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Sind Deutsche extrem politisch interessiert, oder einfach nur extrem unentspannt? Eine kurze oberflächliche Betrachtung

Es wird ja immer behauptet Amerikaner seien im Vergleich zu den Deutschen extrem oberflächlich, einfach gestrickt, politisch desinteressiert und so weiter. Man kann es aber auch genau andersrum…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es wird ja immer behauptet Amerikaner seien im Vergleich zu den Deutschen extrem oberflächlich, einfach gestrickt, politisch desinteressiert und so weiter. Man kann es aber auch genau andersrum betrachten. Sind die Amerikaner einfach viel entspannter, weil sie verstanden haben, dass die täglichen Entscheidungen ihrer gewählten Volksvertreter ihr Leben nur minimal oder überhaupt nicht verbessern werden? Der eine sieht es so, der andere so. Es ist wohl reine Ansichtssache.

Unser aller Indikdator heißt ja inzwischen Google. Wir leben, denken und suchen alles über Google. Daher weiß Google auch, was uns interessiert. Und wonach haben die US-Amerikaner in den letzten 24 Stunden am Häufigsten gegoogelt?

1)
Purple Line‬, ‪Chicago Transit Authority‬, ‪Red Line‬, ‪Howard‬, ‪Belmont (CTA)‬, ‪Edgewater‬‬

2)
‪‪Carrie Underwood‬, ‪Ludacris‬, ‪Super Bowl LII‬, ‪Brett James‬‬

3)
Clemson Tigers Footballteam‬, ‪North Carolina State University‬, ‪Atlantic Coast Conference‬, ‪NC State Wolfpack men’s basketball

4)
Nancy Pelosi‬, ‪Demokratische Partei‬, ‪Steny Hoyer‬, ‪Donald Trump‬, ‪Deferred Action for Childhood Arrivals‬‬

5)
Donald Trump‬, ‪Haiti‬‬

Na sieh an. Immerhin an fünfter Stelle kommt der aktuelle politische Aufreger rund um Donald Trumps angebliche höchstskandalöse Aussagen über Haiti und Afrika. Die Amerikaner interessieren sich mehr für den Super Bowl und Carrie Underwood (vereinfacht ausgedrückt). Und die ach so intellektuell überlegenen Deutschen? Ja, die scheinen ihre staatsbürgerliche Verantwortung zur politischen Bildung sogar beim Googeln mehr als ernst zu nehmen. Hier die aktuellen Google-Suchtrends aus Deutschland aus den letzten 24 Stunden.

1)
Nord Stream 2‬, ‪Angela Merkel‬, ‪Horst Seehofer‬, ‪Naturschutzbund Deutschland‬, ‪Unionsparteien‬, ‪WWF‬, ‪Martin Schulz‬

2)
Mannheim‬‬

3)
Ralf Stegner‬, ‪Christlich-Soziale Union in Bayern‬, ‪Sozialdemokratische Partei Deutschlands‬, ‪Berlin‬

4)
Sozialdemokratische Partei Deutschlands‬, ‪Deutschland‬, ‪Parität‬‬

5)
Attraktivität‬, ‪Sahra Wagenknecht‬, ‪Die Linke‬, ‪Sozialdemokratische Partei Deutschlands‬, ‪Christian Lindner‬

Weit und breit ist in den deutschen Suchtrends bei Google nichts zu sehen von Sachen wie „Bundesligastart“ oder „DSDS“. Ach Gott, sind wir eine gut informierte und politisch interessierte Nation. Der Deutsche googelt sogar extrem häufig nach Ralf Stegner… ein bisschen entspannter könnte man hierzulande doch sein, oder? Ein schönes Wochenende!


Der Reichstag in Berlin. Foto: Berthold Werner / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    m.d

    12. Januar 2018 18:00 at 18:00

    das geschriebene trifft den nagel auf den kopf. aber wirklich. :)
    take it easy german people. please

  2. Avatar

    Gerd

    12. Januar 2018 18:12 at 18:12

    Bestimmt sind wir Deutsche extrem unentspannt.
    Es wird uns auch (scheinbar) so einiges aufgebürdet, wenn man den Google-Suchalgo
    als Maßstab nimmt.

    Wie vervollständigt Google in seiner Suchfunktion die Eingabe der nachstehenden drei Wörter?
    „die deutschen sollen“

    Und warum macht Google das?

    • Avatar

      Michael

      13. Januar 2018 19:05 at 19:05

      @Gerd, Google berücksicht dabei erst einmal die eigenen individuellen Suchbegriffe und -gewohnheiten, die in Cookies, Caches, im Googlekonto oder sonstigen Techniken zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen abgelegt sind. Existieren diese bei vorsichtigen Benutzern nicht, was kaum möglich ist bzw. extreme und hoch regelmäßige Disziplin beim persönlichen Datenschutz erforderlich macht, greifen die statistisch zuletzt benutzten häufigsten bzw. in letzter Zeit „beliebstesten“ Suchen zu diesem Thema oder Begriffen. Und/oder die aufgerufenen automatischen Ergänzungen. Je mehr also diese geklickt werden, desto besser positioniert sind sie in Zukunft: http://www.mmnews.de/vermischtes/40682-google-deutsche-sollen-aussterben
      Das kann also je nach Benutzer oder Sicherheits-/Datenschutzeinstellung äußerst unterschiedlich sein, wie Google die drei Wörter ergänzt.
      Was erscheint denn z. B. bei Ihnen? Bei mir auf meinem Hochsicherheits-Paranoia-Datenschutz-PC-Monster ;) sind es (in dieser Reihenfolge) „weniger Fleisch essen“, etwas mit Handelsüberschuss, europäischer Arbeitslosenversicherung, dann „aussterben“, dann „arabisch lernen“.
      Auf einem anderen Rechner der weniger paranoiden Familienmitglieder steht erst einmal das Thema „aussterben“, dann die anderen in zu oben veränderter Reihenfolge.

  3. Avatar

    vier säulen system

    12. Januar 2018 18:14 at 18:14

    Dass ich nicht vorsichtig schmunzeln muss…
    Man sieht es seit 12 Jahren,wer die Altparteien immer wieder waehlt!
    ARD/ZDF sorgt fuer Politik in dt. Wohnzimmern…
    Es wundert mich immer noch,dass man bei uns von einer Demokratie spricht!
    Wers immer noch nicht schnallt,Geld regiert den Planeten!
    Wir haben eine Bananenpolitik,die einzigartig auf der Welt ist….
    Im Finanzwesen,ist der Schlaf-Michl,so gut wie nicht informiert…

  4. Avatar

    m.d

    12. Januar 2018 18:54 at 18:54

    sieht ihr hier der beweis. ihr denkt schon wieder politisch. :)
    wir müssen als gesellschaft viel lockerer werden.
    anstatt dessen lieben wir es aus ner maus ein elafantengroßes problem zu machen.
    manchmal meine ich schon bei meinen freunden ich muss denen einen groschen oben in den kopf reinschmeissen damit sie endlich mal lächeln. aber da hat der liebe gott den schlitz vergessen. :)
    ach ist das leben nicht schön :)

  5. Avatar

    Paul

    12. Januar 2018 18:59 at 18:59

    Empfehlung..,wer sich fuer Gold entscheidet,soll es im Bankschliessfach deponieren!!
    Da muss ich nichts mehr hinzufuegen …
    Besser gleich beim Finanzamt bunkern!
    https://www.wallstreet-online.de/video/10195616-goldrausch-leichter-anstieg-minenbetreiber-gefragt

  6. Avatar

    Dreamtimer

    13. Januar 2018 05:29 at 05:29

    Die Deutschen müssen sich v.a. mit den Amerikanern vergleichen, etwas, dass diesen umgekehrt nicht im Traum einfallen würde.

    Deutschland ist eine auf Dauer gestellte Identitätskrise, ob geteilt oder vereint, spielt dabei keine Rolle. Damit diese Krise heftig ausbricht, braucht es keinen äußeren Anlass. Wer sich um permanente Selbstaufhebung in etwas Größeres und Anderes bemüht, der blickt nicht entspannt auf sich und die Welt. Sarrazin hatte weiland natürlich Recht damit, dass Deutschland sich abschafft, nur ist dieser Wille zur Selbstabschaffung und Selbsttranszendenz, der Mangel an Gelassenheit im Umgang mit dem Leben, dem Universum und Allem auch der kreative Motor der Deutschen, etwas, dass sie auch dann noch verrückt und gefährlich erscheinen lässt, wenn sie sich fast vollständig ihrer Armee entledigt haben. Wenn ihnen der Untergang diesmal nicht mit dem grünen Ticket gelingt, mit Entgrenzung, Windmühlen, Pazifismus und Masseneinwanderung von Kulturfremden, dann wird ihnen in einer Generation wieder etwas neues einfallen, dass sie ihrem Ziel näher bringt.

    Gott hat sich sicher bei all dem etwas gedacht. Ich bin kein Pessimist: sie schaffen es nicht. The show will go on.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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