Devisen

Rubel-Krieg voll im Gange: Zocker gegen Kreml

FMW-Redaktion

Der Rubel-Krieg ist jetzt voll im Gange. Die Akteure sind die Zocker auf der einen Seite, der Kreml auf der anderen Seite. Die russische Notenbank lässt derzeit nichts von sich hören. Aber nachdem gerade letzte Woche der Rubel immer weiter abwertete, meldete sich am Wochenende der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew zu Wort und forderte russische Exporteure auf ihre Devisenreserven auf den Markt zu werfen und damit Rubel zu kaufen, um so den Kursverfall des Rubel zu stoppen. Klingt erstens nach einer Aussage aus Verzweiflung, und zweitens: wieso geht er nicht einfach zur Notenbank, damit die ein bißchen Gold oder ausländische Staatsanleihen zu Cash macht? Ist die etwa doch richtig unabhängig?

Es scheint aber so zu sein, dass die internationalen Zocker gerade diese Aufforderung von Medwedew als eine Art Anstachelung zum „Dagegenhalten“ empfunden haben. So startet der US-Dollar vs. russichen Rubel mit einem kräftigen Plus in die Woche (Rubel-Abwertung) von 68,80 auf jetzt 70,90. Noch steiler geht ein Chartanstieg kaum noch. Wird die Notenbank in Moskau dem Kreml doch noch zur Seite springen und die Zocker platt machen? Im Augenblick legen die Zocker kräftig vor, und wir befinden uns schon fast auf dem High (nach Schlusskursen) aus Dezember 2014. Was ist Putin und den Zentralbankern wichtiger? Die Währung oder billige Zinsen für die Wirtschaft?

Rubel 24.08.2015



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