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Konjunktur runter, Kredite steigen wie seit der Dotcom-Blase nicht mehr – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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am

Die Konjunktur in Deutschland schwächelt. Die Wirtschaftsleistung fällt zwar insgesamt nur minimal, aber sie ist rückläufig! Und die Industrie, die ist ganz eindeutig in der Rezession. Nur Bau und Dienstleistungen halten die gesamte Volkswirtschaft von einem düsteren Einbruch ab. Während die Konjunktur also relativ düster aussieht, verläuft die Kreditvergabe an Unternehmenskunden genau entgegen gerichtet.

Glaubt man dem diese Woche erschienenen Deutschland Monitor der Deutschen Bank in Sachen Unternehmensfinanzierung, dann ist die Kreditvergabe der Banken in Deutschland an Unternehmenskunden (Kapitalgesellschaften, kleine Unternehmen, Einzelunternehmer) im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Das ausstehende Volumen der Kredite ist um 25,5 Milliarden Euro oder 5,6% gestiegen! Das sei das stärkste Wachstum seit der Dotcom-Blase vor 20 Jahren, so die DB. Das Kreditwachstum im Verarbeitenden Gewerbe erhöhte sich sogar um 8% gegenüber dem Vorjahr.

Profitiert von diesem Kreditwachstum haben die Bereiche Wohnungsunternehmen, Telekom/Beratung/Werbung und Maschinenbau/Auto. Sieh an. Der Autobranche geht es mehr als schlecht. Aber man greift vermehrt zu Krediten, vor allem zu kurz laufenden! Spötter würden jetzt sagen: Die Zinsen sinken ja immer weiter. Also finanzieren die großen Konzerne ihre Aktienrückkäufe weniger über erwirtschaftete Gewinne, sondern über Kredite mit extrem niedrigen Zinssätzen.

Und was sagt der DB-Report dazu, dass gerade jetzt, wo die Industrie in der Rezession steckt, gerade Maschinen- und Autobauer kräftig neue kurz laufende Kredite aufnehmen? Dies sei ein Warnsignal. Daran erkenne man ein Cashflow-Problem. Vor allem viele kleinere Unternehmen und Zulieferer bekämen die schon seit einem Jahr andauernden Schwierigkeiten der Autobranche zunehmend zu spüren. Gleichzeitig spiegele sich darin ein Stück weit die Zweiteilung der Realwirtschaft in einen immer noch robusten Dienstleistungssektor und eine in der Rezession steckende, exportabhängige Industrie wider.

Aber auf alle Unternehmen bezogen kann man auch sagen: Warum eigentlich nicht? Warum nicht in einer Konjunkturschwäche verstärkt Kredite aufnehmen? Denn die Zinsbelastung ist gegenüber 2018 ja weiter gefallen, wie der Report auf Seite 5 in Zins-Grafiken darlegt. Das Zinsniveau erreichte genauer gesagt in manchen Segmenten neue Allzeittiefs. Von März bis Juni hätten die Banken mit Vorschau auf die weiter sinkenden EZB-Zinsen ihre Zinsen für Kredite an Unternehmen weiter gesenkt. Kredite mit einer Zinsbindung von mehr als fünf Jahren erreichten neue Rekordtiefs von bis zu 1,4%. Kredite mit weniger als fünf Jahren Zinsbindung erreichten Rekordtiefs von 1,6%.

Was ja auch schon von FMW und vielen anderen Beobachtern besprochen wurde: Ein mit Geld überschwemmter Kreditmarkt spült auch ordentlich Geld in die Kassen von Zombie-Unternehmen. Also solche Unternehmen, die in einem gesunden Zinsumfeld gar nicht in der Lage wären die Zinsbelastung für die Kredite aus Erträgen des laufenden Geschäftsbetriebs zu erwirtschaften. Aber bei quasi Nullzinsen, da darf jeder mal kräftig zulangen. Übrigens: In der Eurozone als Ganzes ist sind die Kredite an Unternehmen außerhalb der Finanzbranche im Jahresvergleich um 2,4% gewachsen, was so hoch ist wie seit zehn Jahren nicht mehr.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    frank

    20. September 2019 11:49 at 11:49

    Genau das ist doch das Ziel der lockeren Geldpolitik. Kreditvergabe das Wachstum erzeugt. Unternehmen bauen, kaufen, investieren. Endlich fruchte es.

  2. Avatar

    koch

    20. September 2019 15:50 at 15:50

    Hallo,Frank.Endlich fruchtet es!Wieso,weshalb,warum?(wer nicht fragt bleibt dumm!)Was fruchtet und was ist „lockere Geldpolitik“? Kredite ohne Ende zum Nullzins für Wachstum in „Friday for Future-Zeiten“?Was soll wachsen?Die Weltbevölkerung,der Ressourcenverbrauch oder die schier endlose menschliche Dummmheit? In unserer gar nicht mal so kleinen(in der Auflagenstärke),Lokalzeitung sind auch etliche Profi-Leserbriefschreiber.welche oft aufzählen,was zur Zeit Sache ist.Habe ich den ellenlangen Beitrag aber durchgelesen,frage ich mich oft:Wo sind die Lösungen,bzw.Ansätze dazu?P.s.Das Geldsystem gibt es ja wohl schon einige Jahrhundert,wenn nicht sogar Jahrtausende.Warum waren die da Vincis,Keplers,Newtons und beinahe unzählig andere mehr nicht in der Lage ihre Finanzsituation zu paradisieren,wie wir es scheinbar heute können?Schulden,wen juckts,Geld,.immer und überall in ausreichender Menge da,ultralockere Geldpolitik,QE bis der Arzt kommt-Wir sind alle Dagoberts!Nicht nur ich-der geborene Nihilist fragt sich immer häufiger.Wo ist der Haken,der mich zur Beute macht?

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Aktien

Shortsqueeze: Shortselling – so gefährlich wie selten zuvor!

Junge Trader handeln Aktien mit einer hohen Shortquote – und bringen Hedgefunds durch einen Shortsqueeze an den Rand des Abgrunds!

Wolfgang Müller

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Es war die Meldung des gestrigen Tages an der Wall Street: Der Hedgefonds Melvin Capital hat sein Engagement bei GameStop beendet, damit seine leerverkauften Aktien zurückgekauft, als Opfer eines Shortsqueeze hat Melvin Capital gewaltige Verluste eingefahren.

Sicherlich das Extrem in einer Entwicklung, die aber schon längere Zeit zu beobachten ist. Wetten auf fallende Kurse – Shortselling – sind derzeit gefährlicher denn je! Ein Überblick über das Coronajahr 2020 offenbart ein Fiasko.

Shortsqueeze: Eine Idee macht Schule

GameStop ist kein Einzelfall. Die jungen Trader der Generation RobinHood haben aus ihren Erfolgen anscheinend den Schluss gezogen, dass man bei Aktien mit einer hohen Shortquote sehr leicht Gewinne einfahren kann – durch einen Shortsqueeze, der Leerverkäufer zu Eindeckungskäufen zwingt. Durch organisierte Käufe von Aktien und Optionen, die die Shortseller unter Druck bringen. Diese müssen ihre Positionen schließen, sprich die Aktien kaufen und die Spirale dreht sich weiter nach oben. So realisiert beim Kinobetreiber AMC Entertainment oder beim Einzelhändler Bed Bath & Beyond. Der Name für das Spiel heißt Shortsqueeze, ein Begriff, der bei Google im Januar mit dem Faktor 15 nachgefragt wurde und dreimal so oft, wie beim bisherigen Hoch.

Generation Z oder doch Y?

Vermutlich Letztere, denn die unter 25-Jährigen haben wohl mehr mit ihren Studentenkrediten zu tun, von denen viele unter Wasser stehen. Das Durchschnittsalter der 13 Millionen RobinHooder ist zuletzt leicht über 31 Jahre gestiegen, entsprechend dem Median der Generation Y. Da die durchschnittliche Depotgröße vor Kurzem noch bei unter 5000 Dollar lag, bedeutet, dass es schon großer konzertierten Aktionen bedarf, um Marktbewegungen auszulösen. Deshalb auch das große Interesse an Pennystocks und Werten mit einer kleinen Marktkapitalisierung. Bei einer über 3000 Dollar schweren Amazon-Aktie wird man mit diesen Depotgrößen nicht so viel ausrichten, ist ein Shortsqueeze viel schwieriger in Gang zu setzen.

Die Verluste der Shortseller

Wie oft hatte der Finanzdienstleister S3 im letzten Jahr über die Höhe der Shortquote bei Tesla berichtet? Ein ständiger Quell für Kursanstiege, weil es dem Marketingtalent Elon Musk immer wieder gelungen war, seine Fangemeinde zu begeistern. Seine Wut auf die Shortseller hatte ihn vor zwei Jahren fast um seinen CEO-Posten gebracht. Hat er vielleicht die Gelegenheit genutzt, um sich mit seinen Twitter-Botschaften (GameStonk u.a.) verspätet zu rächen? Jedenfalls haben Shortseller im Jahr 2020 mit Tesla 40 Milliarden Dollar Verlust eingefahren, der höchste Verlust, der je mit einem US-Unternehmen erzielt wurde. Das war der bisher größte Shortsqueeze aller Zeiten!

Auf den nächsten Plätzen in der Rangliste Apple (-6,7 Mrd.), Amazon (-5,78 Mrd.), Pinduodo (-4,74 Mrd.) und Square (.4,70 Mrd. Dollar).

Insgesamt kommt S3 Partners auf Verluste in Höhe von 240 Milliarden Dollar.

Bescheiden hingegen die Gewinne der Shorties: Exxon Mobile (1,29 Mrd.), AT&T (1,26 Mrd.) und Raytheon (1,20 Mrd. Dollar). Da war in Deutschland bei einer Wirecard vermutlich mehr zu holen.

Für einige Hedgefonds wurde es durch die Aktionen der Bubble-Boomer, wie FMW sie bezeichnet, so richtig gefährlich. Hedgefonds mussten sich gegenseitig helfen, um eine gigantische Pleite zu verhindern. Citadel und Point72 Asset Management sahen sich gezwungen, 2,75 Milliarden Dollar in Melvin Capital Management zu investieren, um das Schlimmste abzuwehren.

Bloomberg berichtet, dass Melvin Capital mit seinen aggressiven Strategien seit 2014 durchschnittlich 30 Prozent Rendite erwirtschaften konnte. Zu Beginn des Jahres war es noch ein verwaltetes Vermögen von 12,5 Milliarden Dollar, der Verlust der letzten Tage wird auf ebenso 30 Prozent geschätzt.

Was man auch nicht vergessen sollte: Von den bis zu 10.000 Hedgefonds, die es weltweit gibt, gehen jährlich Hunderte pleite, die aggressive Strategien fahren, die ihnen immer wieder auf die Füße fallen. Über die redet keiner, wenn es um die Bilanz der Superfonds geht, die bis zu 20 Prozent Gewinnbeteiligung verlangen konnten – die so genannten versunkenen Geheimnisse. Und in diesen Zeiten geht man einfach besonders risikoreich zu Werke. Short-Strategien, mit über 100 Prozent der verfügbaren Aktien (durch naked shortselling – oder ungedeckte Leerverkäufe) – es ist ein Spiel mit dem Feuer, welches mitunter durch einen Shortsqueeze gewaltige Verluste produziert.

Fazit

Das Finanzkonstrukt Leerverkauf ist nicht nur durch die Sondersituation Corona sehr riskant geworden. Die gemeinsamen Aktionen der Jungen Zocker hat eine große Dimension erreicht, die aber bald die Aufsichtsbehörden auf den Plan rufen wird. Es handelt sich bei organisierten Aktionen, einen Shortsqueeze auszulösen, schlichtweg um Marktmanipulation. Bei aller Verwunderung über die Kursexplosion und den explosiven Anstieg von GameStop im Januar von über 1000 Prozent: es geht bei diesem Nebenwert „nur“ um eine Marktkapitalisierung von 10 Milliarden Dollar.

Der S&P 500 hat eine Marktbewertung von 33.000 Milliarden Dollar und richtig marktbewegend sind natürlich Kursveränderungen von Tesla oder Facebook, wie zum Beispiel um 5 Prozent nach den gestrigen Zahlen nachbörslich. Nur fünf Prozent, aber bereits eine Veränderung um 75 Milliarden Dollar. Wie bereits dargestellt, die große Korrektur dürfte von den Big Seven ausgehen, die allein das Doppelte auf die Waage bringen, als alle Aktien im Russel 2000 zusammen.

Shortseller leben aktuell gefährlicher denn je - es droht der Shortsqueeze!

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Ein Wunder? Gewerbeumsätze deutlich besser als im Frühjahr 2020

Claudio Kummerfeld

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Qualmende Schornsteine

Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie sind im zweiten Lockdown, die Umsätze brechen dramatisch ein. Nur die Industrie glänzt. Millionen von Solo-Selbständigen sind beruflich und finanziell womöglich am Ende, oder kurz davor. Dennoch präsentiert das Statistische Bundesamt heute mehr als glänzende Zahlen für die Gerwerbeumsätze in Deutschland, basierend auf den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen an die Finanzämter. Warum es eine Verzerrung der Realität sein kann? Nun, viele Betriebe melden nur quartalsweise, und gerade kleine Selbständige mit wenigen Einnahmen reichen gar keine Umsatzsteuermeldungen ein, weil sie gar nicht umsatzsteuerpflichtig sind. Die staatlichen Statistiker definieren die „gewerbliche Wirtschaft“ mit den Branchen Industrie, Energie- und Wasserversorgung, Bau, Gastgewerbe sowie Handel und Dienstleistungen.“ Also so ziemlich alles.

Laut aktueller Aussage des Statistischen Bundesamts ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland im Dezember 2020 trotz erneutem Lockdown gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen, nämlich um 5,1 Prozent. Seit dem Tiefpunkt im April 2020 ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft kontinuierlich angestiegen und liegt im Dezember 2020 nun 6,6 Prozent höher als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Mit reichlich Sarkasmus könnte man nur anhand dieser Zahlen glatt sagen: Sämtliche Hilfs- und Stützungsmaßnahmen für Wirtschaft, Selbständige und Beschäftigte kann der Staat sofort einstellen, denn es läuft ja deutlich besser als Anfang 2020. Aber die Realität ist (abgesehen von der Industrie) eine andere. Man schaue nur welche Ladenketten jetzt schon platt sind, und wer im Bekanntenkreis finanziell und beruflich ruiniert ist, oder kurz davor steht.

Aber zurück zu den offiziellen Zahlen. Die Grafik zeigt die Gewerbeumsätze seit dem Jahr 2015. Für Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Coronakrise, sehen wir einen Indexwert von 132,5, und im Tief im April einen Wert von 109,3. Jetzt sehen wir für Dezember einen Wert von 141,3. Also, alles bestens? Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt bei der Commerzbank, hat aktuell auch noch einen Hinweis, warum es im Dezember so gut aussieht:

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Grafik zeigt Gewerbeumsätze seit 2015

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Aktien

BaFin: Mitarbeiter wegen mutmaßlichen Insiderhandels in Wirecard-Aktien angezeigt

Claudio Kummerfeld

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Die BaFin hat vor 20 Minuten eine Mitteilung veröffentlicht, wonach man einen Mitarbeiter angezeigt habe wegen mutmaßlichem Insider-Handel in Wirecard-Aktien im Juni 2020. Die Meldung können Sie gleich im Wortlaut lesen. Vorab eine Frage meinerseits: So eine Kontrolle oder auch Nachprüfung der Transaktionen der eigenen Mitarbeiter dauert länger als ein halbes Jahr? Was ist da bitte schön los im Hause BaFin? Schließlich war die Wirecard-Pleite und die zahlreichen Trades der eigenen Mitarbeiter ein mehr als besonderes Börsen-Ereignis. Hat man in Super-Zeitlupe geprüft? Hier die Meldung im Wortlaut:

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 27. Januar 2021 einen Mitarbeiter der Wertpapieraufsicht wegen des Verdachts des Insiderhandels bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart angezeigt. Der Beschäftigte hatte am 17. Juni 2020 strukturierte Produkte mit dem Basiswert Wirecard AG verkauft. Die Wirecard AG machte am 18. Juni 2020 öffentlich, dass über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro noch keine ausreichenden Prüfungsnachweise zu erlangen waren. Die Finanzaufsicht hatte den Verdacht im Rahmen ihrer Sonderauswertung entdeckt. Sie hat den Beschäftigten sofort freigestellt und ein Disziplinarverfahren eröffnet.

Die BaFin hat die Compliance-Regeln für die privaten Wertpapiergeschäfte ihrer Mitarbeiter Mitte Oktober 2020 verschärft. Spekulative Finanzgeschäfte, also das kurzfristige Handeln, beispielsweise mit derivativen Finanzinstrumenten oder Aktien, sind seitdem nicht mehr möglich.

Die BaFin-Zentrale in Bonn
Haupteingang bei der BaFin in Bonn. Foto: © BaFin

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