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US-Terminbörse CME mit Rekordzahlen dank Zinsentscheidung – veränderte Erwartungen für nächsten Zinsschritt

FMW-Redaktion

Die US-Terminbörse CME Group ist mit ihren beiden Einzelbörsen CME und CBOT der weltweit wichtigste Marktplatz, um Futures zu handeln. Von daher soll es schon etwas bedeuten, wenn hier am 14. Juni, also dem Tag der US-Zinsentscheidung, jede Menge Rekorde gebrochen wurden. Wie die Börse mitteilt, lag das gesamte „Open Interest“ bei 129 Millionen Kontrakten nach 125,7 Millionen am 11. Mai. „Open Interest“ bedeutet, dass so viele Kontraktpositionen an dem Tag offen im Markt waren.

Aber nicht nur die offenen Positionen, auch der Handelsumsatz erreichte am Mittwoch einen Jahresrekord. 29,8 Millionen Kontrakte wurden gehandelt. Am Wichtigsten bei Zinsentscheidungen sind die Devisen- und Zins-Kontrakte. Hier gab es Allzeithochs. Die Devisen-Futures und Optionen an der CME erreichten am Mittwoch ein Allzeithoch beim Umsatz von 2,5 Millionen Kontrakten. Das sind 3% mehr als am 10. März 2016 mit 2,3 Millionen Kontrakten. Eine Rekordzahl von 1.100 Großspekulanten (zum Beispiel Hedgefonds), die große Blöcke an offenen Positionen halten, haben laut CME am Mittwoch aktiv Devisen-Futures handelt.

Zinskontratke an der CME waren auch sehr stark nachgefragt. Der Handel mit den wichtigen Fed Fund Futures erreichte Mittwoch ebenfalls ein Allzeithoch mit mehr als 907.000 gehandelten Kontrakten. Der vorige Rekord lag bei 714.000 Kontrakten am 2. März 2017. Die CME erwähnt, dass es von Bedeutung sei, dass am Mittwoch der Handel mit Futures und Optionen auf den kanadischen Dollar ebenfalls einen Rekordtag erlebte mit 257.000 Kontrakten nach dem vorigen Rekord von 251.000 im Jahr 2012.

Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die jüngste Zinsentscheidung war, und für wie viel Wirbel sie am Terminmarkt gesorgt hat. Wir hatten am Mittwoch kurz vor der Zinsanhebung der Fed die Wahrscheinlichkeiten basierend auf Daten der CME gezeigt, wie die nächsten Zinsschritte aussehen werden. Nach der Zinsanhebung haben sie die Wahrscheinlichkeiten leicht verschoben.

Nach der Zinsanhebung liegt die Range der Zinsen bei 1,00%-1,25%. Mittwoch früh sahen die Wahrscheinlichkeiten, dass die Range bei 1,00%-1,25% bleibt für die Termine Juli, September, November und Dezember so aus: 91,2%, 72,2%, 70,8% und 49,8%. Heute zwei Tage nach der Zinsentscheidung sehen für diese nächsten vier Termine die Wahrscheinlichkeiten für ein Verharren bei 1,00%-1,25% so aus: 97,5%, 81,6%, 78,3%, 50,0%. Die Wahrscheinlichkeit ist also spürbar gestiegen, dass die Fed in den nächsten Monaten die Zinsen nicht anheben wird, zumindest laut den Markterwartungen!



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