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Aktien

Tesla und Commerzbank im Fokus

Nachdem Goldman Sachs gestern kräftig draufgehauen hatte, und die Tesla-Aktie von 190 auf 180 Dollar herabstufte, fiel sie von 352 Dollar (Schlusskurs Montag Abend wegen Feiertag) auf 327 Dollar zum…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nachdem Goldman Sachs gestern kräftig draufgehauen hatte, und die Tesla-Aktie von 190 auf 180 Dollar herabstufte, fiel sie von 352 Dollar (Schlusskurs Montag Abend wegen Feiertag) auf 327 Dollar zum Handelsschluss gestern Abend. Das war gestern der stärkste Tagesverlust jemals für die Tesla-Aktie. Auch wenn die Goldman-Bestätigung der Verkaufseinstufung nicht der Mega-Knaller war, dürften bei den hohen Kursen wohl einige Trader mal kräftig Kasse gemacht haben.

Heute nun eine schlechte Nachricht pünktlich zum Produktionsstart des neuen Modell S. Ein Prüfinstitut der US-Versicherungswirtschaft verweigert dem neuen Tesla-Modell die beste Note, weil die Sicherheitsgurte in zu lasch seien, um den Fahrer bei einem Frontalunfall ausreichend zurückhalten zu können. Schon vor Monaten war das selbe Problem beim Test aufgetreten. Diese Nachricht sowie die Nachwirkung von gestern sorgen gemeinsam dafür, dass die Aktie heute weiter fällt mit -3% auf 317 Dollar eine Stunde nach dem Handelsstart. Charttechnisch ist das ein heftiger Rückschlag für die Aktie, sogar im Langfristchart.


Die Tesla-Aktie seit November 2016.

Commerzbank

Die Commerzbank-Aktie legt heute 3,2% zu. Grund hierfür sind die Gerüchte, dass der US-Investor Cerberus als Aktionär groß einsteigen könnte. Noch steht nichts fest, sondern es ist nur ein laues Gerücht. Aber Cerberus ist im Bankensektor aktiv. In Österreich besitzt man bereits eine komplette Bank, und an der HSH Nordbank soll man angeblich auch interessiert sein.

Noch ist der deutsche Staat der größte Einzelaktionär der Commerzbank mit 15% Anteil. Hier die komplette Übersicht. Wollte Cerberus einen großen Block kaufen, wäre es sicherlich einfacher Deutschland mit einem kleinen netten Preisaufschlag die 15% abzukaufen, als über die Börse nach und nach den Kurs hochziehen zu müssen. Ein interessantes Szenario!

Es beflügelt heute den Kurs. Wenn Cerberus wirklich einsteigt, wäre das ein Signal für den Markt, dass aus der Commerzbank-Aktie noch deutlich mehr „rauszuholen“ ist als das aktuelle Kursniveau von um die 11 Euro. Der erste Chart zeigt: Auf Sicht mehrerer Monate steigt die Aktie gut an. Auf Sicht von sechs Jahren sieht es aber schon ganz anders aus, und die Aktie hat noch einigen Nachholbedarf.


Die Commerzbank-Aktie seit November 2016.


Die Commerzbank-Aktie seit 2011.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    6. Juli 2017 17:51 at 17:51

    Interessant wäre ein Geschäft mit Cerberus nur für den deutschen Staat. Denn seien wir mal realistisch: Über den Markt kriegt der Staat den Anteil nicht verkauft, da kann er noch Ewigkeiten warten. Und einen Verlust macht man so oder so !

    Im Jahr 2009 stieg der Bund glaube ich damals zwischen 15 und 18 Euro ein, derzeit steht die CoBa bei 11,15 €. Und unbegrenzt Preisaufschläge kann man von Cerberus auch nicht verlangen, wenn man den Anteil loswerden will.

  2. Avatar

    AlterSchwede

    6. Juli 2017 19:20 at 19:20

    @Marcus: Und zwischendurch gab es noch eine Aktienzusammenlegung um überhaupt die angestrebte Kapitalerhöhung durchführen zu können (geht nämlich nur bei Kursen über 1 €). Damals wurden aus 10 alten eine neue Aktie. Eigentlich steht die Coba also bei 1,10 €. Das wird sich unser rasender Rolli dann doch überlegen.

    • Avatar

      Marcus

      6. Juli 2017 21:06 at 21:06

      Das ist mir bekannt das es diese Kapitalmaßnahmen gegeben hat. Wenn man das natürlich mit berücksichtigt, kommt das mit 1,10€ schon hin.

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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