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Trump mit Freude über das WTO-Urteil – wird sie lange anhalten?

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Es war so etwas wie ein kleiner persönlicher Triumph für Donald Trump in Zeiten großen innenpolitischen Widerstands – die Entscheidung der Welthandelsorganisation WTO über die Unzulässigkeit von Subventionen für das Luftfahrtunternehmen Airbus. Die Freigabe für Strafzölle in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar wurde denn auch umgehend umgesetzt mit einer Liste von den Produkten, die ab dem 18. Oktober mit Abgaben belegt werden sollen.

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Trump freut sich für den Moment – wie wird die EU reagieren?

Das WTO-Urteil war in den USA sehnsüchtig erwartet worden und seine Umsetzung erfolgte prompt auf den Fuß. Zölle in Höhe von 10 Prozent auf die neuen, in die USA importierten Verkehrsflugzeuge, dazu eine Abgabe von 25 Prozent auf Lebensmittel, Konsumartikel und Industrieprodukte aus Europa. Auch wird Deutschland davon betroffen sein, die Aufstellung liest sich wie eine Liste von Produkten aus einem großen Kaufhaus. Das Urteil ist aber nicht das Ende der Beilegung des seit 15 Jahren andauernden Streits über die Staatshilfen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing.

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat bereits von einem Milliardenschaden durch die Zölle für die EU gesprochen, insbesondere für Deutschland und Frankreich. Aber, wie es halt mit Strafzöllen so ist, erwartet das Institut, dass in einer zweiten Runde die USA selbst noch stärker betroffen sein werden. Denn die Europäer haben sich bereits auf eine Gegenreaktion vorbereitet, wie es EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schon vor längerer Zeit angekündigt hat.

Allerdings muss die EU noch abwarten bis zur Entscheidung der WTO über die Höhe der Wiedergutmachung für die US-Subventionen für Boeing, was noch ein Dreivierteljahr dauern könnte. Man geht davon aus, dass die erlaubte Summe noch zu höheren Vergeltungsmaßnahmen führen könnte, als im aktuellen Urteil. „Tit for Tat“, wie die Amerikaner sagen und eine weitere Eskalationsspirale in dem leidigen Thema.

Und die Zölle auf EU-Autos?

Was bedeutet dieses Aufflammen des Zollkonflikts zwischen den USA und Europa? Noch hofft man in Brüssel, dass nach Ablauf der gesetzten Frist bis Mitte November keine Autozölle für die Exporte in die Vereinigten Staaten kommen werden. Bundeswirtschaftsminister Altmaier hatte bei seinem US-Besuch schon das Angebot einer völligen Abschaffung für diese Zölle gemacht, aber da gibt es noch das Problem der innereuropäischen Einigung.

Jedoch ist da noch der Handelskonflikt mit China und eine zweite Kampffront kann sich der angeschlagene US-Amtsinhaber derzeit eigentlich nicht leisten.

Fazit

Das Urteil der Welthandelsorganisation war natürlich Wasser auf die Mühlen von Donald Trump, als Rechtfertigung von offizieller Seite für seine Zollpolitik,

die die unfaire Behandlung der USA von anderen Staaten und Regionen wie China und die EU beenden soll. Aber wie man sehen kann, hat dieser Protektionismus gewaltige Folgen für die Weltwirtschaft, eine De-Globalisierung in einer Phase des Abschwungs – ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. So könnte das ständige Verhängen von Zöllen in bilateralen Verfahren, trumptypisch „face to face“, zu einem Eigentor des Präsidenten werden, zu einem Pyrrhussieg. Denn sollte es zu einer globalen Rezession kommen, so könnte sich angesichts der Dimension der dann folgenden heftigen finanziellen und sozialen Folgeerscheinungen die Zollproblematik zu einer Nebenthematik mutieren.

Donald Trump hat gut Lachen - für den Augenblick
Donald Trump. Foto: Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

Ein Kommentar

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    Hans K

    4. Oktober 2019 14:40 at 14:40

    Die USA haben eine Menge Globale Champions, die bei einer De-Globalisierung sehr viel verlieren werden. Dazu dürften die USA auch bei einer De-Globalisierung viele Tech Jobs wohl verlieren und dafür mehr einfache Jobs bekommen. Das will Trump nicht. Der will, dass die USA an die Regeln der Globalisierung halten brauchen, nur die anderen müssen sich an die Globalisierungsregeln halten. Ein Win Win für die USA, wo alle anderen massiv verlieren werden. Daher wird Trump auch ohne Deals in den Wahlkampf gehen.

    Bei einer De-Globalisierung dürfte die EU der größte Verlierer sein. Viele US und andere Globale Konzerne wickeln ihre Weltweiten Geschäfte über EU Steuerspar Konstrukte ab.

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Jason Furman über die Krise und wie sie Trump die Wiederwahl ermöglicht

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Jason Furman, ein Top-Ökonom und ehemaliges Mitglied der Obama-Regierung und jetzt Professor in Harvard, sprach Anfang April über die aktuelle Krise und über die Auswirkungen auf die kommende Präsidentschaftswahl: Furman geht davon aus, dass die Krise Trump die Chance bieten könnte, mit den explosivsten monatlichen Beschäftigungszahlen und dem explosivsten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts aller Zeiten zu prahlen. Die USA befand sich zu diesem Zeitpunkt am Beginn des desaströsen wirtschaftlichen Absturzes ungekannten Ausmaßes. Die Wirtschaft war gerade erst stillgelegt worden, die Arbeitslosigkeit schnellte in die Höhe und einige Ökonomen und Experten sagten eine Ära voraus, die schlimmer sei als die Große Depression. Das wirtschaftliche Desaster schien die Chancen von Präsident Donald Trump auf eine Wiederwahl wahrscheinlich zunichte zu machen.

Seine Rede begann der ehemalige hochrangige Wirtschaftsberater Obamas mit den folgenden Worten: “Wir stehen kurz davor, die besten Wirtschaftsdaten zu sehen, die wir in der Geschichte dieses Landes je gesehen haben”. Viele verblüffte und verwirrte Gesichter haben ihn über die zugeschalteten Online-Konferenz angeschaut.

Furman’s Argumente für eine Wirtschaftserholung und die Trump Wahl

Ein Argument ist, dass der wirtschaftliche Zusammenbruch durch die Pandemie, sich stark von der Großen Depression oder der Großen Rezession unterscheidet. Da beide eine langsame und zermürbende Erholung verzeichneten. Die Corona-Krise sei im Gegensatz dazu eine Turbokrise – also eine Krise die unerwartet und schnell aufgetreten ist, aber einen genauso schnellen Wiederaufschwung vollzieht. Denn die Menschen kehren zügig wieder an ihren ursprünglichen Arbeitsplatz zurück und die Unternehmen erhöhen ihre Tätigkeit.

Nach seiner Ansicht gibt es so viele Arbeitslose und geschlossene Unternehmen, die nach dem Lockdown rasch zurückkehren. „Es wird sprunghaft passieren und wie ein V aussehen“, so seine Einschätzung. Die Wirtschaftsberater des Weißen Hauses teilen diese Meinung und sagen bereits ein explosives drittes Quartal voraus. Auf das schwächste zweite Quartal, soll dann das stärkste Quartal der Geschichte folgen. Der Berater von Trump Larry Kudlow – der Leiter des National Economic Council im Weißen Haus – hat dazu gesagt: “Q3 könnte das beste BIP-Quartal seit den regulären Daten sein. Die zweite Hälfte des Jahres wird ein sehr großes Wachstum aufweisen, das 2021 auf 4% oder mehr ansteigen wird.“

Damit sein Szenario eintritt, setzt Furman aber voraus, dass es keine 2. Virus-Welle gibt. Sollte diese eintreten, dann hätte das schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft, ein zweiter Lockdown wäre kaum zu verkraften. Ausgenommen von der möglichen schnellen Erholung in Q3 und Q4, sieht er die langfristige Bewältigung der Lage weiterhin als große Aufgabe an. Auch in „absoluten Zahlen“ werden die November-Daten weiterhin schrecklich aussehen – aber eben relativ zu den Tiefen des April eine deutliche Erholung anzeigen.

Fazit:

Furman betont aber auch, dass ein kurzfristiger Rebound nicht bedeutet, dass Trump viele grundlegende Probleme gelöst hat. Seit Beginn der Krise sind viele Arbeitgeber bankrottgegangen. Andere haben die Pandemie zum Personalabbau genutzt. Konsum und Reisen werden wahrscheinlich niedriger bleiben. Millionen von Menschen in Branchen wie Gastgewerbe und Tourismus werden neue Arbeitsplätze in neuen Industrien finden müssen. Dieses Szenario bleibt ein großes langfristiges Problem. Doch vorher könnte Trump von der Erholung im dritten Quartal profitieren. Er kann sich als Krisenmanager darstellen und auf die „eventuelle positive“ Entwicklung der Wirtschaftsdaten verweisen. Man muss dabei aber bedenken, dass die zukünftigen Quartale mit den katastrophalen Daten aus der Coronakrise und des daraus entstandenen weltweiten Lockdowns verglichen werden. Es ist leicht, daraus positive Entwicklungen aufzuzeigen. Aber die Frage ob und wie schnell es möglich ist die vorherigen Niveaus wieder zu erreichen, bleibt weiter offen.

Hier geht es zum vollständigen Artikel.

Furman über die Krise und die Wiederwahl von Trump

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Aktuell: Trump mit Aussagen zu China – Märkte reagieren

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Donald Trump hat sich heute richtig lange Zeit gelassen. Vor wenigen Minuten hat er nun endlich verkündet, wie die US-Regierung auf das neue chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong reagieren will. Pustekuchen, so kann man es ausdrücken! Trump spricht von einem Land und einem System. Er werde Maßnahmen ergreifen, um die Sonderbehandlung (den Sonderstatus) für Hongkong abzuschaffen. Also für Hongkong-Exporte Richtung USA nun die selben Zölle wie für Importe aus Festland-China?

Die “Phase 1” des Handelsdeals zwischen China und den USA bleibt wohl bestehen, denn kein Wort hat Trump über einen Ausstieg aus diesem Deal verloren. Auch sonst keine Sanktionen oder neue Zölle gegen China. Der große Knall ist ausgeblieben. Der WTI-Ölpreis reagiert mit einem Anstieg von mehr als 1 Dollar auf 35,20 Dollar. Der Goldpreis verliert 4 Dollar auf 1.730 Dollar. Deutlich reagiert der Aktienmarkt. Der Dow 30 auf CFD-Basis legt 250 Punkte zu. Auch Markus Koch meldet sich aktuell zu Wort zu den Aussagen von Donald Trump. Hier sein ganz aktuelles Video.

Donald Trump
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EZB-Geldmenge wächst spürbar – und die Kreditvergabe? US-Sparquote explodiert!

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Die EZB hat heute ihre Daten zum Wachstum der Geldmenge für den Monat April bekanntgegeben. Dies ist derzeit ja besonders interessant aufgrund der gigantischen Gelddruck-Orgien der Notenbanken, um die Coronakrise mit Geld zuzuschmeißen. Kurz vorab: Die Geldmenge “M3” ist laut offizieller Definition der Bundesbank das “weit gefasste Geldmengenaggregat” des Eurosystems, und umfasst neben der Geldmenge M2 auch Repogeschäfte, Geldmarktfondsanteile und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Die Geldmenge M3 ist ein wichtiger Indikator für die monetäre Analyse, die den geldpolitischen Entscheidungen des Eurosystems zugrunde liegt, so die Erläuterung der Bundesbank.

Die heutigen Daten der EZB zur Geldmenge M3 zeigen für die Eurozone ein Wachstum im Jahresvergleich um 8,3 Prozent auf 13,64 Billionen Euro. Die Geldmenge M1 steigt um 11,9 Prozent auf 9,51 Billionen Euro. Sie zeigt den Bargeldumlauf außerhalb des Bankensystems und täglich fällige Einlagen von Nichtbanken bei Monetären Finanzinstituten in der Eurozone. Und, kommt diese monströse Geldschwemme da an, wo sie hin soll? Im April stieg das Volumen der Kredite an Haushalte im Jahresvergleich um 3 Prozent. Kredite an Unternehmen (ohne Finanzbranche) stiegen um 6,6 Prozent. Hier sehen wir die Entwicklung der Geldmenge M3 als Chart im Verlauf der letzten 25 Jahre:


source: tradingeconomics.com

Hier das Datenblatt der EZB aus der heutigen Veröffentlichung:

Geldmenge M3 Daten der EZB von heute

Sparquote in den USA

Die Sparquote in den USA ist im April auf ein Rekordhoch explodiert! In der totalen Krise entdeckt der Amerikaner (derjenige, der überhaupt Geld übrig hat) den Europäer in sich? Nicht mehr konsumieren wie ein Wahnsinniger, sondern erstmal Geld auf die hohe Kante packen, für den Fall dass alles noch viel schlimmer kommt? Die staatlichen Statistiker der Behörde “Bureau of Economic Analysis” (BEA) haben vor wenigen Minuten bekanntgegeben, dass die Sparquote der Amerikaner (von 12,7 Prozent im März) im April auf sagenhafte 33 Prozent gestiegen ist. Das ist der höchste jemals gemessene Wert seit 1960, wo man mit der Erfassung dieses Parameters begonnen hatte. Mit der Sparquote wird angezeigt, welchen Prozentsatz des verfügbaren Einkommens die Bürger bei Seite legen.

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