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Ölpreis: Unterstützung hält – China-Käufe im Iran ein Problem für die USA?

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Der Ölpreis hat seine wichtige Unterstützung gehalten. Letzte Woche berichteten wir bereits vom charttechnisch sehr wichtigen Unterstützungsniveau bei 64,30 Dollar im WTI-Öl. Ende letzter Woche ging der Ölpreis runter bis auf 64,46 Dollar, und von da an ging es wieder bergauf (im Chart der WTI-Ölpreis seit Ende Mai). Seit nunmehr vier Handelstagen steigt der Preis langsam aber gemächlich insgesamt um 2 Dollar an. Das könnte man als vorsichtige Stabilisierung deuten. Damit verfestigt sich die Marke von 64,30 erst einmal als stärkere charttechnische Unterstützung.

Ölpreis

Rettet China den Iran?

Europa zeigt sich voller Angst vor den strikten US-Sanktionen gegen den Iran. Europäische Unternehmen haben Angst ihren Geschäftszugang zu den USA zu verlieren, und stellen daher lieber ihre Geschäfte mit dem Iran ein. Somit wird auch immer deutlicher, dass die Europäer als bislang einer von drei großen Kunden des Iran in Kürze wegfallen, wenn ab November auch die Öl-Sanktionen in Kraft treten.

Zuletzt waren die Öl-Lager in den USA überraschend voller gemeldet worden als erwartet. Das mag daran liegen, dass chinesische Importeure seit Kurzem deutlich weniger aus den USA importieren aufgrund des begonnenen Handelskrieg zwischen den beiden Ländern. Da dürfte der Iran den Chinesen ganz recht kommen. Die Gerüchte am Terminmarkt mehren sich, dass China und seine Rohstoffimporteure auf die US-Sanktionen gegen den Iran pfeiffen.

Bislang war China der größte Abnehmer von iranischem Öl (danach folgen Indien und die EU). Die Anzeichen mehren sich, dass die Verschiffung von iranischem Öl Richtung China in den letzten Tagen und Wochen spürbar zugenommen hat. Das würde ein Land wie China wohl kaum machen, wenn es vor hat sich ab November an die Iran-Sanktionen der USA zu halten. Und warum sollte China das auch tun, jetzt wo der Handelskrieg mit den USA so massiv ausbricht.

Sollte China mehr iranisches Öl kaufen, würden damit nicht nur die Iran-Sanktionen der USA zu großen Teilen pulverisiert werden. Nein, damit hätten die Chinesen auch einen wunderbaren Ersatz für Öl, das sie bislang aus den USA bezogen haben. Ist dem so, dann sollten sich die Lagertanks in den USA noch weiter füllen. Vollere Lager üben Druck auf den Ölpreis aus. Das sollte man als Szenario im Hinterkopf behalten. Auch wenn wir am Anfang des Artikels von Charttechnik sprachen, so sollte man diesen fundamentalen Grund für eine mögliche Ölpreis-Schwäche in den nächsten Wochen und Monaten im Blick behalten. Es ist ein mögliches Szenario, das so eintreten kann, aber nicht muss.

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Aktienmärkte: Voraussetzungen für eine Trendwende! Videoausblick

Die Aktienmärkte konnten auch gestern wieder zulegen. Aber ist das bereits die Trendwende, wie viele glauben? Noch fehlen entscheidende Voraussetzungen

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Die Aktienmärkte konnten auch gestern wieder zulegen – und damit die massiven Verluste seit Jahresbeginn wieder etwas eingrenzen. Aber ist das bereits die Trendwende, wie viele glauben? Danach sieht es nicht aus – vielmehr fehlen noch entscheidende Voraussetzungen, dass die Aktienmärkte wirklich eine Trendwende schaffen können. Eine davon ist, dass die von Regierungen und Notenbanken versprochenen Gelder auch wirklich schnell und effektiv ankommen – unser Finanzsystem ist darauf aber nicht ausgelegt. Weitere Voraussetzug ist eine Trendwende vor allem bei Corona-Zahlen in den USA (vor allem New York) – ist der Peak wirklich Mitte April erreicht, wie die Trump-Administration annimmt? Nach wie vor spricht auch die Positionierung der Investoren für eine Trendwende..

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Aktienmärkte: Im April kommen neue Tiefs! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte dürften im April neue Tiefs erreichen – trotz der jüngsten Rally. Der Liquiditäts-Tsunami liegt hinter uns, der ökonomische Schmerz noch vor uns

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Die Aktienmärkte dürften im April neue Tiefs erreichen – trotz der Rally der letzten Woche und dem heutigen positiven Handelsverlauf. Der wichtigste Grund dafür, warum die Aktienmärkte jetzt noch keinen Boden ausbilden werden, ist: der Liquiditäts-Tsunami durch Notenbanken und Regierungen liegt bereits hinter uns, der ganz große ökonomische Schmerz jedoch noch vor uns! Heute wirkt noch der Liquiditäts-Rückenwind druch Fed und Co – sowie das „rebalancing“ von institutionellen Playern zum Monatsende. Aber je länger die Corona-Krise dauert, umso heftiger wird vor allem für US-Unternehmen der Schmerz, weil die Substanz so schwach ist (Cash-Reserven gering, Verschuldung hoch). Das bedeutet: das, was Notenbanken und Regierungen bisher getan haben, wird mittelfristig nicht reichen..

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Rüdiger Born: Aufwärts-Szenario im Dow Jones

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Direkt am Chart bespreche ich ein Aufwärts-Szenario für den Dow Jones. Die Lage ist spannend! Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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