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Trump kündigt für Mittwoch Steuersenkungsplan an – und lobt die Chemie mit Merkel!

In einem leicht konfusen Interview kündigt Trump noch für diese Woche einen Plan für die große Steuersenkung an. Trump lobt die Chemie zwischen ihm und Merkel, und erklärt, warum er China nicht mehr als Währungsmanipulator bezeichnet…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump hat gestern in einem Interview angekündigt, diesen Mittwwoch (oder etwas später) einen Plan zu einer Steuerreform vorzulegen – sowohl für Unternehmen, als auch für Privatpersonen:

„Well I’m going to roll (out) probably on Wednesday, around Wednesday of next week, we’re putting out a massive tax reform — business and for people — we want to do both. We’ve been working on it (..) We’re going to be putting that out on Wednesday or shortly thereafter. Let me leave a little room just in case (..). And that’s a big story, because a lot of people think I’m going to put it out much later.“

Da hat Trump sich viel vorgenommen: ebenfalls in dieser Woche soll ein neuer Anlauf zur Ersetzung von Obamacare unternommen werden, gleichzeitig muss bis Ende der Woche die US-Schuldenobergrenze anhehoben werde, sonst würden ab Samstag (Trumps 100.Regierungstag!) US-Behörden geschlossen werden müssen. Besonderer Streitpunkt ist die Frage, ob bei der Anhebung der Schuldengrenze Ausgaben für die Mauer zu Mexiko berücksichtigt werden – die Demokraten haben das bisher strikt abgelehnt. Trump sagte nun, die Mauer koste weniger als viele annähmen (ca. 10 Milliarden Dollar).


Donald Trump. Foto: Michael Vadon/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Zurück zum Trump-Interview, dessen Fokus auch auf seinen bisherigen Kontakten zu ausländischen Staatschef liegt: der neue amerikanische Präsident meint nun, dass unter Xi Xinping China kein Währungsmanipulator mehr sei – ausserdem könne er ja nicht von China einfordern, ihm in der Sache mit Nordkorea zu helfen, und ihn gleichzeitig einen Währungsmanipulator nennen, das gehe doch schließlich nicht.

Überraschendes dann über sein Treffen mit Merkel: zwischen ihr und ihm sei die Chemie bislang mit am Besten gewesen bei seinen bisherigen Treffen mit ausländischen Staatschefs – dass er auf Zuruf der Journalisten Merkel nicht die Hand geschüttelt habe, habe erstens daran gelegen, dass er die Rufe nicht gehört habe (FMW: was ziemlich unglaubwürdig ist!), und zweitens habe er Merkel davor schon viermal die Hand geschüttelt. Im Vorfeld habe er – wegen der Handelsfragen und den Zahlungen an die NATO – nicht erwartet, dass die Stimmung zwischen ihm und Merkel so gut sein könnte. Sie werde, ebenso wie Italiens Ministerpräsident Getiloni, mit dem er viel gescherzt habe, sehr viel mehr bezahlen in Sachen NATO – er sei schließlich der erste US-Präsident, der das wirklich eingefordert habe.

In der Summe wirkt das Interview leicht konfus, Trump erwähnt immer wieder seine riesige Wählerbasis, die die Mauer zu Mexiko unbedingt wolle (FMW: man hat nicht den Eindruck, dass Trump zur Kenntnis nimmt, etwa mit der Syrien-Attacke seine Stammwählerschaft schwer enttäuscht zu haben!).

In dem Interview sagt er darüber hinaus klar, dass er sich Fernsehmedien wie CNN nicht mehr ansehe, weil sie ihn kritisierten und eine andere Meinung vertreten. Dazu kommt zum Ausdruck, dass Trump sich eigentlich einen Sieg Le Pens wünschte, sie sei die überzeugenste Kandidatin in Immigrationsfragen etc.

Für die Märkte aber wird nun entscheidend wichtig, ob Trump sein Versprechen einhalten kann und wirklich noch diese Woche einen Plan für Steuersenkungen vorlegen wird…

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Deutsche Bank-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

Claudio Kummerfeld

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am

Die Deutsche Bank-Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 5,94 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,26).

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 309 Millionen Euro (Vorjahresquartal -832). Der den Aktionären letztlich zuzurechnende Gewinn liegt bei 182 Millionen Euro (Vorjahr -942 Millionen Euro). Für heute waren auch negative Zahlen erwartet worden.

Die harte Kernkapitalquote sinkt leicht von 13,4 Prozent auf 13,3 Prozent.

Die Deutsche Bank-Aktie notiert mit +2 Prozent.

Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den offenen Brief von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing an seine Mitarbeiter bezüglich der Quartalszahlen.

Key Facts auszugsweise im Wortlaut von der Deutschen Bank:

Erträge wachsen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro

Die Erträge in der Kernbank legten im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro zu.
Die Erträge in der Investmentbank stiegen um 43 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
Die Privatkundenbank war stabil, da ein wachsendes Geschäftsvolumen die negativen Effekte des Niedrigzinsumfelds ausgleichen konnte.
Die Erträge in der Unternehmensbank fielen um 5 Prozent bzw. 2 Prozent ohne Währungseffekte; der Bereich konnte negative Zinseffekte durch Preisanpassungen bei Einlagen teilweise kompensieren.
In der Vermögensverwaltung (Asset Management) stiegen die Erträge um 4 Prozent, die Nettozuflüsse betrugen 11 Milliarden Euro.

Elftes Quartal in Folge mit Fortschritten bei den Kosten

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.
Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten1 sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wenn erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hedgefonds-Geschäfts nicht berücksichtigt werden.
Die Deutsche Bank liegt weiterhin im Plan, ihr Kostenziel von 19,5 Milliarden Euro für 2020 zu erreichen.

Die Kernbank erzielte im Quartal einen Vorsteuergewinn von 909 Millionen Euro

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
In den ersten neun Monaten betrug der Vorsteuergewinn 2,6 Milliarden Euro; der bereinigte Vorsteuergewinn1 stieg um 40 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Grafik zeigt Deutsche Bank-Quartalszahlen im Detail

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

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