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Trump-Euphorie: Warnende Stimmen von der Wall Street – ganz vereinzelt..

„Beste Kaufgelegenheit seit Jahrzehnten“ – so die fast einhellige Meinung an der Wall Street – vor allem im Hinblick auf die US-Banken. Mahner sind ganz selten – aber es gibt sie, wenn man die Stecknadel im Heuhaufen sucht..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die fast einhellige Meinung an der Wall Street ist: es kann nur nach oben gehen. Trumps Steuerpläne, Trumps Infrastrukturprogramm, Trumps Deregulierung – Trump, Trump und nochmal Trump. Rücksetzer müsse man kaufen, vor allem die Aktien der US-Banken hätten noch sehr viel Luft nach oben, Nebenwerte etc.

Die Mahner sind selten, sehr selten – aber es gibt sie doch an der Wall Street, wie etwa die Fondsmanagerin Nili Gilbert. Und ihre Argumente sind bedenkenswert. So verweist sie etwa die extrem bullische Stimmung bei US-Börsenbriefen, die nahe der Allzeithochs liegen. Oder die Stimmung bei kleineren US-Unternehmen, die kürzlich den stärksten Anstieg seit 1980 verzeichneten.

Gilbert verweist auf die Fed, die die Zinsen anheben werde – schon jetzt seien die Renditen, trotz des jüngsten Rückgangs, gestiegen, was die Kosten für Kredite für Unternehmen nach oben treibe und sich somit negativ auf die Gewinne der Unternehmen auswirken werde. Schon in den letzen beiden Jahren seien die US-Unternehemnsgewinne rückläufig gewesen („earnings recession“), und insgesamt sei im Grunde alles Positive – selbst wenn es denn so käme – bereits in den Kursen enthalten. Vor allem aufgrund der übermäßig bullischen Stimmungsindikatoren rechnet Gilbert daher mit einer schärferen Korrektur von ca. 10% bei den US-Indizes.

Doch das ist eine Aussenseitermeinung – in den US-Börsenmedien wie CNBC dominieren Aussagen wie: „Das ist die beste Kaufgelegenheit seit Jahrzehnten“, vor allem in Hinsicht auf US-Banken-Aktien. Daher sind die Erwartungen an die Zahlen heute von Wells Fargo, Bank of Amerika und vor allem, am wichtigsten, JP Morgan, geradezu überbordend (wir werden später über diese Zahlen der US-Banken berichten).


Alles bullisch? Statue nahe der Wall Street in New York City.
Foto: Arturo Di Modica; Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Solche Aussagen wie „beste Kaufgelegenheit seit Jahrzehnten“ unterstreichen die massive Euphorie: man sieht Null Risiken. Dabei hat doch schon die Pressekonferenz von Trump mit seiner Attacke auf die Pharma-Industrie gezeigt, wie groß die Risiken faktisch sind – neben seinen Twitter-Kommentaren gegen einzelne Unternehmen wie Boeing, Lockheed Martin, General Motors etc.

Trump ist dabei der größte Euphorie-Faktor – aber auch das größte Risiko für die Märkte. Was etwa ist, wenn Trump viel weniger umsetzen kann von seinem Programm, als die Märkte erwarten, weil die Widerstände gegen eine ausuferende Schulden-Politik bei den Republikanern sehr ausgeprägt sind?

Dazu kommt: ein Regierungschef, der seine Geheimdienste faktisch „Nazi-Verhalten“ vorwirft, sitzt nicht sicher im Sattel. Da wird es einige Geheimdienstler geben, die sich von ihm schwer auf die Füsse getreten fühlen – und sich manche Dinge genauer ansehen werden, die Trump in der Vergangenheit gemacht hat. In jedem Unternehmen, vor allem in so weit verflechteten wie denen von Trump, liegen Leichen im Keller. Und: die kürzlichen Vorwürfe gegen Trump erscheinen zwar überwiegend unplausibel, weniger unplausibel aber ist, dass Trump oder Leute aus seinem Team mit russischen Behörden in Kontakt standen. Das wäre, gemäß Verfassung, „Landesverrat“ und könnte zu seiner Absetzung führen.

So oder so: wer derart impulsiv ist und auftritt wie Trump, wer derart vielen Leute auf die Füsse tritt, macht viele Fehler, und hinterläßt dabei Opfer, die sich rächen wollen. Die Wahrscheinlichkeit ist daher durchaus eher hoch, dass Trump nicht wirklich die gesamte Amtszeit absolvieren kann – ein Szenario, das die Märkte bislang völlig ignoriert haben..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Walter Schmid

    13. Januar 2017 12:36 at 12:36

    Nach allen Erfahrungen ist es auf dem aktuellen Niveau und der derzeitigen Situation sehr risikobehaftet, auf steigende US-Indizes zu setzen. Und wer keine Short-Positionen eingehen will, kann ja auch einfach nur mal nichts tun. Man muss ja nicht immer investiert sein. Nach meiner Einschätzung steigen die Chancen für eine richtig fette Bären-Party allerdings von Tag zu Tag.

  2. Avatar

    wibe69

    13. Januar 2017 12:36 at 12:36

    ist FMW hiermit nicht etwas voreilig:

    „Die Wahrscheinlichkeit ist daher durchaus eher hoch, dass Trump nicht wirklich die gesamte Amtszeit absolvieren kann“

    Der Mann ist noch nicht mal im Amt und es wird schon über seine Absetzung spekuliert !?!

  3. Avatar

    gerd

    13. Januar 2017 13:47 at 13:47

    Leider ist der Artikel von Wunschdenken geprägt.

    Ich schrieb ja schon, dass ich
    – ein ausgeprägter Bulle bin, und sei es nur, aber immer noch wegen TINA und dass ich
    – weil es mich so reizte, vor ein paar Wochen mit Shorts fremdgegangen bin.

    Ein kräftiger Rückschlag wäre momentan auch mir ausnahmsweise sehr angenehmst.

    Aber
    1. bevor sich Trump von den den Geheimdienstlern ans Bein pinkeln lässt, würde er vorsorglich die Führungsetage auswechseln.

    2. In Deutschland gilt Täterschutz vor Opferschutz. Ich glaube nicht, dass das in USA anders ist.
    Selbst wenn ein kleines Lämpchen aus den unteren Chargen der Geheimdienste irgendwas finden können sollte – wen interessiert das noch, wenn es 10 Jahre zurückliegt und er als Präsident mittlerweile dann gute Arbeit macht.
    Ein anderer Präsident, der vom FC Bayern wurde zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach nicht mal einem halben Jahr konnte er als Freigänger sogar schon wieder
    die JUGEND des FCB betreuen. Gutes Vorbild für die jungen Leute. Traurig, aber so ist die Welt nun mal -leider. Niemand hat das gestört.

    3. Das jüngste Gerücht – die erfundene Kampagne mit Prostituierten zeigt, wie verzweifelt das Washingtoner Establishment inzwischen ist. Wenn auch nur ein Fünkchen wahr wäre an dem Behaupteten, hätte man es im Wahlkampf, v o r der Wahl, längst veröffentlicht. Denn mit so einem Schmierenstück hätte Clinton garantiert 80% der Stimmen bekommen (Der WELT wurde die erfundene Story übrigens zwei Tage vorm Wahltag bereits angeboten).

    Jetzt sind offenbar die letzten Schamgrenzen gefallen, auch bei einigen Schreiberlingen in Deutschland. Sie haben diese schamlosen Unterstellungen als Tatsache hingestellt. In kleinen Nebensätzen wurde, fast unmerklich für die Leserschaft, darauf hingewiesen, dass alles unbewiesen ist. Damit sie sich letztlich nicht in die Gefahr begeben, strafverfolgt zu werden.
    Diese Einschränkungen hatte das Regime in NAZI-Deutschland nicht nötig gehabt. Die konnten voll zuschlagen und haben ihnen missliebige Personen gefahrlos und ohne Vorbehalt denunziert und sie dann eingesperrt oder Schlimmeres mit ihnen gemacht.

    Wegen diesem Letzteren hat Trump in der Tat seine Frage hinsichtlich NAZI-Deutschland übertrieben. Aber in der Tendenz liegt er nicht falsch.

    Fazit:
    Trump bleibt.
    Aber wir haben trotzdem noch eine riesengroße Chance auf eine ebenso große tschechische Reaktion

    • Avatar

      gerd

      13. Januar 2017 14:01 at 14:01

      Berichtigung:
      Mir wurde soeben kund, das Phänomen ‚Täterschutz geht vor Opferschutz‘ würde es nur in Deutschland geben.

    • Avatar

      Hinterfrager

      13. Januar 2017 14:06 at 14:06

      Der Austausch einer Führungsetage nützt herzlich wenig, wenn (immer zahlreiche) Widersacher außerhalb der eigentlichen Administration sitzen. Unterschätzen Sie die „Maschinerie Washington“ nicht! An dieser hat sich nicht nur ein gewisser Richard Nixon gehörig die Zähne ausgebissen…

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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