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Trump – eine Mischung aus Wut und Panik

Es wäre die größte Niederlage für den Präsidenten in seinem ganzen Leben wäre – würde er nicht wiedergewählt werden..

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

US-Präsident Trump führt einen Wirtschaftskrieg mit China, zum einen um das von ihm so verhasste Handelsbilanzdefizit abzubauen und zum anderen um Stärke vor seinen Wählergruppen zu demonstrieren, die er so dringend für seine Wiederwahl 2020 braucht.

Denn und das ist das oberste Ziel für den jetzigen Amtsinhaber, schon frühzeitig erkennbar, schließlich hatte er sich bereits kurz nach seinem Wahlsieg 2016 in das Register für die Kandidatur 2020 eintragen lassen. Jetzt bemerkt er wutentbrannt, dass seine Taktik, die Chinesen in die die Knie zu zwingen, nicht rechtzeitig aufgeht, die Wirtschaftsaussichten sich aber überall verschlechtern und der Wahltermin 2020 unaufhaltsam näher rückt. Seine erratischen Reaktionen werden immer extremer und versetzen selbst die eigene politische Basis in Wallung. Hier ein paar der Trumpˋschen Entgleisungen:

 

Trump und die Eskalation im Handelsstreit

„We ˋll tax the hell out of China, until we reach a deal.“ So hatte Trump noch Anfang August getönt und auch tatsächlich am vergangenen Freitag mit der Anhebung der Zölle gegenüber China nachgelegt. Die Chinesen antworten eigentlich immer maßvoll, mit einer Politik der Nadelstiche auf spezielle Gruppen zielend und anscheinend bereit auch eine Schrumpfung der Wirtschaft weltweit tolerieren zu wollen – wenn es Trump schadet.

Das Destruktive dabei ist die von Donald Trump unweigerlich verursachte Unsicherheit bei Investoren. Wer baut denn schon eine Fabrik in einem Lande, wenn er nicht weiß, ob sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen urplötzlich verschlechtern. Wirtschaft ist zu einem großen Teil Psychologie und diese Urerkenntnis scheint Donald Trump mit seinem Credo für den Uni-beziehungsweise allenfalls Bilateralismus völlig zu ignorieren.

 

Die Drohung mit Notstandsgesetzen

Sein im Zorn ausgesprochener „Befehl“ an die US-Unternehmen, sich aus China zurückzuziehen, zeigt einmal mehr, in welcher Welt sich der Präsident mit diesem „Großmannsgehabe“ befindet. Klar hat ein US-Präsident im Notstandsfalle enorme Machtkompetenzen, wenn es darum geht, die USA vor fremden Feinden zu schützen. Der „International Emergency Economic Power Act“ von 1977 ist so ein Fall, nur ist er vorgesehen um Terrorismus, Drogenhandel oder „die Achse des Bösen“, frei nach George W. Bush, also Staaten wie Nordkorea, Syrien oder den Iran, zu bekämpfen. Und nicht um einen Handelskrieg zu verschärfen, den man selbst maßgeblich befeuert hat. Einige Rechtsgelehrte in den USA bewerten dies als Missbrauch, zu eigenen Zwecken und nicht um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.

 

Trump und die Angriffe auf die eigene Notenbank

„Die Fed ist ein größerer Feind für die US-Wirtschaft und den Erfolg meiner Politik, als Xi Jinping“, diese Worte waren der bisherige Höhepunkt und zugleich Tiefpunkt in der Auseinandersetzung zwischen dem US-Präsidenten und einer unabhängigen verfassungsrechtlich garantierten Organisation in den USA. Dahinter steckt der plumpe wie auch brutale Versuch Donald Trumps die Wächter über Inflation und Arbeitsmarkt zu einem ihm genehmen Verhalten zu nötigen. Die Forderungen nach heftigsten Zinssenkungen und Käufen von Anleihen sollen den Dollar schwächen (zugunsten des Exports) und einen Schub für das Wachstum der Wirtschaft entfalten (4 Prozent im BIP und einen Dow Jones von über 30 000 Punkten), was ihm seine Wiederwahl 2020 ermöglichen soll.

 

Fazit

Wenn man sich die unzähligen Statements Trumps vor der Presse, seine Tweets und seine emotionalen Ausbrüche vor Augen führt, muss man zu dem Schluss kommen, dass es die größte Niederlage für den Präsidenten in seinem ganzen Leben wäre – würde er nicht wiedergewählt werden. Was für eine Schlappe für den größten Dealmaker, zugleich selbst ernannten erfolgreichsten US-Präsidenten aller Zeiten. Das wird er mit allen Mittel zu verhindern versuchen. Neben den Asiaten hat er dabei noch eine Menge Gegner im eigenen Lande. Allen voran die Wall Street, die sich seine emotionalen Angriffe auf die Wirtschaft nicht allzu lange gefallen lassen wird, die Federal Reserve, die ihm nicht im vorauseilenden Gehorsam zu Hilfe eilt und die politischen Institutionen (Senat und oberste Gerichtsbarkeit), die einen wirtschaftspolitischen Amoklauf des Präsidenten aus Eigennutz bremsen werden.

Ergo: Wenn es nicht gelingt, die Verunsicherung der Weltwirtschaft infolge der dauernden Eskalationen aus dem Weg zu räumen, durch welchen Deal auch immer, wird sich die Schlinge um den Hals des Präsidenten von Monat zu Monat zuziehen. Die Hand am Seil hat dafür der US-Verbraucher, dessen unerschütterlicher (schuldenfinanzierter) Glaube an die Stärke der Wirtschaft die USA wie ein Fels in der Brandung erscheinen lässt, noch.

 

Trump verunsichert mit seiner Politik Firmen und Investoren gleichermaßen

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

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Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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