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Trump beschimpft Haiti und Afrika-Staaten als “Scheißloch-Länder!”

Fast kein Tag ohne Eklat im Weißen Haus: Bei einem Treffen mit republikanischen und demokratischen Senatoren im Oval Office ließ Trump die vielleicht skandalösesten Kommentare seiner Amtszeit fallen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Fast kein Tag ohne Eklat im Weißen Haus: Bei einem Treffen mit republikanischen und demokratischen Senatoren im Oval Office ließ Trump die vielleicht skandalösesten Kommentare seiner Amtszeit fallen, so die Washington Post.

Als während den Beratungen über die Immigrationsreform die Einwanderung aus Afrika und Haiti zur Sprache kam, knurrte Trump: “Warum wollen wir Leute aus solchen Scheißloch-Ländern nach Amerika lassen?” Trump schlug vor, man solle lieber Menschen aus Norwegen in die USA holen.

Es folgte wegen dem offen zur Schau gestelltem Rassismus des Präsidenten ein Shitstorm – im wahrsten Sinne des Wortes.

Vor allem afroamerikanische Politiker rechneten mit Trump ab: “Er spricht nicht für Amerika”, verurteilte Senator Cory Booker die “unentschuldbaren Bemerkungen”.



Wieder so ein Tag des Trump-Irrsinns…

Trump dreht auch an anderen Fronten durch:

– Am Morgen widersprach er auf Twitter seiner eigenen offiziellen Politik zur Unterstützung des Überwachungsprogramms zur Terrorabwehr (Abschnitt 705 des Foreign Intelligence Surveillance Acts, FISA) – nachdem er einen kritischen Beitrag auf “Fox News” gesehen hatte. “Speaker” Paul Ryan musste Trump in hektischen Telefonaten über das Gesetz aufklären: Dann erst twittere Trump plötzlich seine Unterstützung.

– In einem Interview behauptete Trump weiter, dass er mit Nordkorea-Diktator Kim Jong-un eine “tolle Beziehung” habe…
Ein imposante Tagesbilanz an der Wahnsinnsfront.


So fing alles an: Trump bei seiner Vereidigung
By U.S. Government – https://www.whitehouse.gov/featured-videos/video/2017/01/20/inauguration-45th-president-united-states, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58403630

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Michael

    12. Januar 2018 11:26 at 11:26

    Das größte Scheißloch-Land der Welt wird doch von ihm selbst regiert, sofern er sich gerade daran erinnern kann.

  2. Avatar

    Kritisch

    12. Januar 2018 12:06 at 12:06

    Vielleicht und hoffentlich besinnen sich jetzt auch Republikaner ihrer Verantwortung gegenüber dem Land dem sie dienen sollten und weisen den „Typen“ endlich in die Schranken in dem sie ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Wenn so ein Wahnsinniger solch eine Machtposition einnimmt kann man wohl darauf warten bis er diese auch ausübt, zum Leidwesen von uns allen!

  3. Avatar

    joah

    12. Januar 2018 12:09 at 12:09

    Die Äußerungen von Herr Trump mögen eine Entleisung (ab)sonderlichen Ausmaßes sein, letztendlich geht es um eine straffe Einwanderungspolitik. Die Australische Regierung und deren Vertreter werfen ähnlich straffe Bemerkungen heraus und verfahren ebenfalls entsprechend hart, aber das scheint nicht der Aussprache wert zu sein. Komische Welt mittlerweile.

  4. Avatar

    vier säulen system

    12. Januar 2018 12:42 at 12:42

    Wo er Recht hat,hat er Recht..

  5. Avatar

    Donald Trump

    12. Januar 2018 12:59 at 12:59

    Trump soll sich ins Knie ficken.

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    GiGi

    12. Januar 2018 13:08 at 13:08

    Warum sollte man auch eine Hochzivilisation in die Barbarei umwandeln ?
    Warum sollte man Dinge nicht beim Namen benennen was sie sind ?

    Z.B. hat genau B.v.S. die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden genau als das bezeichnet was sie sind.

    Sind die Neomarxisten aus Multikultopia wieder empört, und hauen blind mit der Rassismuskeule um sich ?

    «Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!»

    Peter Scholl Latour

    Auf Deutschland bezogen freut sich ja die Göre Eckhardt :
    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“

    • Avatar

      Michael

      12. Januar 2018 13:17 at 13:17

      @GiGi
      Warum sollte man Dinge nicht beim Namen benennen was sie sind ?
      Richtig, und deshalb sage ich: Die Aussagen in Ihrem Post sind ein einziges rechtspopulistisches, nicht differenzierendes, pauschalisierendes Scheißloch!

      • Avatar

        GiGi

        12. Januar 2018 13:38 at 13:38

        Das ist linke nichts aussagende Diskussionskultur ….
        Danke Michi

        Haben Sie sich schon mal gefragt , warum Afrika trotz Dekaden voller Finanzspritzen nicht auf die Beine kommt , oder die hohe Fertilitätsrate sich nicht einschränkt ?
        Sind die zivilisierten Länder etwa das Überlaufbecken, ohne das aus den eigenen Fehlern gelernt wird ?
        Warum das einst blühende Südafrika wieder in den Absturz übergeht nachdem die „Weißen“ (Vorsicht Rassismus) enteignet und verjagt wurden ?
        Waren das in Köln etwa nicht muslimische Männerhorden , die über Frauen hergefallen sind ?
        Kennen Sie sich mit den gesellschaftlich-kulturellen Begebenheiten in den islamischen Ländern aus , gerade was Frauen betrifft ?

        Ihnen empfehle ich mal den Artikel von Roger Köppel :
        Afrikas Schuld, Afrikas Pflicht

        http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2013-41/artikel/voelkerwanderung-afrikas-schuld-afrikas-pflicht-die-weltwoche-ausgabe-412013.html

      • Avatar

        vier säulen system

        12. Januar 2018 13:46 at 13:46

        pfui deibl…
        gehts noch genauer,Sie verbales Sch……och!

        • Avatar

          Michael

          12. Januar 2018 13:55 at 13:55

          Nein, nicht noch genauer für @bauer

          • Avatar

            vier säulen system

            12. Januar 2018 14:38 at 14:38

            @Michael outet sich eben als MOD?!

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            12. Januar 2018 14:43 at 14:43

            @vier säulen, lasst uns diese Diskussion beenden und nicht in Beschimpfungen abgleiten! Hier mal ein Video, das die Diskussion vielleicht versachlicht:
            https://www.youtube.com/watch?v=OT6oa2FtS8M

          • Avatar

            vier säulen system

            12. Januar 2018 14:47 at 14:47

            @Fugmann,wer beleidigt denn hier wen? siehe 13:17 Uhr!
            Doch etwa der Schlafmichl,oder?
            Immer schoen objektiv bleiben…

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            12. Januar 2018 14:48 at 14:48

            @vier säulen, ich meinte ja nicht nur Sie alleine dabei, sondern auch Ihre Opponenten!

        • Avatar

          Michael

          12. Januar 2018 15:04 at 15:04

          Abschließend zur Beendigung der Diskussion: Ich habe nicht GiGi als Person beleidigt, indem ich ihn persönlich als Sie verbales Sch……och!/i> bezeichnet habe. Sondern seine unwahren Aussagen mit Trump’scher Verbalakrobatik zitiert und dies um 14:20 Uhr etwas weiter unten auch sachlich begründet.
          Und jetzt Schluss damit!

          • Avatar

            vier säulen system

            12. Januar 2018 15:33 at 15:33

            Mir faellt aber schon seit geraumer Zeit auf,dass Sie pers.Meinungen oder Ansichten der Kommentatoren,mit verbalen Ausdruecken entgegen wirken!
            Was sollte z.B.die Anspielung gegen mich ,zwecks @bauer…so wie Sie es gestern auch bei @Peter versuchten?
            Ich lasse mich nicht,von Ihnen, mit @bauer in einen Topf werfen!

    • Avatar

      Michael

      12. Januar 2018 14:20 at 14:20

      @GiGi, was da in Köln passiert ist, ist furchtbar und durch nichts zu entschuldigen oder zu beschöningen. Das will ja auch keiner.
      Was mich nervt, sind die Unwahrheiten und Übertreibungen:
      Der Begriff „gruppenvergewaltigend“, soferne der überhaupt existiert, impliziert haufen- und gruppenweise Vergewaltigungen. Tatsächlich gab es aber lediglich ein bis zwei Vorwürfe der Vergewaltigung, manche Quellen sprechen von 5 Anzeigen, von denen sich aber die eine oder andere als haltlos erwies. Es wurde gestohlen und begrapscht (was übrigens auch Trump nicht fremd ist), was übel, kriminell, eklig und einfach nur furchtbar ist. Aber dabei gleich von barbarischen Gruppenvergewaltigungen zu sprechen, ist schlichtweg falsch.
      https://www.ksta.de/koeln/koelner-silvesternacht-vergewaltigung-einer-18-jaehrigen-war-frei-erfunden-25289296
      https://www.focus.de/regional/koeln/silvesternacht-am-koelner-hauptbahnhof-gruppe-von-1000-maennern-fuer-sexuelle-uebergriffe-verantwortlich_id_5188685.html
      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/koeln-silvester-sexuelle-uebergriffe-raub-faq

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    Gerd

    12. Januar 2018 13:10 at 13:10

    Die Lückenmedien (Radio und Print-Online)
    übersetzen mit „Dreckslöchern“.
    Wenn die Mainstreamer doch bloß einmal korrekt informieren würden. Ts ts ts.

    • Avatar

      Michael

      12. Januar 2018 13:27 at 13:27

      Das Wort „Shithole“ kann man mit Scheißloch oder Drecksloch übersetzen, am Ende ändert das gar nichts an dieser hoch staatsmännischen Aussage.

      • Avatar

        Dieter G.

        12. Januar 2018 14:04 at 14:04

        Man kann sich über dispektierliche Äußerungen streiten, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Trump recht hat. Schon mal in Südafrika gewesen? Oder Somalia?

        Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen dorthin, und einmal dort gewesen….nie wieder. Wobei Südafrika ein enormes Problem hat mit…na, was meinste mit wem….genau, der kriminellen Zuwanderung der angrenzenden Länder. Kein Haus/Grundstück, welches nicht mit z. T. meterhohen Zäunen umgeben ist. Kannst Deine Partnerin ja mal in Johannesburg Nachts alleine durch die Straßen schicken.

        Afrika ist durchweg korrupt, und in weiten Teilen extremst kriminell. Dein und mein Leben gilt dort einen Scheißdreck.

        Also, wenn Du den Sprachstil von Trump kritisierst, dann schau mal auf Deinen eigenen Sprachschatz. Der ist kein Deut besser und sogar inhaltslos.

        Toi…toi…toi

        Dieter

        • Avatar

          leftutti

          12. Januar 2018 15:40 at 15:40

          @Dieter G.
          Ich sehe die Probleme in Afrika in erster Linie darin begründet, dass multinationale Konzerne mit Hilfe einiger korrupter herrschender Eliten eine systematische Ausbeutung von Rohstoffen und Menschenmassen betreiben und Bildung und Wohlstand verhindern. Dass diese geschundenen Einwohner dann aus ihrer Hölle entfliehen wollen, kann man ihnen beim besten Willen nicht verdenken.
          „Die Reiche des kolonialen Europa und die Supermächte des Kalten Krieges haben einer neuen Form der Herrschaft über den Kontinent Platz gemacht, den die Welt als seine Mine benutzt – neuen Imperien, die nicht von Nationalstaaten kontrolliert werden sondern von Allianzen zwischen afrikanischen Herrschern, die niemandem Rechenschaft schuldig sind und durch Schattenstaaten regieren, Mittelsmännern, die diese Potentaten mit der weltweiten Rohstoffwirtschaft verbinden, und multinationalen Konzernen aus Westen und Osten, die ihre korrupten Machenschaften hinter dem Unternehmensgeheimnis verbergen.“
          http://www.deutschlandfunk.de/ausbeutung-in-afrika-tom-burgis-analysiert-die.1310.de.html?dram:article_id=378241

          Siehe auch:

          https://www.freitag.de/autoren/justrecently/wie-ein-kontinent-ausgepluendert-wird
          https://www.heise.de/tp/features/Die-weltweite-Ausbeutungspyramide-am-Beispiel-Afrika-3398573.html?seite=all
          https://www.welt.de/print/wams/article140089396/Europa-hat-Afrika-ausgebeutet.html

          • Avatar

            rote_pille

            13. Januar 2018 01:07 at 01:07

            Was bitte schön ist „Ausbeutung von Rohstoffen“? Warum ist der Rohstoffabbau automatisch Ausbeutung? Rohstoffabbau gibt’s auch in Industrie- und Schwellenländern. Die Arbeiter dort werden besser bezahlt, weil deren Arbeit mehr wert ist, was wiederum daran liegt, dass man in Ländern mit einem ausgebauten Produktionsapparat viel mehr Möglichkeiten hat sie nutzenbringender einzusetzen. Verdammt, diesen Kommentar sollte ich ausdrucken und einrahmen lassen, es gibt so viele Menschen die das nicht begreifen und stattdessen moralischen BS von wegen Ausbeutung für die Erklärung halten!

          • Avatar

            leftutti

            13. Januar 2018 19:35 at 19:35

            @rote_pille, Rohstoffausbeutung ist ein „offizieller“, ganz normaler und üblicher Begriff für den Abbau von Rohstoffen. Einfach mal „rohstoffausbeutung definition“ googeln, sich also erst einmal informieren, dann denken, dann schreiben, dann den eigenen Kommentar ausdrucken und einrahmen!

          • Avatar

            PK

            14. Januar 2018 08:41 at 08:41

            leftutti,
            Das mit den Konzernen und der Ausbeutung stimmt sicherlich, es ist aber nicht das einzige Problem.
            ich bin seit 8 Jahren jedes Jahr in Namibia, bin ein absoluter Fan von der Landschaft dort und hab viele Freunde sowohl unter den Farbigen wie auch den Weissen. Mittlerweile gibt es in der Verwaltung und in der Politik keinen einzigen wichtigen Posten mehr, der von einem Weissen besetzt ist.
            Wenn man noch von Rassismus reden kann, dann eher von einem umgekehrten, der sich von der Regierung und den Beamten gegen die Weissen richtet. Noch nicht so schlimm wie in Simbabwe, aber es wird jedes Jahr schlimmer.
            Die Korruption durchdringt aber das ganze System, angefangen von der Immigration, wo man bei fehlerhaftem Pass (z.B. keine 2 Seiten mehr zum Stempeln frei) entsprechend „zahlen“ muss um doch reinzukommen.
            Ich hab Weihnachten mit einer farbigen Ärztin gesprochen, die beklagte, daß die öffentliche Kliniken wichtige Medikamente nicht bekommen, weil die alle lange vorher von korrupten Beamten oder Politkern unter der Hand an Privat verkauft werden. Importiert und von Steuergeldern bezahlt werden sie nämlich.
            Es gibt wahrscheinlich kein einziges Land in Afrika, was nicht durchgehend korrupt ist.
            Vieles kann man aber nun einfach nicht mehr der Kolonialisierung oder Multikonzernen anlasten, speziell nicht in Namibia, deren Haupteinnahmen aus dem Tourismus kommen. Das haben die Leute dort nun schon selber zu verantworten. Die ganze Entwicklungshilfe landet sowieso nie da wo sie was bewirken könnte sondern versackt sowieso in den Taschen der Politiker und Beamten.
            Wenn man also immer (teils zu Recht) über unser System und Regierung schimpfen, woanders ist es wirklich viel schlimmer.

    • Avatar

      Gerd

      12. Januar 2018 15:18 at 15:18

      Will noch sagen, das erinnert mich an meine entfernte Jugendzeit, da habe ich auch schon mal zu hören bekommen, mein Zimmer wäre ein „Drecksloch“, ich sollte gefälligst mal sauber machen und wieder Ordnung reinbringen.

      Mir hat aber niemand vorgeworfen, ich würde in einem „Scheißloch-Zimmer“ hausen.
      Meine Eltern wussten da anscheinend schon noch zu differenzieren.

      Aber meinen respektablen Dank an M. Fugmann für den Hinweis-LINK auf das kleine Video von Herrn Broder.

      • Avatar

        Paul

        12. Januar 2018 15:40 at 15:40

        Ob Rechts oder Links,ob Broder oder Trump…ich gebe aber trotzdem nicht mein letztes Hemd…auch wenn wir das Nachsehen haben!

  8. Avatar

    Michael

    13. Januar 2018 20:28 at 20:28

    Ja leftutti, und schon ist Ihr schönes und intelligentes Wortspiel zur Ausbeutung durch Ignoranz wieder mal kaputt gemacht worden. Niveau wird durch Unwissenheit leider mehr und mehr nivelliert. Lieber schreibt man entrüstet im Halbwissen, bevor man sich erst einmal informiert.
    Das kennen wir ja zur Genüge von Lord Peter Bauer von den vier Säulen und Konsorten.

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So tickt die Börse: Grenke, Wirecard und Steinhoff: Die Schwachstelle im System

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Grenke droht nach Wirecard zum nächsten Debakel für die Börse zu werden, wenn das Unternehmen nicht schleunigst alle Vorwürfe entkräftet. Ich habe den Blick auf Gemeinsamkeiten mit Wirecard und Steinhoff geworfen und mit Hilfe eines Kunden die Schwachstelle im System gefunden, die Betrügereien zumindest ermöglicht. Ob Grenke die Schwachstelle genutzt hat, ist noch offen.

Nach Steinhoff und Wirecard spekuliert Fraser Perring nun auf betrügerische Machenschaften bei Grenke Leasing. Über seine Researchfirma Viceroy (Vize-König) hat er eine 64 Seiten lange Analyse zu Grenke veröffentlicht, die den Aktienkurs um über 50% hat einbrechen lassen. Das pikante daran: Perring selbst ist im Vorfeld der Veröffentlichung der Vorwürfe massiv short gegangen, verdient sich also eine goldene Nase an dem Kurseinbruch.

Inzwischen hat Firmenpatriarch Wolfgang Grenke zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Wir befinden uns meiner Einschätzung nach erst am Anfang einer Auseinandersetzung, die in den kommenden Wochen und Monaten mit immer neuen Details Anleger verunsichern wird. Ausgang ungewiss.

Da es sich um eine Masche handelt, die sich zu wiederholen scheint, habe ich mich ein wenig dahinter geklemmt, was nun wirklich das Problem ist. Stark geholfen hat mir dabei ein Kunde, der bei einem US-Unternehmen vor vielen Jahren entsprechende Machenschaften aufgedeckt hatte. Das System ähnelt sich immer wieder. Ich will versuchen, die Schwachstelle im System zu identifizieren, damit wir als Anleger das Risiko besser einschätzen können.

Es gibt verschiedene Wege, immaterielle Vermögensgegenstände zu Geld zu machen. Ich denke mir hier mal ein eigenes Beispiel aus: Die Software, die ich zum Betrieb des Heibel-Tickers entwickeln ließ, hat mich viel Geld gekostet. Da ich ohne die Software meinen Laden nicht betreiben könnte und ich sehe, was ich dadurch verdiene, ist die Software für mich subjektiv ein Vielfaches dessen wert, was ich dafür ausgegeben habe. Doch niemand möchte mir einen entsprechenden Geldbetrag dafür geben, denn für Dritte ist meine individuelle Software nahezu wertlos. Daher laufen Entwicklungskosten bei mir als Kosten und nicht als Investition. Einen Wert erschaffe ich damit nicht.

Wenn man nun hohe Wachstumsziele verfolgt und jeden Cent locker machen möchte, um ihn zu investieren, dann ärgern einen diese Kosten. Ich kann den Wert meiner Software nicht als Sicherheit hinterlegen, weil es niemanden gibt, der der Software einen in meinen Augen auch nur annähernd fairen Wert bemisst. Also könnte ich doch eine Auslandsgesellschaft gründen und diese kauft mir meine Software für meinen Wunschpreis ab. Das Geld für den Kauf erhält die Auslandsfirma aus einer anderen Abteilung meines Unternehmens und so fließen meinem Unternehmen Bargeld zu, während irgendwo anders eine Forderung entsteht. Die Forderung ist natürlich, und davon wäre ich als Unternehmensgründer überzeugt, durch den hohen Wert der Software sehr gut besichert.

Okay, hier verlassen wir meinen kleinen Heibel-Ticker als Beispiel, denn hier ist nun schon ein Konzern mit einer etwas komplexeren Struktur erforderlich.

Nun kommen die Wirtschaftsprüfer ins Spiel: Alle Gesellschaften, also sowohl die Konzernmutter in Deutschland als auch die Töchter in Luxemburg, Malta, Dubai und Brasilien (das sind nur zufällig Standorte von Grenke-Töchtern), werden dann von lokalen Wirtschaftsprüfern geprüft. Da kommen dann ein paar hochbezahlte und erfahrende Akademiker für mehrere Tage in die Räume des Unternehmens, drehen alles auf links und schauen nach, ob die jeweiligen nationalen Gesetze eingehalten wurden.

In Brasilien wird nicht geprüft, ob deutsche Gesetze eingehalten wurden. Es werden die jeweiligen Jahresabschlüsse nach den nationalen Gesetzen testiert.

Nun kommt der Konzernbilanzbuchhalter ins Spiel. Er übernimmt die Zahlen der einzelnen Landesgesellschaften und „konsolidiert“ sie in die Konzernbilanz. Bei diesem Vorgang würde dann der obige Softwarekauf herausgerechnet, da es sich um ein internes Geschäft handelt. Doch bei der Konsolidierung befinden wir uns in einem Bereich, den ich als anfällig bezeichnen würde: eine Schwachstelle.

Denn selbst im SAP-System gibt es noch kein ausgereiftes Modul, das diese Problematik zufriedenstellend gelöst hat. Bei meinen Recherchen habe ich in Erfahrung gebracht, dass SAP mit einem Partnerunternehmen derzeit ein solches System entwickeln möchte. Bis heute ist im SAP-System noch viel Handarbeit erforderlich, um die Konsolidierung umzusetzen. Viele Unternehmen haben an dieser Stelle eigene Lösungen entwickelt, die inzwischen vollautomatisch laufen, aber einen internationalen Standard gibt es noch nicht. Zu komplex sind die Anforderungen durch die Vielzahl der Geschäftsmodelle und die Vielzahl der beteiligten Länder bis hin zur Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten bzw. Handlungsspielräumen.

Wir haben es hier also mit testierten Zahlen zu tun, die im Zuge der Konsolidierung in einer Art verwendet werden, die nicht internationalen Gesetzen unterliegen. Es gibt Best Practice Vorschriften für Buchhalter, es gibt Empfehlungen und Leitlinien, aber meines Wissens riskiert ein Buchhalter, der im Rahmen der Konsolidierung „Fehler“ macht, nicht Kopf und Kragen, sondern erst einmal nur eine Rüge, sollte es auffliegen. „Hoppla, da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen“.

Auch die Konzernbilanz wird natürlich geprüft. Doch ist es dem Prüfer nicht zuzumuten, sämtliche oben genannten Feinheiten zu überblicken. Er muss die konsolidierten Zahlen als gegeben hinnehmen und prüft deren Konsistenz, nicht aber Herkunft. Fragen über die Herkunft wird der Konzernbilanzbuchhalter beantworten und da können Sie von ausgehen, dass er eine plausible Erklärung hat, denn er kennt das Geschäft ja wesentlich besser als der Prüfer.

Auch die Herkunft wird jedoch geprüft. Der oben genannte Kunde erzählte mir aus seiner Erfahrung, dass alle 5-6 Jahre zwei Hochschulabgänger von der Konzernzentrale in einzelne Landesgesellschaften geschickt wurden, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Erfahrene Prüfer wurden kaum eingesetzt, da es sich hierbei um einen Pflichtbesuch handelte, nicht jedoch um eine Pflichtprüfung: Zur Pflichtprüfung würde es nur werden, wenn falsche Ergebnisse teuer würden. Mangels entsprechender internationaler Sanktionsmechanismen in diesem komplexen Umfeld ist es für Prüfungsgesellschaften ökonomisch sinnvoll, dort ein paar günstige Arbeitskräfte hinzuschicken. Diese Frischlinge hören sich dann vor Ort mit stauenden Augen die Hintergründe zu den Zahlen an und glauben letztlich alles, was ihnen erzählt wird.

Nach einigen Jahren könnte der Konzern dann die 100%ige Softwaretochter aus Brasilien wieder übernehmen und in den Konzern eingliedern. Die Softwarefirma hat eine Software im Bestand, die über Jahre einen stabilen Wert ausgewiesen hat. Der entsprechende Kredit der Firma wird dann vom Konzern unter gleichen Bedingungen mit der gleichen Bescherung weitergeführt. Über die Zeit bläht sich die Bilanz des Unternehmens auf.

Grenke nutzt eine Partnerfirma im Ausland, CTP, um Leasingfirmen im Ausland zu betreiben. Diese Leasingfirmen werden nur dann zu Töchtern (also gekauft), wenn sie sich als erfolgreich zeigen. So werde das Risiko ausgelagert, sagt Patriarch Wolfgang Grenke. Viceroy Research behauptet, diese Auslandstöchter würden keinen Gewinn abwerfen, sondern nur über immer höhere Kredite einer anderen Konzerntochter, Grenke Finance, subventioniert.

In der Telco wurde Grenke nach den Eigentümern von CTP von VOR 2020 gefragt und ist einer Antwort ausgewichen, was von Perring über Twitter sofort mit Wirecard verglichen wurde, die auch lange Zeit Fragen zu Verhältnissen zwischen Partnergesellschaften nicht beantworten wollte. Mann Oh Mann, echt spannend!

Natürlich dürften Unternehmensteile Verluste erwirtschaften, das macht das ganze System noch nicht korrupt. Beispielsweise könnte so strategisches Wachstum verfolgt werden.

Ich würde die Situation derzeit so beschreiben: Es ist durchaus möglich, über ein Netz von Auslandsgesellschaften Zahlen vorzutäuschen, die nicht der Wirklichkeit entsprechend. Es gibt deutliche Schwachstellen in unserem System und es gab immer wieder Unternehmen, die diese Schwachstellen betrügerisch ausgenutzt haben. Viceroy hat nun bei Grenke viele Elemente entdeckt, die auch Unternehmen ausgewiesen haben, die diese Schwachstellen betrügerisch genutzt haben. Das allein reicht jedoch noch nicht, um Grenke den Betrug nachzuweisen.

Wer jetzt in Grenke investiert, weil die Aktie „günstig“ ist, der sollte sich der Gefahr bewusst sein. Sollten sich die Vorwürfe als richtig herausstellen, ist die finanzielle Basis des Leasing-Anbieters gefährdet. Grenke ist nun gefordert, die Vorwürfe vollumfänglich zu entkräften. Das ist, sofern Grenke sauber wirtschaftet, ärgerlich, weil es ein Riesenaufwand bedeutet! Auf der anderen Seite ist es natürlich auch sehr riskant, wenn Grenke tatsächlich die oben genannte Schwachstelle das ein oder andere Mal genutzt haben sollte.

Wer also in Grenke spekulieren möchte, der sollte forensische Blanzprüfungsfähigkeiten haben, um sich eine Meinung zu bilden. Andernfalls gilt meine alte Regel: Bilanzierungsunregelmäßigkeiten = Finger weg! Warten wir’s ab, denn der Ausgang ist einmal mehr ungewiss.

Einer, der öffentlich darauf spekuliert, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, ist Fondsmanager Hendrik Leber von Acatis. Mindestens genauso wichtig wie das, WAS gesagt wird, ist, WER sagt es. Acatis ist mit 5,02% Anteilen an Grenke einer der Großaktionäre des Konzerns. In der Situation, wie sie ist, hat Leber keine andere Wahl, als die Vorwürfe als haltlos zu bezeichnen. Er hatte drei Möglichkeiten: Viceroy zustimmen, dann wäre seine Beteiligung schon morgen wertlos. Das kann er seinen Anlegern nicht antun, in diesem schlimmsten Fall müsste er zumindest versuchen, die Beteiligung noch irgendwie mit Verlusten loszuschlagen. Möglichkeit zwei wäre „nichts sagen“. Das kann ein so wichtiger Aktionär nicht ewig tun, sein Schweigen würde ihm irgendwann negativ ausgelegt. Möglichkeit 3 ist, die Vorwürfe als haltlos zu erklären. Entweder er trennt sich nun von seiner Beteiligung unter Verlust, oder aber er hat recht und steht am Ende als Fels in der Brandung da. Ungeachtet dessen, ob Leber tatsächlich weiß, was los ist, ist seine Aussage damit ziemlich wertlos, schade.

Ich bleibe am Ball und werde Updates in meinem Heibel-Ticker veröffentlichen. Bei Interesse geht es zur Anmeldung über www.heibel-ticker.de

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Banken: Nach den großen jetzt die kleinen – Aufseher biegen Vorgaben zurecht

Claudio Kummerfeld

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Türme von Banken in Frankfurt

In der aktuellen Coronakrise sieht man es in vielen Bereichen. Wo es nicht passt, wird es von staatlicher Seite eben passend gemacht. Das ändert nichts an der miesen Lage, aber es sieht dann eben optisch besser aus. So zum Beispiel bei zahlreichen Zombieunternehmen, die auch nach der Krise wohl nicht wieder gesunden werden, die aber dank Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis Jahresende weiter machen können. Völlig überschuldet, aber noch liquide. Läuft. Und die Banken, die bekamen auch schon Hilfe.

Aufsicht hilft Banken mit verschiedenen Maßnahmen

Seit März müssen die Banken Kredite, die sie ihren Kreditnehmern gestundet haben, nicht als Kreditausfälle abschreiben. Also sind offiziell keine Verluste sichtbar, obwohl diese Kreditforderungen in vielen Fällen wohl ganz oder teilweise wertlos sind. Und heute verkündet die BaFin, dass die kleineren Banken in Deutschland, die unter direkter Aufsicht der BaFin stehen, ab dem 22. September bis Juni 2021 eine Erleichterung erhalten. Es wird ihnen nämlich erlaubt „gewisse Risikopositionen“ gegenüber der Zentralbank zeitlich befristet nicht zu berücksichtigen, wenn sie die Verschuldungsquote berechnen. Details der Regelung und den Voraussetzungen zur Nutzung kann man hier nachlesen. Weiter sagt die BaFin heute, Zitat:

Der europäische Gesetzgeber hat mit Artikel 500b der Europäischen Eigenmittelverordnung (Capital Requirements Regulation – CRR) vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie eine zeitlich befristete Möglichkeit geschaffen, um gewisse Risikopositionen aus der Berechnung der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) auszunehmen. Dies soll die Durchführung geldpolitischer Maßnahmen erleichtern. Gemäß Artikel 500b der CRR erklärt die BaFin nach Konsultation der Europäischen Zentralbank (EZB) als betroffener Zentralbank und in Koordination mit der Deutschen Bundesbank, dass außergewöhnliche Umstände vorliegen, die diesen Ausschluss rechtfertigen.

Die selbe Erleichterung zur Berechnung der Verschuldungsquote bei Banken hatte die EZB als Aufsichtsbehörde letzte Woche schon den großen Banken gewährt, die unter ihrer direkten Aufsicht stehen. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unseren heutigen Artikel über eine aktuelle Veröffentlichung der Bundesbank, wonach die Banken in Deutschland (als Gesamtbetrachtung) letztes Jahr 2 Milliarden Euro Verlust gemacht haben, nach 12,2 Milliarden Euro Gewinn in 2018.

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Allgemein

Bundesbank veröffentlicht erschreckende Zahl für deutsche Banken

Claudio Kummerfeld

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Banken in Frankfurt

Die Coronakrise trifft die Wirtschaft und auch die Banken, das ist verständlich. Aber bei der folgenden Zahl möchten wir betonen, dass es um das Gesamtjahr 2019 geht, also die Zeit noch vor dem Ausbruch der Coronakrise. Las man die großen Medienpublikationen, dann lief ja noch in 2019 alles total rosig in der Wirtschaft. Gut, hier und da eine „kleine Delle“ bei den Autoherstellern. Aber es gab doch de facto Vollbeschäftigung, die Steuereinnahmen sprudelten. Alles war doch irgendwie in Ordnung?

Nein, einige Kritiker wie zum Beispiel Markus Krall weisen seit Jahren auf eine schwelende Krise hin, und auch speziell auf den sich immer weiter fortsetzenden Niedergang der Banken. Und dieser Niedergang sei eine sehr, sehr ernste Angelegenheit für die ganze Volkswirtschaft. Denn wenn Banken Verluste machen, schrumpft ihr Eigenkapital. Und je weniger Eigenkapital, desto weniger neue Kredite können Banken vergeben. Denn jeder Kredit muss mit einem gewissen Eigenkapital-Anteil als Sicherheit für Kreditausfälle hinterlegt werden.

Bundesbank präsentiert Jahresverlust für deutsche Banken

Und jetzt sehen wir was? Die Bundesbank schreibt ganz frisch in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht September, dass die deutschen Banken in der Gesamtbetrachtung (im Jahr 2019) 2,2 Milliarden Euro Verlust nach Steuern gemacht haben. Und das nach einem Gewinn in 2018 in Höhe von 12,2 Milliarden Euro. Und wie gesagt, in diesen 2,2 Milliarden Euro Verlust im deutschen Bankensystem war die gesamte Coronakrise ja noch überhaupt nicht berücksichtigt. Die kommt erst im folgenden Jahr 2020 noch oben drauf.

Der Chart im folgenden Tweet der Barkow Consulting zeigt, wie die deutschen Banken also zu Ende letzten Jahres insgesamt ins Defizit gerutscht sind, nach jahrelangen Gewinnen. Zuletzt waren sie im Zuge der Finanzkrise 2008 zwei Jahre im Minus gewesen. Zur Ehrenrettung der Bankenbranche darf man erwähnen, dass die Großbanken diesen Verlust im Jahr 2019 verursacht haben. Die große Bundesbank-Tabelle zeigt Finanzdaten nach Bankensektoren. Nur die Großbanken machten Verlust. Sparkassen, Volksbanken etc lagen in der Gewinnzone. Aber abwarten, wie das Gesamtjahr 2020 aussehen wird! Können die Zahlen möglicherweise optisch deutlich besser ausfallen, als sie es tatsächlich sind? Denn bis Ende September gilt eine Sonderregel, nach der Banken wegen Corona gestundete Kredite nicht als Kreditausfall abschreiben müssen. Wird diese Sonderregel bis Jahresende verlängert, könnten die Jahreszahlen der Banken für 2020 rein optisch weniger katastrophal aussehen.

Grafik zeigt Finanzdaten deutscher Banken im Jahr 2019

Hier auszugsweise Aussagen der Bundesbank im Wortlaut:

Die Betrachtung der einzelnen Bankengruppen zeigt, dass die Gesamtentwicklung wesentlich durch die Großbanken getrieben wurde. Vor allem aufgrund eines negativen Sondereffekts infolge des strategischen Umbaus bei einem Institut verringerten sich bei den Großbanken der Zins- und Provisionsüberschuss, wodurch die Großbanken einen starken Rückgang ihrer operativen Erträge um 3,1 Mrd € auf 27,6 Mrd € verzeichneten. Die Sparkassen wiesen 2019 mit 29,7 Mrd € um 0,9 Mrd € geringere operative Erträge aus als noch im Jahr zuvor. Die Kreditgenossenschaften konnten hingegen ihre operativen Erträge im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Mrd € auf 22,1 Mrd € steigern. Den mit 1,6 Mrd € größten Anstieg bei den operativen Erträgen auf 20,8 Mrd € im Jahr 2019 verzeichneten die Regional- und sonstigen Kreditbanken.

Auch die Entwicklung der Eigenkapitalrentabilität wurde wesentlich durch den Sondereffekt bei einem Institut aus der Gruppe der Großbanken getrieben. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern in dieser Bankengruppe brach von 1,14 % im Vorjahr auf – 16,63 % im aktuellen Berichtsjahr ein.

Die Eigenkapitalrentabilität der Sparkassen sank

leicht um 0,33 Prozentpunkte auf 6,86 %. Dagegen steigerten die Kreditgenossenschaften ihre Eigenkapitalrentabilität um 1,04 Prozentpunkte auf 9,23 % und näherten sich damit anders als die Sparkassen ihrem langfristigen Mittel (10,76 %) an.

Chart zeigt Eigenkapitalrentabilität der Banken

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