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Rubel, Rohstoffe: Putins Holländische Krankheit! Marktgeflüster (Video)

Trotzdem die russische Zentralbank heute überraschend den Leitzins gesenkt hat, wertet der Rubel weiter auf – und wird damit paradoxerweise ein echtes Problem für Putin! Denn Putin wollte eigentlich den Kollaps der russischen Währung aufgrund der westlichen Sanktionen verhindern mit seiner Forderung nach Bezahlung von russischem Gas in Rubel (bzw. der Zahlung in Euro oder Dollar und dann der Umwandlung). Die Fokussierung auf Rohstoffe in Kombination mit dem aufwertenden Rubel droht nun die „Holländische Krankheit“ auszulösen: die russische Wirtschaft (mit Ausnahme der Rohstoffe) leidet unter der starken Währung (mehr Importe, weniger Exporte), die auch die Kosten der Produktion nach oben treibt. Hinzu kommt, dass eine starke russische Währung bedeutet, dass westliche Zahlungen für Gas und Öl weniger Rubel-Einnahmen für Putin bringen..

Hinweise aus Video:

1. „Wir haben gar keine Inflation“ – Fremdschäm-Video über Heiner Flassbeck

2. Geht es auch ohne russisches Gas in diesem Jahr? Experten sagen JA – hier die Begründung

3. Fed: Treibt sie die Wirtschaft in die Rezession – und Wall Street in Bärenmarkt?



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5 Kommentare

  1. Ich glaube eher, dass Russland, durch die hohen Energiepreise, nach einer Übergangszeit, wesentlich höhere Einnahmen durch den Verkauf von Rohstoffen haben wird.
    Die Fühler sind auch schon nach Indien ausgestreckt, und mit China zusammen, und noch einigen Ländern in Asien und Afrika, kann dann mehr als 1/3 der Weltbevölkerung beliefert werden.
    Selbst mit einem Rabatt von bis zu 30 % unter Weltmarktpreis, werden die Einnahmen deutlich höher sein, als vor dem Krieg mit der Ukraine.
    Und die Länder, die dann die billigere Energie kaufen, werden mit den westlichen Produzenten im Preiswettbewerb stehen.
    Kein Wunder, dass der Rubel aufwertet.
    Sanktionen sind immer eine Stimulation, Subventionen verführen zur Trägheit.
    Und, Putin hat nun gute Argumente bei seinen Abnehmern, Rubel zu verlangen, damit nicht Gelder des Käufers eingefroren werden können.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Helmut,
      Ich teile Ihre Meinung.
      Es ist ein Leichtes mit Moral und Haltung Sanktionen zu verhängen, die beiden Seiten schaden. Es gibt beiden Seiten einen Impuls zur Weiterentwicklung. Europa versucht alternative Energieversorgung „herbeizuzaubern“. Die Russen erschließen neue Märkte.
      Mein Gefühl sagt mir, dass Europa einer Wunschvorstellung erliegt. Es dauert Jahre! Gar Jahrzehnte, bis diese Umstellung vonstatten geht.
      Wie soll das finanziert werden?
      Zumal wir zunehmend konkurrenzunfähig werden, da Asien durch weitere Verflechtung und günstige Ressourcen aus Russland immer schneller wachsen wird…
      Ich glaube es sind Durchhalteparolen die gerade ausgerufen werden, in der Hoffnung dass in der Zwischenzeit das böse, unerwünschte Regime schon irgendwie gestürzt wird…
      Und je länger man dieser unbegründeten Hoffnung unterliegt, umso böser wird das Erwachen

  2. Holland hat die Kurve schnell genommen. Stehen besser da als,also wie ich in Holland 70er, 80er, gell. Und überhaupt verkaufen wir kein einziges Russ. Produkt, also des und dieses, und jenes. SHELL IST A SCHELM.
    UND WIR IMMER TREU HURRA IN DEN KRIEG? Ä WIRTSCHAFTSKRIEG.

  3. Mir scheint es so, als ob die US-Inflation am besten mit den Energiepreisen korreliert. Somit wird es weniger die FED mit ihren Minizinsen sein, die die Inflation drückt, sondern Biden mit der Freigabe von Reserven und der Ersatz russischen Öls durch Venezuela, Iran (beides Schurkenstaaten) oder die Steigerung des Fracking outputs. Die behauptete Korrelation zwischen Aktien und Inflation ließ sich nicht nachvollziehen.

    Für Deutschland zeigt sich eine sehr hohe Korrelation zwischen Inflation und Importpreisen. Mit dem rel. schwachen Euro, der „Energiewende“ und den Sanktionen gegen Russland haben wir also ernste Probleme. Natürlich können wir versuchen Gas von Norwegen, Katar oder sonstwoher importieren. Es wird weder ausreichen, noch billiger als russisches Gas. Die Grünen stimmen der eigenen Gewinnung im Wattenmeer oder eigenem Fracking bestimmt begeistert zu. Das wäre binnen eines Jahres unrealistisch. Klar können wir Kohle versuchen von Australien zu importieren. Nur, die muss erst mal als Schüttgut 14000 km um die halbe Welt geschifft werden. Welche Menge die zusätzlich fördern könnten wissen wir auch nicht. Also auch steigende Importpreise. Selbstverständlich kann man auch Öl versuchen anderswo zu bekommen. Es ist nicht so wahrscheinlich, dass das ausreicht, russische Lieferungen zu ersetzen. Wieder steigende Importpreise. Bleibt noch der Bau von Kernkraftwerken. Das dauert etwas länger und damit macht man sich beim grünen Pöbel richtig „beliebt“. Die Windmühlen und Sonnensegel können wir ohne Gaskraftwerke zur Abfederung von Flauten allerdings verschrotten. In Anbetracht der Rohstoffe, die da verarbeitet wurden, nicht immer einfach. Jetzt können wir noch Nickel von Neukaledonien über Australien importieren. Auch steigende Preise. Macht unter dem Strich für die Dauer der Sanktionen gegen Russland in Deutschland deutlich steigende Inflation. Wobei die Bundesrepublik bei amerikanischen Kriegsverbrechen nicht mit Sanktionen antwortete. Davon gab es auch genug. Alle „Politiker“ und „Parteien“ , weltweit, sind bis zum Beweis des Gegenteils das Letzte.

    Jetzt zum Rubel. Bei den Russen war die Inflation mit der Aggression gegen die Ukraine im März sprunghaft auf 16 % gestiegen. Somit machten 20% Zinsen Sinn. Wenn die Inflation dort wieder sinkt, ist es nicht zielführend solche irren Zinsen beizubehalten. Der ein wenig stärkere Rubel ist gerade für Deutschland ein zusätzlicher und auch verdienter Tritt in den Hintern. Siehe ganz deutlicher Zusammenhang Inflation Importpreise. Bei diesem Krieg, der wie jeder Krieg eine Vorgeschichte hat und trotzdem ein Verbrechen beider Kontrahenten ist, kann es nur um Deeskalation und Beendigung des Mordens gehen. Nicht um ukrainische Hetze und russische Propaganda. Und schon garnicht um die Lieferung von Waffen. Unsere „Medien“ disqualifizieren sich, wie gewohnt.

    1. Michael, wenn Sie her schauen, wem die Presse „gehört“, Axel-Springer-Verlag etc. erübrigen sich alle Fragen…
      Es ist einfach nur traurig zu sehen, dass ehemals blühendes Land Deutschland auf einem Altar der Ideologie geopfert wird.
      Ich beneide Länder wie Ungarn, die imstande sind eine Regierung zu wählen, die in erster Linie Zeile eigenes Landes vertritt.

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