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Snap-Aktie gefangen zwischen Analysten und Facebook? Neue Attacke auf das Kerngeschäft

Mit der Snap-Aktie weiß man derzeit kaum so richtig was anzufangen. Seit dem IPO vor einem Monat hagelte es negative Analysten-Einstufungen. Gestern dann nach einer Wartefrist für Konsortialbanken…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Mit der Snap-Aktie weiß man derzeit kaum so richtig was anzufangen. Seit dem IPO vor einem Monat hagelte es negative Analysten-Einstufungen. Gestern dann nach einer Wartefrist für Konsortialbanken äußersten diese sich zahlreich zur Snap-Aktie, und das überwiegend sehr sehr sehr positiv. So legte die Aktie gestern auch 4,79% zu.

Heute gibt es aber eine schlechte Nachricht für Snapchat. Jeder weiß inzwischen, dass Facebook schamlos die sehr angesagten Funktionen von Snapchat kopierte. Bislang hatte man vor allem die Funktion der Medieninhalte, die nach kurzer Zeit komplett verschwinden, von Snapchat übernommen und in seinen Tochterdienst Instagram integriert. Jetzt aber hat Facebook die „Stories“ auch im „Hauptdienst Facebook“ eingeführt für seine Handynutzer. Damit greift man nun frontal mit seiner Hauptmarke die Hauptfunktion von Snapchat an.

Es wird spannend sein zu sehen, ob nach ein oder zwei Quartalen die Userzahlen bei Snapchat diesem Angriff standhalten. Denn ein jugendlicher Snapchat-Nutzer, der interessiert sich gewiss nicht für Quartalszahlen von Snap, und auch nicht für die „Treue des Users“ zum Anbieter. Der jugendliche User will nur schnell und einfach Medienkonsum erleben – richtig? Und warum waren wohl gut 150 Millionen User bei Snap? Weil sie diese tolle Funktion bei Facebook bislang nicht vorgefunden hatten.

Bis jetzt. Nach 24 Stunden verschwinden die „Facebook Stories“ wieder. Der User braucht für dieses Tool auf seinem Handy also nicht mehr auf die App von Snapchat oder Instagram ausweichen. Hat er nur einen Facebook-Account, wo ja gefühlt jeder Mensch auf diesem Planeten online ist, wäre es am Bequemsten auch dort diese Funktion zu nutzen. Das wird der wahre Test für Snap sein. Kann die Firma das überleben? Oder wird man sogar etwas ganz Neues auf den Markt bringen, womit man sich erneut einen Vorsprung zu Facebook verschafft?

Das Technik-Nerd-Fachportal The Verge titelt hierzu ganz frisch vor einer Stunde:

„Facebook launches stories to complete its all-out assault on Snapchat“

Bei der Snap-Aktie bleibt es auf jeden Fall spannend! Übrigens: Heute verliert die Snap-Aktie zum Handelsstart ganz aktuell 3,8%.

Hier auszugsweise von „The Verge“:

Whatever you think of Facebook stories, there’s every reason to believe it will succeed. The company is so large that its features often seem to succeed by default — Facebook’s “save for later” button, a halfhearted competitor to Pocket and Instagram, last year reached an astounding 250 million users a month. When Facebook says that the camera will be at the center of our communication in the future, we should take it seriously — in part because by its sheer scale, the company can simply decide that the camera is the future.

Still, doubts creep in. When you go to share a story using the new Facebook camera, the default suggested place to share is the regular, permanent News Feed — a product decision that seems to undermine the entire point of a wild and wacky camera built to encourage ephemeral sharing. It underscores the idea that Facebook has little understanding of what drives us to share outside what its endless Excel spreadsheets of data suggest — an idea reinforced by a moment Monday when a company art director told reporters that a promotional Minions filter was created “to really celebrate fandom and create community around entertainment vehicles that people celebrate together.” (The filter is an advertisement.)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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