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Ölpreis steigt weiter an – dies sind die aktuellen Gründe

Ein Bohrturm für Öl

Der Ölpreis steigt seit Tagen, und auch heute geht es weiter bergauf. Seit Mittwoch steigt WTI-Öl von 37,30 Dollar auf aktuell über 41 Dollar. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf seit dem 2. September. Dieser tagelange Anstieg im Ölpreis hat mehrere Gründe. Da wären natürlich erst einmal die zwei Gründe zu nennen, die wir bereits am Mittwoch thematisiert hatten. Die Öl-Lagerbestände sinken, und der Sturm im Golf von Mexiko hat die Förderkapazitäten für Öl in den USA erst einmal reduziert.

Ölpreis profitiert von fallendem US-Dollar

Der US-Dollar konnte nach der Fed-Sitzung am Mittwoch ansteigen, hat aber seit gestern seine kompletten Gewinne wieder abgegeben. Ein schwächerer US-Dollar sorgt für Auftrieb in allen Assets, die gegen ihn gehandelt werden. So profitiert aktuell nicht nur der Goldpreis, sondern auch der Ölpreis wird bei seinem aktuellen Anstieg unterstützt.

OPEC sorgt für Druck

Das JMMC, ein Kontrollgremium der OPEC zur Überwachung der Einhaltung von Fördermengenkürzungen, hat gestern seine jüngste Sitzung beendet (hier das Statement). Vereinfacht ausgedrückt: Die OPEC und besonders die Saudis sind darum bemüht, dass diejenigen Teilnehmer an den Fördermengenkürzungen, die immer noch zu viel produzieren, sich nun endlich an ihre Zusagen halten. Sie sollen weiterhin dazu gedrängt werden die bisher zu viel produzieren Öl-Barrels nachträglich zu kürzen. Also kann man meinen, dass Druck vorhanden ist, dass die Fördermenge weiterhin gekürzt bleibt, beziehungsweise dass einige Länder wie der Irak nicht einfach so drauf los mehr fördern als eigentlich zugesagt. Dies ist als positiver Faktor für den Ölpreis anzusehen. Auch gut für Long-Trader waren die gestrigen außergewöhnlichen Aussagen des saudischen Öl-Ministers Prinz Abdulaziz, der Trader am Terminmarkt warnte nicht „gegen den Ölmarkt“ zu wetten. Er versprach, dass diejenigen, die dies tun, „wie die Hölle“ verletzt werden würden.

Öl-Angebotsmenge im Defizit?

Laut aktuellen Berichten erwartet Goldman Sachs, dass das Angebot für Öl im vierten Quartal ein Defizit von 3 Millionen Barrels pro Tag aufweisen werde. Würde dies zutreffen, gebe dies dem Ölpreis natürlich einen weiteren Aufschub. Knappes Angebot oder sogar weniger Angebot als Nachfrage treibt natürlich die Preise.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis seit dem 2. September



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