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SNAP-Konsortialbanken dürfen die Aktie erstmals öffentlich einstufen: Rauf damit, rauf, rauf!

Ja, rauf, rauf, rauf, höhere Kurse bitte! Endlich nach einer 25-tägigen Schweigepflicht aufgrund der Teilnahme am Börsengang von Snap Inc (Snapchat-Muttergesellschaft / Tickersymbol SNAP) haben sich nun diverse...

FMW-Redaktion

Ja, rauf, rauf, rauf, höhere Kurse bitte! Endlich nach einer 25-tägigen Schweigepflicht aufgrund der Teilnahme am Börsengang von Snap Inc (Snapchat-Muttergesellschaft / Tickersymbol SNAP) haben sich nun diverse große US-Investmentbanken erstmals mit ihrer Einstufung zur Aktie geäußert. Merkwürdig dabei ist: Die bisherigen Einstufungen von Banken, die nicht am Börsengang von Snap teilnahmen und daher bereits Einstufungen veröffentlichen durften, fielen dramatisch negativ aus. Die Bewertung überzogen, die Aussichten schlecht, Facebook kopiere schamlos die Ideen und nehmen Snapchat die Kunden weg. Ganz zu schweigen von der Kritik, dass nur stimmrechtslose Vorzugsaktien ausgegeben wurden.

Aber jetzt kommen die großen und vertriebssstarken Konsortialbanken von SNAP mit ihren vermeintlich seriösen Namen. Goldman Sachs und Citi stufen die Aktie ein als „Kauf“ mit einem Kursziel von 27 Dollar. Freitag Abend noch lag der Kurs mit 22,74 Dollar, also unter der Erstnotiz von 24 Dollar. Man war aber bereits auf dem Weg abwärts Richtung Emissionskurs bei 17 Dollar, und lag schon unter 19. Dann letzte Woche die Kehrtwende. Komischerweise genau kurz vor dem Ablauf der Schweigefrist für die Konsortialbanken. Hat da etwa irgendwer irgendwas gewusst? Nein, wir wollen nicht wild rumspekulieren.

Es mag sein, dass einfach viele Zocker darauf gehofft haben, dass wie heute geschehen die Konsortial-Teilnehmer durchweg „ihr Schäfchen“ ins rechte Licht rücken. Vielleicht hockt man auch noch auf Beständen, die man möglichst zu hohen Kursen losschlagen will? Wie auch immer. Morgan Stanley verkündet sogar als Einstufung „Übergewichten“ mit Kursziel 28 Dollar. Credit Suisse und Jefferies verkünden sogar das wohl klingende „Outperform“ und „Buy“ mit Kursziel 30 Dollar.

Den Bock abschießen tut aktuell die RBC mit „Outperform“ und Kursziel 31 Dollar. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen, wenn all diese „unabhängigen“ Experten das sagen? Von den großen Namen hört man heute nur die UBS mit leisen Tönen. Man vergibt ein „Neutral“ mit Kursziel 24 Dollar. Aber abgesehen davon heißt es heute gemäß all dieser tollen Kursziele: Rauf, rauf mit dem Kurs, ihr müsst kaufen Leute! Wir können uns dieser Euphorie wie schon mehrmals dargelegt nicht anschließen, aber wir sind ja auch keine Investmentexperten an der Wall Street.

Morgan Stanley zum Beispiel sagt aktuell, dass man daran glaube, dass Snap es schaffen werde die sehr aktiven täglichen User von Snapchat zu „monetarisieren“. RBC sagt Snap sei ein Innovationsanführer, für Kunden wie auch Werbetreibende. Jefferies sagt Snap habe alles was man braucht um ein robustes Werbegeschäft aufzubauen. Neben 6 Verkäufen und 11 neutralen Bewertungen gibt es für Snap jetzt 12 Kauf-Empfehlungen, wenn man die ganz frischen Einstufungen mit dazu rechnet. Und die dürften wohl vor allem aufgrund der „großen Namen“ wie Goldman, Morgan Stanley, Citi und Co etwas bewirken. So notiert die Aktie jetzt kurz vor Handelsstart vorbörslich mit einem Plus von 3,87%.

Alles eine Frage des Glaubens?


Die Snap-Aktie seit Anfang März mit ihrer Erstnotiz.



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1 Kommentar

  1. Analysten eben. Wie sagte Buffett doch mal so treffend: „Wer sich nach den Tipps von Brokern richtet, kann auch seinen Friseur fragen, ob er einen neuen Haarschnitt empfiehlt.“

    Außerdem wird es interessant wenn bei Snap die Lock-Up Frist abläuft, was merkwürdigerweise in knapp einem Jahr erst der Fall sein wird. Danach dürften Insider ordentlich Papiere auf den Markt werfen.

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