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Trump und die Bürgerkriegs-Gefahr in den USA

Markus Fugmann

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am

Wird Donald Trump einen Bürgerkrieg auslösen in den USA, wenn er seines Amtes enthoben würde? Oder wenn der US-Präsident die Wahlen 2020 verliert, die Niederlage aber nicht wahrhaben will bzw. behauptet, die Präsidentschaftswahl sei zu seinen Ungunsten manipuliert worden?

So oder so: Trump polarisiert wie kaum ein US-Präsident je zuvor. Die Amerikaner sind tief gespalten: entweder stark für ihn – oder stark gegen ihn. Der ehemalige Anwalt Trumps, Michael Cohen, hat gesagt: es sei kaum vorstellbar, wie es einen friedlichen Übergang geben könne nach Trump.

Dass das Wahl-Jahr 2020 sehr turbulent werden kann, zeigt nicht nur das beginnende Impeachment-Verfahren der US-Demokraten, sondern vor allem die Entstehung einer paramilitärischen Gruppe mit dem Namen „Oath Keepers“, die Trump zu Hilfe eilen will – wenn er sie ruft. Donald Trump selbst hat per Twitter selbst indirekt vor einem Bürgerkrieg in den USA gewarnt, wenn er abgesetzt würde – und damit gewissermaßen einen solchen Bürgerkrieg als denkbares Szenario in den Raum gestellt.

 

Wie groß ist die Gefahr also eines Bürgerkriegs in den USA? Dazu eine kurze Dokumentation des ZDF:

 

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

Trump hat das Szenario eines Bürgerkriegs entworfen, wenn er abgesetzt würde

By Loavesofbread – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34803387

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    4. November 2019 15:07 at 15:07

    Inzwischen ist Republikaner oder Demokrat zu sein etwas religiöses, wobei die Gegenseite nur lügt und der eigene Gott natürlich immer recht hat. Die Wahrheit spielt da keine Rolle mehr.

  2. Avatar

    Zimmermann

    4. November 2019 15:30 at 15:30

    Ja, wir leben eben in ungemütlichen Zeiten. Dass es in den USA irgendwann zu einem Bürgerkrieg kommt, steht für mich ausser Zweifel. Aber sicher nicht wegen Trump, sondern wegen der immer größere werdenden Schere zwischen Arm und Reich. Das nimmt schon langsam epochale Dimensionen an und hält eine Gesellschaft nicht über Dauer aus.

  3. Avatar

    Shong09

    4. November 2019 16:29 at 16:29

    „Er bestreitet die Rechtmäßigkeit des Impeachment Verfahrens, obwohl es die Hälfte der Bevölkerung befürwortet.“
    Aha, alles was die Mehrheit möchte, ist also ab sofort rechtmäßig? Nette, an den Haaren herbeigezogene, Argumentation. Die Journalisten könnten sich doch auch einmal bei ihrem Job anstrengen, und stichhaltige Argumente anführen. Außer da wären keine

    • Avatar

      leftutti

      4. November 2019 21:43 at 21:43

      @Shong09, Aha, alles was die Mehrheit möchte, ist also ab sofort rechtmäßig? Nette, an den Haaren herbeigezogene, Argumentation.
      Nun ja, da kann man diskutieren. Und gelangt sehr schnell an die Grenzen demokratischer Legitimation. Der Allmächtige, Alleswissende, der Auserwählte, der Checker aller Fakten muss es doch wissen, sich zumindest anstrengen, zumindest stichhaltige Argumente anführen. Außer da wären keine, was sehr unüberraschend wäre

    • Avatar

      Michael

      4. November 2019 22:20 at 22:20

      Sollten die Amis tatsächlich so dämlich sein, sich wegen eines selbstverliebten und korrupten Politikers derart zu entzweien, dass sie ihr privates internes und weltweit größtes Waffenarsenal gegenseitig auf sich abfeuern?

      Global würden nur Wenige wirklich trauern, wenn sich Great Again erst einmal innenpolitisch auf eine Linie einigen könnte. Immer vorausgesetzt, da wäre eine

  4. Avatar

    Hans K

    4. November 2019 17:22 at 17:22

    Trump ist mit seinen massiven Steuersenkungen der Präsident der Reichen und des Groß Kapitals. An Geld für Trumps Wiederwahl wird es sicher nicht mangeln. Vor allem wollen die Reichen keine Zurücknahme der massiven Steuersenkungen, die mit ein Grund der viel zu hohen US Staats Neuverschuldung ist, mit einen anderen Präsidenten riskieren. Der anderer Grund der Neuverschuldung sind Ausgaben Steigerungen, wo sicher viel Geld in die Rüstungsindustrie und in dem Tiefen Staat fließen. Da profitieren viele Mächtige von Trump. Dazu sorgt Trumps Neuverschuldung, dass Probleme erst nach der Wahl gelöst werden brauchen. Egal wer gewählt wird, dass dürfte wohl ein schlechter Präsident werden.

  5. Avatar

    Stina

    4. November 2019 23:37 at 23:37

    Bürgerkrieg klingt schrecklich, aber lieber fechten die Amerikaner ihre Probleme daheim aus. Wer meint, Donald ist auch nur ein Sturmgewehr wert, soll sein Magazin zuhause leer ballern. Die Welt außerhalb Shoot’S’A sollte nicht weiter unter dem Schwanzvergleich leiden müssen. Non-USA hat andere Probleme auf höherem Niveau.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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