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Exklusive Gas- und Strompreisbremse Entlastungspakete kosten 135 Milliarden Euro – Gesamtübersicht

Die staatlichen Entlastungspakete - ohne Gas- und Strompreisbremse - kosten 135 Milliarden Euro. Hier dazu eine detaillierte Gesamtübersicht.

Deutschland-Fahne vor Bundestag

Blicken Sie noch durch, könnten Sie abgesehen von Energiepauschale, 9-Euro-Ticket und zwei oder drei anderen staatlichen Maßnahmen wirklich alle Entlastungspakete auflisten? Da hat man keine Übersicht mehr – es wirkt wie ein Sammelsurium an Maßnahmen. Aber man will sich ja nicht beschweren. Geld ist Geld, und besser ein chaotischer Berg an Maßnahmen mit Geld und Entlastungen, als gar keine Hilfen im Zuge von Energiekrise und hoher Inflation? Das ifo-Institut hat eine Gesamtübersicht aller Entlastungspakete erarbeitet, und was sie für die Jahre 2022 bis 2024 kosten werden.

Die drei Entlastungspakete der Bundesregierung kosten den Haushalt laut aktueller Berechnung des ifo-Instituts rund 135 Milliarden Euro in den Jahren 2022, 2023 und 2024. Das sind 3,8 Prozent der Wirtschaftsleistung des Jahres 2021. „Diese Summe schließt nicht die Gas- und Strompreisbremse mit ein, die auf weitere 90 Milliarden Euro geschätzt wird und die noch nicht vom Bundestag beschlossen wurde“, so ifo. In diesem Jahr beziffert das Institut die Kosten für die drei Entlastungspakete auf 33,3 Milliarden Euro, im kommenden auf 49,0 Milliarden, und für 2024 sogar auf 52,2 Milliarden Euro.

„Die Realeinkommensverluste durch die höheren Energiepreise müssen gesellschaftlich getragen werden. Der Staat kann diese Verluste nicht verhindern, er kann sie nur umverteilen. Wenn der Staat versucht, die gesamte Bevölkerung abzuschirmen, kann er weniger öffentliche Güter bereitstellen oder muss in der Zukunft höhere Steuern erheben. Staatliche Unterstützung sollte zwei Regeln folgen: Energiesparanreize müssen auf breiter Front erhalten bleiben, und die Hilfen sollten nur an besonders betroffene Haushalte gegeben werden“, so die ifo-Aussage.

„Der größte Brocken in diesem Jahr sind die netto 10,4 Milliarden für das Energiegeld der Arbeitnehmer“, fügt Lay hinzu. Es folgen 6 Milliarden für das Energiegeld der Rentner, dann 3,1 Milliarden für die zeitweise Absenkung der Energiesteuer, 2,7 Milliarden Euro für die Erhöhung des Grundfreibetrags, 2,5 Milliarden für das 9-Euro-Ticket und 2,0 Milliarden Euro für die Senkung der Umsatzsteuer auf Gas. Im kommenden Jahr schlägt die Umsatzsteuersenkung beim Gas sogar mit 6,5 Milliarden Euro zu Buche. Hier die Detailübersicht für die Entlastungspakete von 2022 bis 2024.

Übersicht über die Kosten aller staatlichen Entlastungspakete Daten und Grafik: ifo-Institut



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1 Kommentar

  1. Schreibt alles auf meinen Deckel.

    Ich prelle dann später die Zeche und haue ab ;-)

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