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Trump: Spiel mit dem Feuer gegen Iran

Markus Fugmann

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Donald Trump spielt offensichtlich mit dem Feuer durch die Tötungen des Führers der iranischen Revolutionsgarden, Qassem Soleimani, sowie von Abu Mahdi al-Muhandis (Anführer des „Popular Mobilisation Committee“; Al-Hashd Al-Sha’abi).

Die Tötungen, so heißt es in einer Art „Bekennerschreiben“ des Weißen Hauses, seien ein „defensiver Akt“, um US-Amerikaner im Ausland zu schützen:

 

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Diese Erklärung ist natürlich ziemlich absurd: gerade jetzt leben Amerikaner vor allem im Nahen Osten gefährlich, weshalb die US-Regierung auch alle US-Bürger auffordert, den Irak unverzüglich zu verlassen.

Die Führung im Iran hat Rache geschworen – und wird sehr wahrscheinlich in irgendeiner Form US-Einrichtungen oder Amerikaner in den nächsten Tagen attackieren. Passiert das, wird die US-Regierung ihrerseits Vergeltung üben, sodass sich die Spirale der Eskalation weiter dreht, bis hin zu einem militärischen Konflikt etwa durch Luftangriffe der USA auf den Iran.

Die Mullahs in Teheran haben damit genau das, was sie brauchen: sie können gegenüber den liberaleren Kärften im Iran sagen, dass man von Anfang an von jedem Kontakt mit dem „Teufel USA“ abgeraten habe und nun offensichtlich Recht behalte. Damit vereinen dann die radikalen Elemente der iranischen Regierung die unzufriedene Bevölkerung hinter sich – und lenken von den massiven ökonomische Problemen des Landes ab.

Auch der Irak wird damit vollens zum Minenfeld für die Amerikaner – im Grunde ist das die letzte Etappe einer verhängnisvollen Fehl-Entscheidung der USA, in den Irak einzumarschieren. Im gesamten Nahen Osten werden nun gemäßigte Kräfte, die den Westen nicht automatisch für Teufelszeug halten, weiter geschwächt.

Was aber kann oder wird der Iran tun? Denkbar ist etwa die Sperrung der für den globalen Öl-Transport so zentralen Strasse von Hormus – und einem dann folgenden Anstieg der Ölpreise. Stiege der Ölpreis deutlich, hätte das nicht nur inflationäre Effekte (auf die die Fed dann reagieren müßte), sondern auch ähnliche Auswirkungen wie Zinsanhebungen. Wie Wolfgang Müller immer wieder betont: es sind die steigenden Kosten für Öl oder steigende Kosten für Geld, die Partys an den Aktienmärkten beenden!

So oder so: Donald Trump geht mit der Attacke auf den Iran ein gigantisches Risiko ein – und das zu einem Zeitpunkt, an dem nichts gegen eine Wiederwahl des US-Präsidenten sprach. Wenn der Konflikt eskaliert, droht ein Abverkauf an der euphorischen Wall Street – und das kann Trump gefährlich werden. Was helfen die Allzeithochs bei Dow Jones und Co, wenn vor der Wahl die US-Börse dann doch in die Knie geht?

Noch ist es nicht so weit – und es kann auch anders kommen. Aber Donald Trump hat aus einem Gefühl der Stärke heraus einen immens riskanten Schritt unternommen. Dieser Schritt dürfte die Beziehungen zu China und Russland weiter verschlechtern – und könnte sogar zu einer Absage des Phase 1 Deals führen.

Das Risiko ist plötzlich wieder da an Märkten, die aufgrund der Fed-Liquidität glaubten, es gebe keine Risiken mehr..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Sven

    3. Januar 2020 10:52 at 10:52

    Donald wird mit ein paar Tweets den US-Markt schon wieder auf Kurs bringen…

    • Avatar

      Marcus

      3. Januar 2020 11:52 at 11:52

      Richtig, mit ein paar gezielt platzierten Tweets wird dann der Markt wieder in die Spur gebracht.

  2. Avatar

    Zimmermann

    3. Januar 2020 11:19 at 11:19

    Na, da bin ich mir nicht sicher. Ich habe vorsorglich meine Gewinne nun alle vom Tisch genommen und werde die Füsse still halten, bis sich die Lage klärt.

  3. Avatar

    Dorinella

    3. Januar 2020 12:12 at 12:12

    In der Presse und im amerikanischen Fernsehen wurde berichtet :“ Trump wird von den Mullahs VERSPOTTET !
    Das ist das gefährlichste, was man gegen ihn tun kann.
    Ihn verspotten. Dann sieht dieser Irre rot.
    Ich habe das Buch „ A Warning“ gelesen.
    Da wird einem schlecht, wenn man das liest. Der Mann ist geistesgestört !!

  4. Avatar

    susiklatt

    3. Januar 2020 13:26 at 13:26

    aber man weiß auch, dass bei „Krieg“ sich das Volk hinter den Präsidenten scharrt
    ist also positiv für Trummp.
    Er ist halt einfach ein „Macher“ :)

  5. Avatar

    Marcus

    3. Januar 2020 14:58 at 14:58

    Der Dow Jones wird 60-70 Punkte im Minus schliessen. 30k Ende Januar, wenn Trump wiedergewählt wird wovon auszugehen ist, dsnn 2021 Dow 40k und SP 4k.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

Redaktion

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Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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