seniorpartner nun auch noch die IT-Systeme der Commerzbank aufsaugen müssen, oder noch schlimmer: Es wäre zu einer Art Kombination beider IT-Systeme gekommen, oder es hätte einen kompletten Neubau gegeben? Milliarden-Investitionen und diverse Probleme auf Jahre hinaus wären programmiert gewesen. Aber Gott sei Dank, die Fusion scheiterte. Die Commerzbank kämpft nun weiter alleine. Und geht man nach dem Aktienkurs, der brutal im Keller hängt, kämpft sie ziemlich erfolglos. Deswegen muss aktuell auch der farblose CoBa-Chef Martin Zielke seinen Hut nehmen.

Im folgenden Video besprechen Manuel Koch und Stefan Riße das Thema Commerzbank als Schwerpunkt rund um die Bankenbranche. Das Thema IT sei entscheidend. Bei der Commerzbank wäre es laut Stefan Riße vielleicht sogar sinnvoller gewesen, die nun integrierte comdirect nicht einzubauen, sondern eher die ganze Commerzbank um die comdirect herum umzubauen. Denn laut Riße sei die comdirect im Commerzbank-Konzern derzeit die einzig gesunde Komponente. Die Ausführungen zu dem Thema sind recht interessant. Aber auch die weiteren Ausführungen zur Bankenbranche sind beachtenswert. Es ist laut Stefan Riße unklar, ob Deutsche Bank und Commerzbank überhaupt in der Lage sind ein neues profitables Geschäftsmodell zu finden. Von daher sieht er deren Aktien kritisch.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +5,7 Mio Barrels (jetzt 539,2 Mio)

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 539,2 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4,8 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen unverändert.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3,7 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -20 Cents auf 40,41 Dollar. Wow, nur so ein kleiner Rückfall im Ölpreis, bei so einem kräftigen Anstieg der Lager, der sogar noch deutlich höher war als von API vermeldet? Kommt da noch was mit fallenden Ölpreisen in den nächsten Stunden?


source: tradingeconomics.com

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