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Baugewerbe und Dienstleistungen: Neue Daten zur Konjunkturschwäche

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Die Lage für die deutsche Konjunktur wird immer schlechter. Die Börsianer hierzulande scheinen das auszublenden. Wie wir es vorhin schon beschrieben haben. Der Dax scheint sich heute noch im Koma zu befinden bis zu den US-Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr. Aber frische Daten zeigen, wie es mit der Konjunktur in Deutschland weiter abwärts geht. Die stark beachteten PMI Service-Daten von IHS Markit kamen gestern rein mit einem Indexwert von 51,4 für September nach 54,8 im August. Bei diesem Wert geht es um die Dienstleistungsindustrie in Deutschland. Unter einem Wert von 50 wäre es auch in dieser Branche eine Rezession, wo die Industrie sich ja bereits befindet.

Und heute hat IHS für das Baugewerbe in Deutschland PMI-Daten für September veröffentlicht. Im August gab es mit einem Indexwert von 46,3 Punkten für den so wichtigen Bausektor (bremst Gesamtwirtschaft vor dem Sturz in die Rezession noch ab). Dies war der schlechteste Wert seit 62 Monaten! Und jetzt im September gibt es eine Erholung auf 50,1 Punkte. Puhhh, das klingt doch gut? Nach so grottigen Werten vorher sind Erholungen immer drin. Aber man beachte, wie es in den nächsten Monaten weiter geht. Denn diese heutigen Baudaten zeigen auch, dass die Neuaufträge für den deutschen Bausektor aktuell den fünften Monat in Folge rückläufig sind! Also scheint die Tendenz weiter abwärts gerichtet zu sein (hier die ausführliche Meldung). Ein Auszugs aus der Meldung:

Deutschlands Baubranche steht Ende des dritten Quartals auf einem zumindest etwas solideren Fundament wie die jüngsten Umfrageergebnisse zum Einkaufsmanagerindex signalisieren. Die Zuwächse im Wohnungsbau konnten die erneuten – wenngleich schwächeren – Rückgänge im Gewerblichen Bau und im Tiefbau überkompensieren. Zudem wurde die Einkaufsmenge wieder gesteigert und das solide Beschäftigungswachstum setzte sich fort. Allerdings blicken die Branchenakteure weiter pessimistisch in die Zukunft, vor allem da beim Auftragseingang zum fünften Mal hintereinander ein Minus zu Buche schlug.

Hier sieht man gut, wie der Gesamtschnitt der PMI-Daten für Deutschland ins Minus gerutscht ist:

Baugewerbe schwächelt - Baukräne Beispielfoto
Foto: pixabay / MichaelGaida

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Auftragseingänge im Baugewerbe explodieren! Rekordwerte

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Auftragseingänge am Bau - Beispielfoto einer Baustelle

Wir mussten die Meldung erst zwei Mal lesen, weil die Steigerungsrate so derart unfassbar hoch ist! Das Statistische Bundesamt hat heute früh die Auftragseingänge für das Baugewerbe für den Monat November veröffentlicht. Man halte sich fest! Sie steigen saisonbereinigt zum Vormonat um 14,2%. Wahnsinn! Und im Vergleich zu November 2018 sind es +9,1%. Und der Year to date-Vergleich, der ein großes besseres Vergleichsbild gibt? In den ersten elf Monaten des Jahres 2019 stiegen die Auftragseingänge im Baugewerbe real um 4,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch immer noch ein richtig guter Wert! Und es gibt mit diesen aktuellen Gigantomanie-Zahlen auch automatisch neue Rekorde. Zitat von den Statistikern:

Im November 2019 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen nominal mit rund 7,1 Milliarden Euro 10,3 % höher als im November 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem November in Deutschland.

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Einkaufsmanagerindex: Deutsche Industrie erholt, Konsum stark

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Januar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 45,2 (höchster Stand seit elf Monaten; Prognose war 44,5; Vormonat war 43,7)

Dienstleistung 54,2 (Prognose war 53,0; Vormonat war 52,9)

Gesamtindex 51,1 (bester Wert seit August 2019; Prognose war 50,5; Vormonat war 50,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die Vorabschätzungen für Januar liefern zahlreiche positive Anzeichen dafür, dass sich die Gewitterwolken über der deutschen Wirtschaft so langsam verziehen. Mit der abermals entschleunigten Talfahrt näherte sich die Industrie der Stabilisierung weiter an, während der Servicesektor wieder kräftig zulegen konnte. Die Nachfrage zog sowohl im Inland als auch auf den Auslandsmärkten leicht an, was sich im ersten Auftragszuwachs seit sieben Monaten niederschlug. Und da auch die Wachstumszuversicht wieder da ist, sitzt das Geld der Kunden zunehmend lockerer.“

 

 

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Aktuell: Industriedaten aus Italien

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Aus Italien wurde soeben der Auftragseingang der Industrie für November veröffentlicht. Die Daten sind nicht gut! Im Jahresvergleich zu November 2018 ist es ein Rückgang von 4,3%! Die Erwartungen lagen bei um -2%. Auch der Monatsvergleich fällt mit -0,3% schlechter aus als gedacht. Wie auch in Deutschland sieht es für die Industrie in Italien also weiterhin nicht gut aus!

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