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Donald Trump als Boomfaktor für die US-Wirtschaft und die Wall Street? Nicht wirklich..

Ist es so – wie Donald Trump selbst meint – dass die US-Börsen wegen ihm so stark steigen und die US-Wirtschaft floriert? Über FANG-Aktien, die Fed, die US-Steuerrform und natürlich „The Donald“..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ist es so, wie Donald Trump selbst meint, dass die US-Börsen wegen ihm so stark steigen und die US-Wirtschaft floriert? Gestern sagte Trump, als er bekannt gab, sich einem Gesundheitstest zu entziehen, dass er mit absoluter Sicherheit erwarte, dass dieser Test in jeder Hinsicht positiv ausfalle – wenn nicht, so der US-Präsident, dann hätten die Börsen ein Problem! Trump setzt also seinen Geusndheitszustand gleich mit der Rally bei den US-Indizes!

Florian Homm aber stellt die Frage: was hat die Rally an der Wall Street mit Trump zu tun? Nicht viel, meint Homm, das liege vielmehr an der bisherigen Politik der Fed sowie an der Rally bei den US-Tech-Giganten wie Facebook, Google und Amazon (Trump schlägt übrigens immer wieder eine „Internet-Steuer“ für Amazon vor, wohl weil er damit Jeff Bezos treffen will, dem die Trump-kritische „Washington Post“ gehört).


Trump unterschreibt die Executive Order 13769 im Pentagon mit Vize-Präsident Mike Pence und Secretary of Defense James Mattis am 27. January 2017
Foto: gemeinfrei

A propos Fed: wie von uns berichtet, hat William Dudley von der New York Fed eine sehr klare Warnung formuliert mit seinen Aussagen, die US-Wirtschaft sei in Gefahr zu überhitzen und die Asset-Preise seien sehr hoch, weswegen man möglicherweise stärker auf die Bremse treten müsse seitens der Fed (siehe „Fed-Dudley: Warnung vor Überhitzung der Wirtschaft sowie abgehobenen Marktpreisen, und warum das kein Problem sein soll“).

Aber die Märkte ignorieren diese Warnungen vollkommen – und bringen die Fed damit in Zugzwang, damit es die Märkte endlich kapieren, wie Wolf Richter brilliant zusammen faßt:

“It was a shot before the bow — one of many — for the markets to start paying attention to the Fed (..). Monetary policies have no impact unless markets believe in them, react to them and thus effectively implement them (..). If I read Dudley’s words correctly, he is worried that markets will fall in line too late, and only after the Fed has fired some big guns to get their attention, and then it might happen all at once.”

Aber zurück zu Trump, der US-Wirtschaft und der Rally an der Wall Street – hören wir dazu Florian Homm:

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marko

    12. Januar 2018 20:02 at 20:02

    „Nicht viel, meint Homm, das liege vielmehr an der bisherigen Politik der Fed sowie an der Rally bei den US-Tech-Giganten wie Facebook, Google und Amazon (Trump schlägt übrigens immer wieder eine „Internet-Steuer“ für Amazon vor, wohl weil er damit Jeff Bezos treffen will, dem die Trump-kritische „Washington Post“ gehört).“

    Bei allem nötigen Respekt an Euch Bären, die FED, als die mächtigste Notenbank der Welt ?

    Echt verrückt, die Rolle hat längst die EZB übernommen, die EZB kann es sich leisten, NICHT zu REAGIEREN ! :D – und dies bist heute !?!! Das muss man sich mal vorstellen !

    Na klar, die Tech-Werte „retten“ die Amis… Aber ehrlich, Markus ? Die Verzweifellung der Bären greift um sich ? Florian Homm ????

  2. Avatar

    Marko

    12. Januar 2018 20:12 at 20:12

    Donald Trump diese NULL ist natürlich kein „Boomfaktor“ – er hat eben Glück gehabt, dass der Markt immer noch (!) im Aufwärtstrend ist, was logisch ist !

    zudem hat er einen hervorragenden Wahlkampf geführt, und der versammelten
    (Politik-)- Konkurrenz die Rücklichter gezeigt.

    Ja, Wahlkampf gewinnen , meinen Respekt, trotzdem ist die reale Politik eine andere Sache…

    Mauerbau zu Mexiko ja ja, also bei dem Donald muss ich ehrlich sagen : unsere „Mutti“ ist mir lieber… ;)

  3. Avatar

    Marko

    12. Januar 2018 20:23 at 20:23

    Jetzt zitiere ich mich :

    „Bei allem nötigen Respekt an Euch Bären, die FED, als die mächtigste Notenbank der Welt ?
    Echt verrückt, die Rolle hat längst die EZB übernommen, die EZB kann es sich leisten, NICHT zu REAGIEREN ! “

    Wenn dem so nicht wäre, stünde der EUR/USD garantiert nicht bei 1,21 oder noch höher ?

    Normalerweise haben die Notenbanken/- die Anleihenmärkte was zu sagen ?

    Das sind Welten ! Natürlich könnte man dies auch als ein Mißtrauensvotum gegenüber der amerikanischen Regierung sehen ?

  4. Avatar

    Marko

    12. Januar 2018 20:46 at 20:46

    Und Ihr müsst Euch nochmal Eines vorstellen : Die Amis erhöhen die Zinsen (zu 0,25 %) je Quartal, so wie von mir vorausgesagt, und die EZB reagiert immer noch nicht (!!!)

    Dies ist die allgemeine Vorstellung der „Marktanalysten“ !!!

    Fakt ist , dass wir dann noch eine größere Zinsdifferenz zwischen den beiden größten Währungen der Welt sehen würden

    Sollte dann der USD noch weiter verlieren….

    Mein lieber Herr Gesangsverein… :D :D

  5. Avatar

    Marko

    12. Januar 2018 21:42 at 21:42

    Beim EUR / USD als nächstes Ziel ca. 1,28 – 1,32, sollte die EZB so weiter machen…

    – 1,20 klar durchbrochen. 1,30 als eine „runde“ Zahl, „runde Zahlen“ – das gefällt uns Menschen..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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