Folgen Sie uns

Allgemein

Softbank ist mit und ohne VisionFund auf der Verlierer-Schiene!

Avatar

Veröffentlicht

am

Vielleicht haben Sie bereits von Softbank gehört? Produkte des Unternehmens konsumieren Europäer eher selten. Gleichwohl könnten Sie als Anleger die Auswirkungen der Softbank-Investitionen zu spüren bekommen. Im Guten wie im Schlechten. Zeit, einmal das japanische Unternehmen näher zu beleuchten, das die Startup Kultur im Silicon Valley vielleicht wie kein zweites Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren beeinflusste.

Der Name Softbank suggeriert, wir würden es mit einer Bank zu tun haben. Dabei ist Softbank als Distributor von Software gestartet. Ein Jahr nach der Gründung expandierte das Unternehmen ins Mediengeschäft und legte eigene Computermagazine auf. Im schnell wachsenden Segment der Computer-Literatur wurde Softbank binnen weniger Jahre zu einem Milliardenkonzern. Bereits 1994 wurde das Unternehmen beim Börsengang mit 3 Milliarden Euro bewertet.

Softbank hatte Glück mit den ersten Dotcom-Investitionen

Einen enormen Wachstumsschub bekam Softbank jedoch mit der Verbreitung des Internets, auf das der Gründer und bis heute als Vorstandsvorsitzender fungierende Masayoshi Son bereits frühzeitig setzte. So baute man Yahoo Japan auf und investierte im Jahr 2000 kleine 20 Millionen US-Dollar in Alibaba, die sich binnen 14 Jahren zu einem Gewinn von 60 Milliarden US-Dollar aufbauten. Alibaba ist heute verantwortlich für den größten Teil der Gewinne von Softbank, obwohl es nur einen kleinen Teil der Investitionen ausmacht. Denn inzwischen ist Softbank ein diversifizierter Mischkonzern, der neben Mobilfunk, Medien und Finanzdienstleistungen auch im Ökostrombusiness aktiv ist.

Der Halbjahresumsatz beträgt inzwischen rund 38 Milliarden Euro. Weltweit bekannt wurde Softbank jedoch vor allem durch seinen VisionFund, einem 99 Milliarden US-Dollar schweren Investmentfonds, den Softbank zusammen mit dem saudischen Staatsfonds PIF auflegte. 27 Milliarden US-Dollar eigenen Geldes packte Softbank in den Fonds, weitere 45 Milliarden kamen aus Saudi-Arabien, der Rest von anderen Investoren. Angestachelt von den frühen Investmenterfolgen in der Internet-Ära begann Softbank sofort, international Startups mit hunderten bis tausenden Millionen US-Dollar an Wagniskapital zu überhäufen.

WeWork, die hinter wirkaufendeinauto.de stehende Auto1 Gruppe aus Berlin, Pizzabäcker, die Pizzas mit Robotern herstellen wollten, Uber… im VisionFund ist jede noch so verrückte Idee vertreten und dank Softbanks Investment oft mit absurden Bewertungen versehen. Softbanks Idee ist es, Startups mit soviel Kapital auszustatten, dass potentielle, weniger gut finanzierte Konkurrenten von sich aus aufgeben. Klappen tut das bisher jedoch nicht. Viele Investments des Fonds gingen nicht auf. Spektakulärstes Beispiel ist WeWork, das binnen weniger Wochen vom potentiellen 47 Milliarden US-Dollar Börsengang zum Pleitekandidaten mutierte.

VisionFund brachte erst schnell viel Geld, jetzt aber vor allem Probleme

Für Softbank ist der VisionFund Glück und Bürde zugleich. Glück ist er, weil er dank der üppigen Provisionen von rund 3 Milliarden US-Dollar im Jahr viel Geld ins Unternehmen spülte. Eine Bürde ist er, weil die von Masayoshi Son getätigten Investitionen oft nur Luftschlösser darstellen. Der Trick dabei ist: Softbank steigt in ein Startup ein. Später wird der Anteil aufgestockt, wobei der neue Anteil zu einem höheren rechnerischen Kurs gekauft wird als der erste. Dadurch kann Softbank behaupten, das Startup sei jetzt mehr wert, was den Buchwert des zuerst gekauften Anteils erhöht.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen

Seiten: 1 2

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Aktuell: Galeria Karstadt Kaufhof schützt sich vor Gläubigern – was sagt uns das?

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Galeria Kaufhof Karstadt ist noch nicht offiziell insolvent

Galeria Karstadt Kaufhof war auch vor der Coronakrise seit Jahren nicht gerade auf Rosen gebettet. Und nun machte man das, was H&M, Adidas und Co auch gemacht haben – nämlich erst mal die Mieten aussetzen. Und nun? Der nächste logische Schritt wäre es eine der Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung zu nutzen, um mit dieser bereitgestellten Liquidität durch die Krise zu kommen.

Aber wie Aussagen von Galeria Karstadt Kaufhof in aktuellen Berichten (siehe SPON) nahe legen, scheint es für das Unternehmen gar nicht so einfach zu sein an Staatskredite zu kommen. Zwar habe man sich in den vergangenen Wochen bereits um staatliche Hilfen bemüht. Doch habe sich eine Einigung mit den Banken schwieriger als erhofft erwiesen. Der Prozess, in dem die Banken eine entscheidende Rolle spielen (Ausfallgarantie nur zu 90% von KfW), sei bürokratisch und koste wertvolle Zeit. Nun habe man nicht mehr länger warten können, und hat jetzt beim Amtsgericht Essen ein sogenanntes „Schutzschirmverfahren“ beantragt, was auch genehmigt wurde.

Damit kann Galeria Karstadt Kaufhof sich vor dem Zugriff von Gläubigern schützen, muss aber offiziell noch keine Insolvenz anmelden. Aber es riecht doch verdammt stark nach einer dramatischen Situation. Die Geschäftsführung des Unternehmens kann weiter arbeiten und selbst versuchen zu sanieren. Ob die Banken nach der Eröffnung dieses Schutzschirmverfahrens eher geneigt sind Kredit zu geben? Natürlich nicht. Die Rettung könnte wohl darin bestehen, dass die KfW-Kredite von 90 Prozent Staatshaftung auf 100 Prozent Staatshaftung erhöht werden. Dann könnten die Banken natürlich zügig Gelder freimachen, so darf man es wohl annehmen.

Oder käme das Unternehmen für den neuen Staatsfonds von Olaf Scholz in Frage, wo der Bund sich nun vorübergehend in der Krise an Unternehmen beteiligen kann? Man wird sehen. Was sagt uns das? Galeria Karstadt Kaufhof könnte recht haben mit seiner Kritik am wohl problematischen Vergabeverfahren. Wir teilen diese Kritik, was wir in einigen Artikeln schon zum Ausdruck gebracht haben. Aber natürlich könnte man gerade in diesem Fall auch sagen: Bloß kein gutes frisches Geld dem schlechten Geld hinterher werfen, bloß keine Steuerzahlerkohle für ein quasi gescheitertes Unternehmen, dass schon vor der Krise seit Jahren in einer Dauerkrise war.

weiterlesen

Allgemein

China: Schnelle Erholung von der Coronakrise – hochinteressante Beobachtungen

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Shanghai als Finanzzentrum in China

Der anerkannte China-Kenner Frank Sieren, der auch aktuell in China lebt, beschreibt seine sehr interessanten Beobachtungen, wie aktuell die Lage in China aussieht. Wie geht das Land, wie gehen die Bürger mit der Coronakrise um? Laut Frank Sieren sei bei den Chinesen auch abgesehen von dieser Krise ein Grundvertrauen in den Staat vorhanden. Und, so führt er aus, das chinesische Zeichen für Krise bedeute „Gefahr und Chance“. An allen Ecken und Enden kehre China derzeit zur Normalität zurück.

In Sachen Coronavirus liege das Problem bei den Rückkehrern, die infiziert seien. Jeder nach China Einreisende werde auf das Coronavirus getestet. Frank Sieren geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage in China (kurzfristig starker Wirtschaftseinbruch) und in ganz Asien nun nach und nach normalisiere. Problematisch seien die Lieferketten. Die Nachfrage aus Europa und Amerika nach chinesischen Produkten sei natürlich in einigen Branchen erst einmal weggebrochen. Aber, und das ist wohl ein sehr wichtiger Aspekt: Frank Sieren erwähnt, dass die Exporte nach Amerika und Europa für China weit weniger wichtig seien, als man denken würde. Der Handel innerhalb Asiens nehme immer mehr zu, von daher sei man immer unabhängiger vom Westen.

Die Chinesen seien nach Krisen grundsätzlich bereit schnell umzuschalten und wieder zur Normalität zurückzukehren. Sieren erwähnt auch viele interessante Aspekte, die es den Asiaten und vor allem den Chinesen leichter machen würden aus dieser Krise schnell herauszukommen. Als da wären zum Beispiel die Angewohnheiten sich nie die Hände zu geben, oder das Küsschen auf die Wange wie zum Beispiel in Italien ebenfalls nicht zu praktizieren. Auch gäbe es viel Selbstdisziplin, und dazu noch die stringente Durchsetzung der Quarantäne-Maßnahmen, weil China halt eine Diktatur ist, und keine Demokratie.

Kann Europa von China lernen?

Und, kann Europa etwas etwas von China lernen in dieser Krise? Die Chinesen würden laut Frank Sieren viel experimenteller mit neuen Medikamenten umgehen, und daher schneller etwas erreichen. Im Westen sei man gründlicher und würde viel mehr auf Genehmigungen neuer Verfahren und Medikamente achten, was Zeit kosten würde. Schauen Sie sich das Video an, es ist sehenswert!

weiterlesen

Allgemein

Coronavirus: Trumps Management und das US-Gesundheitssystem

In den USA spitzt sich die Corona-Krise immer weiter zu, das Land ist zum Epizentrum des Coronavirus geworden. Katastrophaler als Trump kann man die Krise nicht managen, sagt Sandra Navidi

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

In den USA spitzt sich die Corona-Krise immer weiter zu, das Land ist zum Epizentrum des Coronavirus geworden: Immer mehr Infizierte und Tote, die Arbeitslosenzahlen schnellen nach oben, die Aktienmärkte crashten – und Donald Trump versucht mit Milliarden-Hilfen seine Wiederwahl zu retten. „Das US-Gesundheitssystem ist hoffnungslos überfordert. Man baut schon Zelte für Leichen auf. Noch katastrophaler als Donald Trump kann man die Krise nicht managen“, so berichtet Sandra Navidi aus New York. Die Geschäftsführerin von BeyondGlobal erklärt mit Blick auf die Notenbank Fed: „Wir können kein Virus mit Geldpolitik bekämpfen.“

Das total auf Profit getrimmte US-Gesundheitssystem ist durch das Coronavirus total überfordert – die Lage dürfte sich weier zuspitzen, berichtet Sandra Navidi im Gespräch mit Manuel Koch:

Das Coronavirus und Donald Trump

 

 

 

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage