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Trump: Ein Ideologe und Pokerspieler überreizt sein Blatt!

Ideologie ist wichtiger als die Märkte und (kurzfristiges) Wirtschaftswachstum – diese Entscheidung hat Trump mit den Zöllen gegen Mexiko getroffen

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der Paukenschlag

Das war ein Paukenschlag! Donald Trump twittert – und die Märkte beben:

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Die Zölle setzen bereits am 10.Juni ein, faktisch bedeutet das, dass die vor allem amerikanischen Unternehmen, die ihre Produkte in Mexiko fertigen und dann in die USA importieren, keine Zeit mehr haben, sich auf diese Maßnahmen vorzubereiten. Noch problematischer ist, dass die Zölle dann weiter steigen: ab dem 01.Juli auf 10%, dann jeden Monatsanfang um weitere 5% bis zum 1.Oktober mit dann 25%. Betroffen sind Importe von 346 Milliarden Dollar (Stand 2018):

(Quelle: https://www.census.gov/foreign-trade/balance/c2010.html)

 

Warum Trump die Zölle will gegen Mexiko?

Was ist da passiert in der Trump-Administration? Trumps Mauerbau zu Mexiko kommt nicht voran, weil der US-Kongreß nicht die von Trump geforderten Gelder bewilligt. Also will der US-Präsident eines seiner zentralen ideologischen Ziele – die „illegale Einanderung“ – stoppen, indem er auf die idelogische Methodik der ersten Wahl zurück greift, also durch Zölle, die Druck erzeugen sollen gegen Mexiko. Damit wiederholt Trump mit anderer Zielsetzung sein Vorgehen gegen China.

 

Das Signal Trumps an die Welt: ein Deal ist nie verläßlich

Besonders problematisch: die USA hatten kürzlich eine Vereinbarung mit Mexiko (und Kanada) geschlossen – das ist nun offenkundig Makulatur, ohne dass die Trump-Administration darüber ein Wort verlieren würde. Für alle Verhandlungspartner von Trump heißt das: auf ein Abkommmen mit Trump ist kein Verlaß, weil der US-Präsident dieses Abkommen mit einem Tweet wenig später beerdigt.

Das ist auch ein Signal an China: ein Deal mit Trump macht sowieso keinen Sinn, weil kurz danach ein Willkürakt des US-Präsidenten das alles wieder zunichte machen kann. Und China hat offenkundig die Botschaft verstanden, wie der Chefredakteur der „Global Times“ mit folgendem aktuellen Tweet zu erkennen gibt:

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Trump geht jetzt also in die Vollen – er will vor seiner Kernwählerschaft zeigen, dass er zu seinen Versprechungen steht (Insider berichten, dass Trump den Ratschlag gemäßgter Mitglieder seiner Regierung in den Wind schlug, die Zölle gegen Mexiko nicht einzuführen, weil er keinesfalls als „schwach“ gelten wollte).

Trump realisiert nun zentrale Elemente seiner Ideologie:

1. die USA als Hegemonialmacht Nummer eins im Kampf gegen China etablieren und stabilisieren

2. Stopp der „illegalen Einwanderung“, faktisch der Versuch, ein ethnisch vorwiegend „weißes Amerika“ wieder herzustellen – und damit die aus seiner Sicht (und die vieler seiner Anhänger) „gute alte Zeit“ wieder auferstehen zu lassen mit vielen Industriejobs (wie in den 1950er-Jahren)

Für diese Ziele – und das zeigt seinen Pokerspieler-Charakter bei der Umsetzung seiner Ideologie – ist er bereit, große Risiken in Kauf zu nehmen.

Ideologie ist wichtiger als die Märkte und (kurzfristiges) Wirtschaftswachstum – diese Entscheidung hat Trump mit den Zöllen gegen Mexiko getroffen. Die Märkte werden diese Botschaft nun einpreisen müssen..

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    31. Mai 2019 09:52 at 09:52

    Auch wenn Worst Businessman on Planet Earth hier viele Freunde hat…
    Auch wenn nun gleich das Geheule der Neoliberalinskis losgeht: wir brauchen Welthandel…und die USA (ihr habt nur Angst, Angst, Angst, Leute!)
    Heute ist doch ein schöner Tag für alle, die für eine Welt sind, die langsam erwachsen wird:
    ein Leben OHNE Amerika wird so wahrscheinlicher – und ist möglich!
    Niemand muss noch fünfmal in den Grand Canyon pilgern wie ein der Muslim nach Mekka.
    Weil er entdeckt: Australien ist mindestens so schön, wenn nicht viel schöner; die französischen Atlantikstrände viel breiter als in Malibu.
    Ericsson wird plötzlich wieder Mobilfunk-Marktführer in einem Europa, das zusammenrückt.
    Neue Handelswege bieten neue Chancen JENSEITS von Washington.
    Amerika ist auf Sand und Pump gebaut, 22,3 Bio. Dollar Schulden.

    Soll er nur machen, WBOPE POTUS.
    Das ist ganz gut so!

  2. Avatar

    Columbo

    31. Mai 2019 10:26 at 10:26

    @Macwoiferl
    „Ein Leben ohne Amerika wird so wahrscheinlicher“

    Ist ein Leben mit(unter!) China oder Rußland angenehmer? Ich hätte da gewisse Zweifel, wie gut ein Leben jenseits von Washington sein könnte. Die schlechteste Demokratie ist besser, als eine Diktatur.
    Europa, das zusammenrückt? Momentan tut es das genaue Gegenteil. Und unsere Wehrhaftigkeit ist so furchterregend, daß es ein Leichtes wäre, sich ohne Washington kurz mal den einen oder anderen Landstrich einzuverleiben.

  3. Avatar

    Macwoiferl

    31. Mai 2019 11:18 at 11:18

    @Columbo:
    Ich sage ja: Angst. Angst ist allerdings immer der schlechteste Ratgeber.
    Angst vor Neuem. Angst vor noch nicht Dagewesenem. Das zeichnet unser Weiter-So Denken aus.
    Europa das zusammenrückt, ja, wenn die nachwachsende Generation übernimmt.
    Sehe da durchaus Hoffnung, aber auch Verpflichtung der Jungen.
    Wir Alte natürlich, wir haben Angst und suchen den Großen Bruder.
    Auch wenn dort längst Diktatur der Hochfinanz herrscht, ist er für uns der Befreier.
    Wir lassen uns freiwillig die Automobilindustrie, den Mobilfunk, das Bankensystem kaputtmachen von IHM.
    Unser Kanzlerin lässt sich abhören. Unsere Kanzlerin lässt sich abkanzeln von IHM auf Gipfeltreffen.
    ER mischt mit bei Griechenland-Krise etc., auch deswegen dividiert sich Europa auseinander.
    ER diktiert uns, welches Gas wir kaufen sollen.
    ER lässt Journalisten abschlachten vom Saudi-Kumpel.
    @Columbo: Wo ist denn die Freiheit geblieben??
    Wo ist der Unterschied zu China oder Rußland?

    Ich bleibe dabei.
    Wenn WBMOPE POTUS die USA kleiner dividiert in der Welt kann das nur Gutes bedeuten!
    Die Börsen werden zurechtgestutzt auf ein vernünftiges Maß.
    Das bornierteste Land der Erde beschäftigt sich endlich mit sich selbst.
    Nominal ist es ohnehin längst am Ende mit 22,3 Bio. Dollar Schulden und gruseliger Infrastruktur!

    @Columbo: Enpfehle Australienreise, das erweitert den Horizont.

    • Avatar

      tm

      31. Mai 2019 12:26 at 12:26

      Inwiefern sind 22,3 Bio. Staatsschulden ein Problem? Und in puncto Infrastruktur sollten wir vielleicht nicht ganz so großspurig auftreten.

      Und bei aller berechtigten Kritik, hat Columbo es doch schon formuliert: „Die schlechteste Demokratie ist besser, als eine Diktatur.“

  4. Avatar

    Prognosti

    31. Mai 2019 12:52 at 12:52

    Die Befürworter des ewigen Schuldenmachens ( neuester Ausdruck MMT ) sollten endlich begreifen, dass das früher schon nicht funktioniert hat.
    Bitte googeln, Ernst Baltensperger

    • Avatar

      tm

      31. Mai 2019 13:02 at 13:02

      Stimmt, wenn die Schulden stärker steigen, als die Wirtschaftsleistung, wird das auf Dauer nicht funktionieren. Das fordert aber doch auch so gut wie niemand, oder?

  5. Avatar

    Prognosti

    31. Mai 2019 13:02 at 13:02

    Nachtrag: Der neueste Artikel von Baltensperger ist unter“ News zu sehen“
    GELDPOLITIK VS. FINANZPOLITIK

  6. Avatar

    Macwoiferl

    31. Mai 2019 13:09 at 13:09

    @tm:
    Naja nun, Infrastruktur: Ich war viele Male „drüben“ und sage mal so:
    Strom-Telefonleitungen liegen bei uns unter der Erde.
    Die erste Highspeed-Zugstrecke (Tempo 320) entsteht gerade erst (Westküstenbahn).
    Nicht umsonst ist gerade ein Infrastrukturpaket in der Pipeline.
    Aber ja, natürlich im Gegensatz zu Weiter-so-Deutschland, wo man sich ausruht auf dem Erreichten.
    Etwas mehr als 37 Mio. US-Amerikaner beziehen Essensmarken; rund 24 Mio sind ohne Krankenversicherung (Quelle: Usdebtclock.org)
    Die fragen Sie mal nach der Güte ihrer Demokratie.

    Aber natürlich @tm, @Columbo, wer hier in der Finanz unterwegs ist, muss auf Amerika schwören.
    Das alte Denken eben. Weiter so. War schon immer so.
    Im übrigen, Rußland mag eine Diktatur sein, ja.
    Aber vielleicht haben Sie, alt oder nicht, schon begriffen dass da keine Kommunisten mehr sitzen…

    Ich wünsche Ihnen gute Trades für Ihre, ja, Altersvorsorge.
    :-)

    • Avatar

      Shong09

      31. Mai 2019 13:40 at 13:40

      Es gibt einen viel triftigeren Grund, und dies ist, dass sie nun einmal lediglich die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Da haben wir in D doch wenigstens ein paar mehr Krankheiten zur Wahl. Was die gewählten dann wiederum tun dürfen, bestimmen Leute, welche wir nicht zu Gesicht bekommen. In der DDR nannte man es falten gehen. Leider sind im Westen noch nicht allzu viele Menschen aufgewacht.
      Aber die Grünen werden es in Zukunft schon richten. Dann brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen

      Und an die anderen beiden Herren, warum sollte Russland keine Demokratie haben? Etwa weil über 60% der Meschnen jemanden wählen, der Ihnen nicht passt? Oder weil Gesetze zur Anwendung kommen?
      Russland ist wohl in jedem Fall mehr Demokratie als Deutschland

      • Avatar

        leftutti

        31. Mai 2019 15:34 at 15:34

        Mal wieder ein Kommentar, der vor der vielbeschworenen Sachlichkeit nur so trieft und strotzt. Frei von rein provokativen Behauptungen, alles fundiert und wissenschaftlich belegt und untermauert. Fein gewürzt mit einer Prise Deep State und dem dumm-verschlafenen Michel, schön garniert mit dem üblichen Hauch Grünen-Bashing.

        Waren es in Russland nicht sogar fast 77% Zustimmung in Wahlen, wie sie demokratischer kaum sein könnten? Nun ja, abgesehen von ein paar kleineren Unregelmäßigkeiten, wie sie z. B. die OSZE feststellen konnte. Dass etwa an manchen Orten die offizielle Wahlbeteiligung die Zahl der registrierten Wähler überschritten habe, dass einige oppositionelle Kandidaten erst gar nicht zugelassen wurden, dass bereits bei Öffnung der Wahllokale schon Stimmzettel in den Urnen lagen, dass es Mehrfach-, Gruppen und Karussell-Abstimmungen gab…

        Alles linksgrün initiierte und gesteuerte Fake-Behauptungen aus der Lügenpresse, um die vorbildlichsten Demokratien des Planeten zu diskreditieren, die Staaten zu verunglimpfen, in denen wahre Staatsmänner noch vom Volk geliebt werden.

        • Avatar

          Shong09

          31. Mai 2019 17:07 at 17:07

          Dass es Vorschriften gibt, und sich nicht jeder aufstellen lassen kann, das ist nun mal so, aber was stört es einen schon, wenn es die eigene Sichtweise stützt. Führen Sie doch bitte ihre sachlichen Quellen an.
          77% >60% soviel zur Mathematik.
          Mit wie vielen Russen haben Sie denn gesprochen, und wie viele haben sich gegen Putin ausgesprochen? Wenn beides kongruent ist, dann habe ich da keine Zweifel, dass mehr als 60% Putin wählen.
          Wie die OSZE z.B. die gläsernen Wahlurnen auf der Krim bemängelt, welche von ihr aber gleichzeitig für Wahlen gefordert/vorgegeben sind? Ja, dass nennen Sie dann sachlich.

          • Avatar

            leftutti

            31. Mai 2019 19:53 at 19:53

            @Shong09, erster Satz, erster EURO fürs Phrasenschwein (aber was stört es schon, wenn es die eigene Sichtweise stützt). Erst einmal ist der doch an der Reihe, wüste Behauptungen zu untermauern, der sie aufstellt: Russland ist wohl in jedem Fall mehr Demokratie als Deutschland.

            Sie haben eine wirklich beeindruckende Vorstellung von Demokratie. Wenn also Diktatoren von Haus aus jegliche ernstzunehmende Opposition verbieten, politische Konkurrenz kurz vor den Wahlen verhaften oder noch schnell Gesetze erlassen, dass chancenreiche Oppositionspolitiker nicht an Wahlen teilnehmen dürfen, dann ist das halt nun mal so.

            Wenn in- und ausländische Wahlbeobachtung zunehmend erschwert wird, ist das ein Zeichen für mehr Demokratie als in Deutschland? Ist die OSZE für Sie nun auch schon ein linksgrün-liberales Medienunternehmen? Was soll uns Ihre geistig-argumentative Übersprungshandlung hin zu gläsernen Urnen (die in einer wahren Demokratie übrigens egal wären, da Wahlzettel ja mehrfach gefaltet sein sollten) eigentlich sagen, wenn die Rede von den o. g. fünf völlig anderen Unregelmäßigkeiten ist?

            Beruflich bedingt, bin ich übrigens sehr häufig im ehemals arktischen Norden Russlands unterwegs, sofern wir nicht gerade mal wieder ganz demokratisch-freundlich „gebeten“ werden, unsere Untersuchungen in den amerikanischen, europäischen oder asiatischen Hoheitsgebieten fortzusetzen ;) Dennoch habe ich im Laufe der letzten 25 Jahre sicherlich mit ein paar hundert russischen Menschen auf Schiffen, auf Inseln und auf dem Festland gesprochen. Viele davon kennen seit 2000 keine Alternative zu Putin, viele haben Angst, sich dahingehend zu äußern, viele sind dem typischen Fatalismus verhaftet. Dennoch hat sich etwa die Hälfte gegen Putin ausgesprochen, wenn es denn eine Alternative gäbe.
            Das klingt nach wahrer Demokratie.

          • Avatar

            Shong09

            31. Mai 2019 20:55 at 20:55

            Ich habe mit diversen (gebildeten) Russen Kontakt, zugegebenermaßen nicht einigen hundert, und habe noch keinen getroffen, der jmd anderen wählen wollen würde. Putin hat die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen und militärischen Aufstieg Russlands geschaffen und dieser kam anschließend. Militärischer Aufstieg im Sinne von das Land wieder wehrhaft gemacht. Deswegen wollen die meisten Putin, Erdogan wird mitunter ebenfalls wegen dem wirtschaftlichem Aufstieg der Türkei unter seiner Amtszeit gewählt, ob er für diesen aber auch verantwortlich ist, weil er die Voraussetzungen geschaffen hat, weiss ich nicht.
            Die Rolle der OSZE im Ukrainekonflikt sollten Sie sich vlt einmal zur Gemüte führen, dann sollten Sie wenig Fragen haben, ob sie wirklich neutral ist.
            Den Umgang mit der AfD und ihren Mitgliedern sehen sie wahrscheinlich auch als demokratisch an? Wie z.B. die Ermordung des Mitglieds in HH oder HB? Sie haben aber eine schöne Vorstellung von Demokratie

          • Avatar

            leftutti

            31. Mai 2019 23:42 at 23:42

            @Shong09, Sie beginnen allmählich immer mehr zu lallen und zu phantasieren. Bisher habe ich weder vom Ukrainekonflikt geschrieben, noch von der Ermordung des Mitglieds in HH oder HB. Ich bin trotz Ihrer Störfeuer und Ablenkungen noch immer beim ursprünglichen Thema Demokratie in Russland und dass Sie zusammenhanglos zu sämtlichen Themen hier auf FMW immer wieder Verschwörungstheorien und die bösen Grünen ins Feld führen.

            Demokratie, Sie erinnern sich? Ich darf Sie zitieren: Putin hat die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen und militärischen Aufstieg Russlands geschaffen und dieser kam anschließend. Militärischer Aufstieg im Sinne von das Land wieder wehrhaft gemacht. Deswegen wollen die meisten Putin, Erdogan wird mitunter ebenfalls wegen dem wirtschaftlichem Aufstieg der Türkei unter seiner Amtszeit gewählt

            Erdogan wird mitunter ebenfalls wegen des falschen Dativs gewählt. Mitunter ebenfalls, da mögen Sie recht haben :) Historisch gesehen, würde ich eher Michail Sergejewitsch Gorbatschow das Lob zusprechen, eine Grundlage für Demokratie und wirtschaftlichen Aufschwung in Russland geschaffen zu haben.

          • Avatar

            Michael

            31. Mai 2019 23:57 at 23:57

            @Shong09, interessant, aber leider nicht für jedermann stringent, wie Sie einerseits auf die Bildung von Menschen Wert legen, wenn es der eigenen Argumentation förderlich ist (Ich habe mit diversen (gebildeten) Russen Kontakt), gleichzeitig die Bildung aber ins Lächerliche ziehen: In der Regel wenn überhaupt, dann folgt daraus, dass die jeweiligen Absolventen eine gewisse Bildung in einem Fach aufweisen können, und selbst diese ist meist sehr eingeschränkt. Studieren, dass war einmal.
            https://finanzmarktwelt.de/markus-koch-aktuell-live-von-der-wall-street-der-trump-schock-128210
            Sicherlich werden Sie, wie immer, diesen Widerspruch sachlich, fundiert und wissenschaftlich aufklären können?

          • Avatar

            leftutti

            1. Juni 2019 17:40 at 17:40

            @Shong09, Sie schreiben von der Ermordung des [AfD-]Mitglieds in HH oder HB. Dieses Thema hat mich schockiert und entsetzt zugleich, weil mir davon bisher nichts bekannt war. Ich habe stundenlang gegoogelt, konnte aber überhaupt nichts von Morden an AfD-Mitgliedern in Hamburg und Bremen finden. Bitte klären Sie mich dahingehend auf.

            Was ich allerdings fand, war folgender aufschlussreiche Artikel auf einer der typisch rechtsextremen Hetzseiten, die es noch nicht einmal nötig hat, ein rechtlich vorgeschriebenes Impressum zu veröffentlichen. Dennoch gilt diese Seite, neben ein paar weiteren vergleichbaren Seiten im Netz auch, für die rechten medial-populistischen Sturmtruppen und deren Bot-Armee als objektiver und unabhängiger Wahrheitsverkünder im Ggs. zur vielbeschworenen Lügenpresse und wird den sog. alternative Medien zugerechnet.
            http://www.pi-news.net/2019/01/brutaler-mordanschlag-auf-bremer-afd-bundestagsabgeordneten/
            Zitiert wird in dem Artikel neben der eigenen „objektiven“ Berichterstattung auch die offizielle Aussage der AfD Bremen:
            Mit einem Kantholz schlugen sie ihn bewusstlos Lüge 1 und traten weiter gegen seinen Kopf, als er bereits am Boden lag Lüge 2. Dem couragierten Eingriff eines Bauarbeiters ist es zu verdanken, dass die Angreifer ihr Vorhaben nicht vollenden konnten Lüge 3 und Frank Magnitz mit dem Leben davongekommen ist Lüge 4. Der polizeiliche Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Bremen ermitteln, da die Tat politisch motiviert gewesen ist Lüge 5.

            Im Artikel ist die Rede von Linksterroristen und von einer von den Altparteien und GEZ- sowie Mainstream-Medien gezielt geführten Hetzjagd. Obwohl viele Medien sogar die irreführende, in großen Teilen übertriebene und unwahre Beschreibung der AfD übernahmen, empörten sich AfD-Leute über die Berichterstattung dieser Medien.

            Die Wahrheit kann man beispielsweise hier nachlesen:
            https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-01/angriff-frank-magnitz-afd-politiker-polizei-fahndung-video-tat-flucht
            https://www.spiegel.de/panorama/justiz/afd-angriff-auf-frank-magnitz-gutachten-stuetzt-version-der-ermittler-a-1248280.html

            Man kennt also weder die Täter und/oder deren (prophylaktisch einfach mal unterstellte politische) Motivation. Auch ein versuchter Raubüberfall ist nicht auszuschließen. Herr Magnitz wurde weder mit einen Schlagwerkzeug bewusstlos geschlagen, noch wurde auf ihn eingetreten, als er bereits am Boden lag. Auch ist es nicht dem couragierten Eingriff eines Bauarbeiters zu verdanken, dass ein geplanter Mordanschlag fehlgeschlagen ist. Die Bauarbeiter haben vielmehr die Tat überhaupt nicht gesehen und waren erst vor Ort, als Herr Magnets bereits wieder ansprechbar war. Das Wichtigste war für ihn als erstes, dass gleich die Wunde fotografiert werden sollte, um, wie er später selbst zugegeben hatte, eine „mediale Betroffenheit“ auszulösen. Was immer das bedeuten soll, möge jeder für sich entscheiden.

            Obwohl ich persönlich den Vorfall als eine verabscheuungswürdige Tat einstufe, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die AfD und die ihr nahestehenden „alternativen Medien“ fast froh über den Vorfall waren. Lieferte er doch einmal mehr einen guten Grund für die rechte Hetze gegen „linksradikale“ Kräfte und die manipulierten Mainstreammedien. Und ist er doch wunderbar geeignet, der Welt mal wieder zu beweisen, welch arme und bedauernswerte Opfer diese Partei doch in ihren Reihen birgt. Und last but not least war er doch eine willkommene Kompensation zu der großen Enttäuschung, dass der Mord an der 14-jährigen Keira aus Berlin „leider“ doch nicht von einem Migränen begangen wurde, wie es die alternativen Hetzblätter erst so schön postulierten: Die frühzeitige „Einlassung“ mit „heranwachsenden Migranten“ zur besseren Durchwirkung der gewünschten Umvolkung … Die Menschen müssen endlich begreifen, was die böse Hexe aus der Uckermark unserer Heimat angetan hat … „Mia-Maria-Keira“ und hunderte weitere verletzte, vergewaltigte und geopferte deutsche Mädchen: Merkel und die Systemlinge haben mitgemordet.
            http://www.pi-news.net/2018/03/berlin-14-jaehrige-keira-14-mit-20-messerstichen-abgeschlachtet/
            https://www.stern.de/panorama/stern-crime/berlin–14-jaehrige-getoetet—rechte-missbrauchen-ihren-tod-fuer-hetze-7896906.html
            https://www.tagesspiegel.de/berlin/mordfall-keira-in-berlin-hohenschoenhausen-polizei-ermittelt-gegen-lutz-bachmann/21065690.html

    • Avatar

      Columbo

      31. Mai 2019 14:37 at 14:37

      @Macwoiferl
      Fürs Alter brauch ich nicht mehr vorsorgen, da bin ich schon, Gott sei Dank.
      Der Wunsch nach Diktatur kommt wieder, hab ich schon gemerkt, ist ja auch schon sooo lange her und so schlimm, wie die tun, wird es schon nicht sein. Warum nicht wieder mal probieren, wie sich das anfühlt? Einfach brav sein, dann paßt‘s. „Gemäßigte Diktatur,Kuscheldiktatur“ sind die neuen Schlagwörter. „Ich sage dir, wo es langgeht und was du zu tun hast, aber ganz lieb“.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

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Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage bei Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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