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Siemens: Quartalszahlen in Ordnung, Energie mit massiven Problemen, Gewinnprognose spürbar angehoben

Siemens hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,14 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 20,13). Wie bei vielen anderen Konzernen soll auch bei Siemens in diesem Quartal der negative Währungseffekt die Zahlen optisch verhageln. Zitat:

Negative Währungsumrechnungseffekte verminderten die Entwicklung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse um sieben beziehungsweise sechs Prozentpunkte; Portfoliotransaktionen wirkten mit jeweils sechs Prozentpunkten erhöhend.

Der Gewinn liegt bei 2 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,4). Zitat Siemens:
Gewinn nach Steuern betrug 2,0 Mrd. € und enthielt 0,7 Mrd. € aus Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten; unverwässertes Ergebnis je Aktie stieg auf 2,39 €, von 1,75 € im Q2 GJ 2017.

Der Auftragseingang liegt bei 22,3 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 22,7).

Der Umsatz im Bereich Energie bricht im Jahresvergleich von 4 auf 2,9 Milliarden Euro ein. Die Auftragseingänge gehen zurück von 3,8 auf 3,2 Milliarden Euro. Hier sieht man, dass Einschnitte beziehungsweise Anpassungen in dem Segment unvermeidlich sind.

Die Headline-Aussage von Siemens zu den Zahlen:

»Die meisten unserer Geschäfte, vor allem die digitalen Angebote, zeigten eine beeindruckende Stärke und konnten die strukturellen Herausforderungen der fossilen Energieerzeugung operativ mehr als ausgleichen. Mit der Anhebung der Jahresprognose demonstrieren wir unseren Anspruch an die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, den Strukturwandel zu meistern und die digitale Industrie zu gestalten«, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

Wichtig: Den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr (buchhalterisch ist schon das halbe Jahr rum) wird spürbar angehoben. Zitat Siemens:

Aufgrund der von uns erzielten starken Ergebnisse in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2018 erhöhen wir unsere Prognose für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) auf eine Bandbreite von 7,70 € bis 8,00 € gegenüber der bisherigen Bandbreite von 7,20 € bis 7,70 €, wie bisher ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung. Außerdem bestätigen wir unsere Erwartung eines leichten Wachstums der Umsatzerlöse (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte). Ferner gehen wir weiterhin davon aus, mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 im gesamten Geschäftsjahr zu erreichen. Wir erwarten nach wie vor eine Ergebnismarge von 11,0% bis 12,0% für unser Industrielles Geschäft, ebenfalls ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung.

Siemens

Siemens CEO und Aufsichtsrat
Siemens-CEO Joe Kaeser und der neue Aufsichtsratsvorsitzende Jim Hagemann Snabe. Foto: Siemens AG



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