Devisen

Russland: nur an einem Tag im Oktober nicht Rubel gestützt

Die russische Zentralbank hat im Oktober nur an einem einzigen Tag nicht den Rubel gestützt – und zwar am 20.Oktober. Das berichtet die Notenbank heute Morgen in einem Statement. An allen anderen Tagen im Oktober mussten die Währungshüter durch Dollar-Verkäufe (jeweils in Tranchen zu 350 Millionen US-Dollar) intervenieren, um den Druck auf den Rubel zu mildern. Allein im Oktober haben sich durch diese Maßnahmen die Währungsreserven des Landes um 13,3 Milliarden Dollar reduziert.

Das Dahinschmelzen der russischen Währungsreserven war ein Grund für die kürzlich erfolgte Abstufung des Kreditratings Russlands durch Moody´s. Für Moskau ist die schnelle Abwertung des Rubel (20% in 2014) ein grosses Problem: dringend benötigte Importe werden teurer, die ohnehin schon hohe Inflation (knapp unter 10%) beschleunigt sich weiter – während gleichzeitig die Einnahmen durch den gefallenen Ölpreis geringer werden. Es dürfte daher kein Zufall sein, dass sich Putin in den letzten Tagen und Wochen gegenüber dem Westen in der Ukraine-Frage deutlich kompromissbereiter zeigt als zuvor.

Mit dem Tod von Total-Chef Christophe de Margerie verliert Russland zudem einen wichtigen Fürsprecher im Westen. De Margerie hatte sich gegen die Sanktionen des Westens ausgeprochen und zudem für das Ende der Dollar-Dominanz im Ölhandel ausgesprochen – Musik in den Ohren Moskaus. Noch am Montag hatte sich der verstorbene Total-Chef mit Ministerpräsident Medwedew getroffen, um weitere Projekte zwischen Russland und dem französischen Ölgiganten zu besprechen.



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