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Schweizer Franken nach Zinsentscheidung der SNB – das „Game“ geht weiter

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Der Schweizer Franken hat nach der gestrigen Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) aufgewertet. Die SNB beließ den Zins bei -0,75%. Ein Teil des Marktes hatte mir einer kleinen Senkung gerechnet. Das hätte den Franken abwerten lassen. So hat man nun den Schweizer Franken etwas aufgewertet. Euro vs Franken fiel deshalb seit gestern früh von 1,1003 auf jetzt 1,0950. Der Chart zeigt den Verlauf von EURCHF seit Beginn der Woche.

Euro vs Schweizer Franken seit Anfang der Woche

Game rund um den Schweizer Franken geht weiter

Das „Game“ (wie wir es mal nennen wollen) rund um den Schweizer Franken geht weiter. Für die SNB ist es extrem wichtig den Franken am Aufwerten zu hindern, damit Schweizer Produkte im Ausland nicht noch teurer werden als ohnehin schon, und dass die Schweiz für ausländische Touristen nicht unerschwinglich wird. Daher hat die SNB wohl ständig einen Blick auf den Franken-Kurs in Relation zum Euro. Vor der Zinsentscheidung half die Kursentwicklung den Notenbankern, denn es setzte tagelang eine gewisse Franken-Abwertung ein. Im folgenden Chart sieht man Euro vs Schweizer Franken seit 21. August. Es kam zum Kursanstieg, also zur Franken-Abwertung. Das gab der SNB Raum zum Durchatmen, und der Druck zur Zinssenkung (der EZB hinterher rennen) war eher gering. EURCHF konnte vom Tief am 4. September bei 1,0811 bis jetzt gut 140 Pips zulegen. Aber die Reaktion im Kurs gestern und heute zeigt, dass aktuell eine kleine Franken-Aufwertung wieder eingesetzt hat. Wir zitieren hier die SNB mit ihren eigenen Worten aus dem Begleittext zur gestrigen Zinsentscheidung. Auszugsweise der nach unserer Meinung wichtigste Teil:

Die Lage am Devisenmarkt bleibt fragil, und der Franken hat sich handelsgewichtet aufgewertet. Er bleibt hoch bewertet. Negativzins und Interventionsbereitschaft sind wichtig, um der Attraktivität von Anlagen in Franken entgegenzuwirken und damit den Druck auf den Franken zu verringern. Die Nationalbank stabilisiert so die Preisentwicklung und unterstützt die Wirtschaftsaktivität.

Die SNB wird weiter intervenieren

Das bedeutete im Klartext: Ja, das Game geht weiter. Die SNB wird weiter am Devisenmarkt intervenieren und selbst gedruckte Franken gegen den Euro verkaufen, wenn der Schweizer Franken zu stark aufwertet. Die Gefahr ist latent vorhanden. Der Handelskrieg zwischen China und den USA sowie die Angriffe auf saudische Öl-Anlagen, aus denen schnell eine Eskalation entstehen kann, würden/könnten schnell wieder einen Run in Richtung „Sichere Häfen auslösen. Neben Yen, Gold und deutschen Bundesanleihen zählt auch der Franken dazu. Rauscht dann EURCHF schnell wieder in den Keller, müsste die SNB wieder aktiv werden. Man sollte auch nie ausschließen, dass die SNB womöglich außerplanmäßig ohne offiziellen Termin die Zinsen senkt. Man vergesse bitte nie die völlig unerwartete Aufhebung der Franken-Schwelle bei 1,20 aus Januar 2015! Spontan agieren kann die SNB also! Und ja, auch die EZB spielt eine Rolle. Lockert sie in den nächsten Monaten womöglich weiter ihre Geldpolitik, sollte der Franken wohl weiter aufwerten.

Euro vs Schweizer Franken seit 21. August

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Rüdiger Born: Ermüdeter Dax, Euro nach Höhenflug

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Kommt der Dax weiter nach oben? Es gibt erste Ermüdungserscheinungen. Beim S&P 500 und Nasdaq könnte ein Rückfall anstehen. Für den Dow möchte ich eine sehr wichtige Marke ansprechen. Euro vs USD ist wahnsinnig gelaufen, und jetzt kommt er gerade etwas zurück. Mehr zu aktuellen Lage im folgenden Video. Euro vs Schweizer Franken ist aktuell mein Trade des Tages. Abonnieren Sie den völlig kostenfreien Service gerne an dieser Stelle.

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EUR/USD: Boden für große Aufwärtsbewegung

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Mensch Euro, besser geht’s fast nicht mehr: Die vergangene Handelswoche konnte bedingt durch das Ansteigen des EUR/USD bis zur 1.62-Linie bei 1.1177 $ meine Analyse aus der letzen Ausgabe nahezu punktgenau nachzeichnen. Abgesehen davon, daß die kleine von mir ins Kalkül gezogene Korrektur ausgeblieben ist, konnte die europäische Gemeinschaftswährung eine äußerst dynamische Performance an den Tag legen. Ob dieser Schritt geeignet ist, eine grundlegende Trendwende zu begründen, bleibt zunächst noch offen. Die Ansätze sehen gut aus und geben daher Grund zur Hoffnung. Der Langzeitchart untermauert diese Sicht zusätzlich.

Ausblick:

Der jüngste dynamische Anstieg von EUR/USD hat die Ausbildung der ersten Unterwelle (1) der fünfteiligen Impulswelle (1-2-3-4-5) zur Aufgabe. Ganz leicht negativ wirkt sich dabei der noch nicht erfolgte Sprung über das 1.62 Retracement bei 1.1177 $ aus. Ein 1.62 Retracement verfügt in aller Regel über gebührenden Einfluß auf die Entwicklung und kann schon mal für eine Trendwende verantwortlich sein. Ganz so dramatisch sehe ich die Sachlage momentan nicht. Im Chart habe ich daher den Abverkauf bis zur 0.50-Linie bei 1.1026 $ als durchaus realistisches Ziel dargestellt.

EUR/USD bildet derzeit wahrscheinlich einen Boden aus

Dennoch kann im Zuge der Ausbildung von Welle (2) das Währungspaar wieder bis auf das Niveau des 0.76 Retracements (aktuell 1.0948 $) korrigieren. Der Bruch dieser signifikanten Unterstützung sollte tunlichst vermieden werde. Gesetzt den Fall, würde sich die große Korrektur weiter in Szene setzen und den Euro im weiteren Verlauf bis zur Parität führen. Sollte der Euro an den nächsten Tagen das 1.62 Retracement (1.1177 $) nachhaltig überschreiten, wird diese Gefahr eindrucksvoll gebannt. Zudem kann dieser Schritt als erneutes Kaufsignal angesehen werden.

 

Fazit EUR/USD:

EUR/USD ist dabei, den Boden für eine größere Aufwärtsbewegung zu legen. Ein erneutes Kaufsignal, mit Fantasie bis 1.13 $, wird durch einen Schlußkurs oberhalb des 1.62 Retracements (1.1177 $) gebildet. Die Absicherung sollten Sie auf dem 0.62 Retracement 1.0977 $ vornehmen.

 

EUR/USD bildet derzeit einen Boden aus

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Brexit – kippt Johnson den Deal?

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Nimmt das Brexit-Drama eine unvorhergesehene Wende? Laut von Insidern kolportierten Aussagen aus der Regierung dürfte die Johnson-Regierung überlegen, ihren mit der EU verhandelten Brexit-Deal aufzugeben, wenn das britische Parlament weitere Zusätze (Amendments) beschließen sollte, die den Charakter des Abkommens verändern würden. Das könnte dann im worst case bedeuten, dass Johnson Großbritannien aus der EU ohne Deal führt, also einen harten Brexit vollzieht!


By UK Prime Minister – https://twitter.com/10DowningStreet/status/1164551227532877827, OGL 3, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81556464

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