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Märkte

Ölpreis vor Anstieg? Saudis geben ein klares Signal!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Steht dem Ölpreis heute zum Wochenstart und auch in den nächsten Monaten ein deutlicher Anstieg bevor? Diese Frage steht aktuell im Raum, denn es tut sich was innerhalb der OPEC. Khalid Al-Falih ist seit Jahren als Energieminister von Saudi-Arabien, und gilt als die graue Eminenz des globalen Ölmarkts. Sein Wort hat Gewicht. Immer dezent in der Wortwahl. Aber letztlich richtete sich das Kartell nach dem, was er und andere direkte Golfnachbarn wollten. Und nun wurde übers Wochenende bekannt, dass der saudische König Al-Falih entlassen hat.

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Steigender Ölpreis dank Personalwechsel?

Nachfolger wird Prinz Abdulaziz, der vierte Sohn von König Salman. Was ist passiert? Auch wenn es dazu keine Aussagen gibt, kann man sich aber anhand der gesamten Gemengelage seinen Teil denken. Der König und sein Kronprinz sind wohl unzufrieden, dass der Ölpreis einfach nicht so stark ansteigt, wie man sich das vorstellt. Gut 20 Dollar müsste er wohl noch weiter steigen? Nun, eines kann man Al-Falih schon „anlasten“. Er hat zwar große Erfolge gefeiert, in dem er die OPEC dazu brachte koordiniert die Fördermengen über einen längeren Zeitraum zu kürzen. Und er hat Russland als festen Partner der OPEC mit ins Boot geholt. Aber das wichtigste Ziel der Golfstaaten konnte Al-Falih nicht erreichen, nämlich den Ölpreis zum Steigen zu bekommen. Das kann man ihm oberflächlich zwar anlasten, aber mal ehrlich – was soll er machen? Das Problem ist nicht die OPEC, die ihre Fördermengen kürzt. Denn ginge es nur danach, müsste der Ölpreis ja eigentlich steigen.

Fracker sind das Problem

Das Problem sind vor allem die privaten Fracking-Unternehmen in den USA, die immer mehr Öl fördern. Was die OPEC kürzt, wird durch die Fracker ausgeglichen, so dass kaum eine spürbare Angebotskürzung am Weltmarkt eingetreten ist in den letzten Jahren. Und so kann der Ölpreis auch nicht wirklich so kraftvoll steigen, wie die Saudis es gerne sehen wollen. Denn man bedenke: Saudis und Co leben in ihren Staatshaushalten de facto von den Öl-Einnahmen. Liegt der Ölpreis zu niedrig wie in den letzten Jahren, weisen die Staatshaushalte gigantische Defizite auf, und man muss die zuvor angehäuften Geldberge anzapfen. Der folgende Chart zeigt das Hauptproblem der OPEC, nämlich die US-Ölproduktion seit 2009. Seit 2014 ist die Fördermenge von 8 auf jetzt über 12 Millionen Barrels pro Tag gestiegen.


source: tradingeconomics.com

Nun kann der Nachfolger von Al-Falih eigentlich nur eine Maßnahme durchführen, wenn er wirklich was bewegen will. Die saudische Fördermenge drastisch kürzen, um den Ölmarkt zu signalisieren: Verdammt Leute, pusht den Ölpreis doch endlich mal nach oben, wir verknappen die Angebotsseite doch jetzt richtig stark! Man darf zumindest annehmen, dass der neue saudische Energieminister darauf drängen wird, dass die aktuelle Kürzung der OPEC bis Ende März 2020 verlängert wird. Und man darf wohl annehmen, dass weitere Kürzungen (auch mengenmäßig?) angestrebt werden?

Wie schon so oft in den letzten Jahren könnten die Saudis auch in Eigenregie stärker kürzen als nötig. Der Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit dem 28. August. Ein Hin und Her, rauf und runter. Freitag Abend ging der Markt mit 56,70 im WTI-Öl aus dem Handel. Dank dieser Entlassung in Saudi-Arabien geht man heute in den Wochenstart mit 57,22 Dollar. Steht ein weiterer Anstieg im Ölpreis bevor? Eine Garantie gibt es dafür nicht. Wir wiederholen uns wie so oft, aber es muss sein. Besonders der Ölmarkt ist unberechenbar. Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung, bitte nicht stumpf an Meinungen einzelner“ Experten „orientieren!

WTI Ölpreis seit 28. August

Khalid Al-Falih
Khalid A. Al-Falih, langjähriger Öl-Minister Saudi-Arabiens und die graue Eminenz des globalen Ölmarkts. Foto: World Economic Forum CC BY-SA 2.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Indizes

Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

Redaktion

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Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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Indizes

Rüdiger Born: Aktuelle Lage bei Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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