Märkte

Palladium-Preis steigt – wie Russland die Autoindustrie lähmen könnte

Kann Russland die westliche Autoindustrie in den Würgegriff nehmen? Wäre dies über das Metall Palladium möglich? Laut Expertenaussagen ist das ein durchaus realistisches Szenario. Diese Woche ist der Terminmarktpreis für Palladium wieder angesprungen. Im Chart sehen wir den Kursverlauf in US-Dollar seit Oktober 2021. Alleine in den letzten zwei Tagen stieg der Kurs von unter 1.900 Dollar auf 2.048 Dollar. Ahnt man am Markt, dass da eine deutliche Verknappung möglich wäre?

Die Ukraine-Krise droht sich zu verschärfen. Im Westen glaubt man an eine immer weiter steigende Gefahr, dass Russland in die Ukraine einmarschiert. Für diesen Fall haben die USA und Europa bereits harte Sanktionen angekündigt. Wie könnte Russland reagieren? Nicht nur Gas und Öl wären ein Druckmittel. Auch Metalle wie Palladium wären als Möglichkeit der Gegensanktion einsetzbar.

Die Experten der Commerzbank sprechen von aktuellen „Angebotssorgen im Rahmen des Russland-Ukraine-Konflikts“. So rechne US-Präsident Biden mit einer Invasion Russlands in die Ukraine. Daraufhin würde der Westen wohl Sanktionen gegen Russland verhängen. Als Gegenmaßnahme könnte Russland nach Meinung der Commerzbank-Experten den Export von Rohstoffen wie zum Beispiel Palladium beschränken oder sogar stoppen. Russland sei gemäß Daten von Johnson Matthey knapp hinter Südafrika der weltweit zweitgrößte Produzent von Palladium und stehe für 38 Prozent des Angebots. Ein Exportstopp des für die Autoindustrie so wichtigen Rohstoffes könne wohl nicht aufgefangen werden, und der Palladiummarkt wäre in einem solchen Fall wohl hochgradig unterversorgt, so die Meinung der Experten.

Meine Meinung: Wer an eine tatsächliche Eskalation des Ukraine-Konflikts glaubt und am Kapitalmarkt aktiv ist, könnte sich also neben Öl und Gas auch mit Palladium beschäftigen. Aber noch ist das ein Szenario, in dem viel „Wenn-Dann“ enthalten ist.

Chart zeigt Kursverlauf für Palladium seit Oktober TradingView Chart zeigt Kursverlauf für Palladium seit Oktober.

Wladimir Putin ist Präsident von Russland Russlands Präsident Wladimir Putin. Foto: Kremlin.ru – CC BY 4.0



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

6 Kommentare

  1. Hallo Frau Bearbock,
    seit vielen Jahren verkauft Russland an die USA Raketentriebwerke. Jetzt sind wieder Verhandlung über neue
    Triebwerke.
    Damit wird in Russland genau die Industrie gefördert, die Angriffswaffen herstellt.
    Aber Sie wollen kein Gas?
    Sind Sie noch ganz dicht im Kopf?

    USA wollen neue Raketentriebwerke in Russland erwerben

    https://snanews.de/20210716/usa-raketentriebwerke-russland-2871441.html
    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, es gibt keine Frau Baerbock auf FMW. Vielleicht solltest du ihr besser eine Mail schicken, um deine Empörung kundzutun. Ist dir eigentlich bewusst, dass es hier um Triebwerke für Trägerraketen in der Raumfahrt geht? Damit kannst du bestenfalls einen Angriff auf den Mars durchführen Aber der gehört ja schon dem Elon.
      Die Frage muss also lauten: Bist DU noch ganz dicht im KOpf?

      1. Na ja, Anna Luisa,
        er hat ja den Link beigefügt, aus dem ich diese Info auch entnommen habe. Auch wenn es „nur“ zum Mars gehen sollte, handelt es sich um eine sensible Technologie.
        Mir scheint (auch deshalb) der Ukraine-Streit ein großes Theater zu sein. Ich denke sogar, dass Biden bei seinem Pressestatement, wesentlich die Wahrheit gesagt zu haben. Aktuell macht weder für Russland noch die USA ein Krieg Sinn zu machen. Das Volk ist beschäftigt, und die eigentlichen Probleme rücken in den Hintergrund. Wenn ich mir z.b. die Videos über die Plünderungen der Cargozüge in den USA anschaue, dann haben die USA andere Sorgen, als einen Krieg mit den Russen wegen der Ukraine an zu zetteln.
        Das „mit dem dichten Kopf“ ist immer so ne Sache…..es gibt halt selten eine einzige Wahrheit…..

  2. Hallo Anna Luisa,
    jetzt rate doch mal, was die Amis damit in den Orbit schießen.
    Der Witz dabei ist aber, dass damit genau die russischen Industrien finanziert werden, die Angriffswaffen produzieren. Wie durchgeknallt muss man sein, dass man von Russland kein Gas kaufen will, Russland seit vielen Jahren sanktioniert, aber weis, dass die Amis das überhaut nicht interessiert und seit vielen Jahren die Raketentriebwerke kaufen.
    Das schönzureden ist genau die Ideologie der Grünen, die aus der Nato austreten wollten und die Bundeswehr abschaffen wollten, und kaum an der Macht, einen völkerrechtswidrigen Angriffskriege gegen die Bundesrepublik Jugoslawien anfangen.
    Und diese Verbrecherpartei stellt jetzt eine Außenministerin, die nichts besseres zu tun hat, als wieder Russland zu drohen. Die Frau ist sogar zu dämlich zu wissen, dass man Strom nicht im Kreis laufen lassen kann.
    Ich fasse es nicht.
    Haben die keine anderen Hilfsschüler gehabt.

    1. @Hemut52 aka Helmut, durchgeknallt, Ideologie, völkerrechtswidrig, Verbrecherpartei, dämlich, Hilfsschüler. Ein ziemlich drastisches und hasserfülltes Vokabular, mit dem du aufwartest. Wenn du dich persönlich gerne auf diesem Niveau bewegst, deine Sache. Aber muss das wirklich 10 Mal am Tag in aller Öffentlichkeit sein? Jeder kennt nun deine Einstellung und ständige Wiederholungen machen deine schrägen Ansichten weder wahrer, noch überzeugender.

      Entspanne dich, nimm dir ein paar Wochen frei, streichle deinen Holzofen, putz deinen Dieseltank, poliere deine Goldmünzen. Mach irgendwas Sinnvolles, das dich beruhigt. Nicht, dass du wegen Annalena noch einen Herzinfarkt oder Gehirnschäden wegen Bluthochdruck erleidest.

  3. Aufgeschnappt: In Italien werden 2000 Ärzte und Zahnärzte von der Arbeit ausgesperrt weil sie sich nicht impfen lassen.Sind das alles Dummköpfe? Anna Luisa ( alias bekannter Gutmensche ) sollte vorsichtiger sein mit den Ratschlägen an Helmut.Die Ansichten von Helmut sind nur schräg wenn man einzig die eigenen Ansichten als richtig hält.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage