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Märkte

Ölpreis steigt seit drei Handelstagen – dafür gibt es zwei Gründe

Claudio Kummerfeld

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Ölpumpe Beispielbild

Der WTI-Ölpreis ist von Donnerstag Mittag von 54 auf aktuell 56,72 Dollar gestiegen. Ein kräftiger Schub, und danach ein weiterer Anstieg in drei Wellen. Auf jeden Fall kann man für den Augenblick sagen, dass die drei Tiefpunkte bei gut 51 Dollar erst mal ein wenig entfernt sind. Aber ist dieser aktuelle Anstieg im Ölpreis nachhaltig? Schon letzte Woche sprachen wir von einer wackligen Nummer. Aber schauen wir auf die Gründe für diesen tagelangen Anstieg.

Ölpreis beeinflusst durch fallende Lagerbestände

Mehr als überraschend wurden die Lagerbestände für US-Rohöl letzten Mittwoch Nachmittag mit einem Rückgang von 1,7 Millionen Barrels vermeldet. Und das, wo die Lagerbestände vorher fünf Wochen lang nur gestiegen waren. Man rechnete auch für letzte Woche mit einem erneuten Anstieg, aber die Lagerbestände sanken. Da weniger Lagerhaltung auch weniger Druck ausübt, sprang der Ölpreis am Mittwoch schnell nach oben (gut sichtbar mittig im Chart).

OPEC und Handelskrieg

Wo als ergänzender Grund letzte Woche noch eine Hoffnung auf weniger Förderung durch die OPEC vorhanden war, rückt derzeit der Handelskrieg in den Fokus. Am Freitag sagten der US-Handelsbeauftragte wie auch das chinesische Handelsministerium, dass man kurz davor stehe einige Details des Handelsvertrags fertigzustellen. Und heute nun kommt Donald Trump und betont, dass man bei den Verhandlungen vor dem Zeitplan liege. Das lässt den Optimismus ansteigen. Mehr Welthandel bedeutet mehr Öl-Nachfrage. Dieses Entspannungs-Szenario hilft dem Ölpreis natürlich übers Wochenende weiter beim Ansteigen!

Natürlich darf sich da jeder Öl-Bulle endlich mal wieder freuen über mehrere Tage am Stück, wo der Ölpreis steigt. Jetzt sind es +2,72 Dollar in gut drei Handelstagen. Man sollte aber nicht vergessen, wie sprunghaft und empfindlich Donald Trump ist. Wie oft gab es schon Meinungsänderungen in Sachen Handelskrieg. Und die weltweite Flaute in der Industrie ist nicht aus der Welt! Gut, positiv kommt aktuell hinzu, dass die EU den Briten mal wieder eine Verlängerung bis Januar gewährt. Aber für die Bewegung im Ölpreis dürfte das eine sehr, sehr nachrangige Rolle spielen. Nach den Lagerdaten ist ja auch immer vor den Lagerdaten. Morgen kommen schon wieder die API-Daten. Letzte Woche lagen sie kräftig daneben mit +4,4 Mio Barrels, und täuschten somit die Öl-Shorties. Also, aktuell schaut der Markt auf den Handelskrieg, morgen API, und Mittwoch die offiziellen Lagerdaten aus den USA.

Ölpreis WTI seit dem 15. Oktober
Ölpreis WTI seit dem 15. Oktober.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Aktien

Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktien

Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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