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Trumps Triumphzug: Apple-Zulieferer Foxconn baut 10 Milliarden Dollar-Fabrik in den USA

Foxconn ist der größte sogenannte Auftragsfertiger der Welt. Egal ob man iPhones kauft, iPads, eine Playstation oder PC´s von sonst welchem Hersteller. Viele haben zwar ein bekanntes Markenlogo, werden aber von…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Foxconn ist der größte sogenannte Auftragsfertiger der Welt. Egal ob man iPhones kauft, iPads, eine Playstation oder PC´s von sonst welchem Hersteller. Viele haben zwar ein bekanntes Markenlogo, werden aber von Auftragsfertigern in Asien von A-Z hergestellt. Der größte davon ist Foxconn. Gestern nun gab es den Triumphzug für Donald Trump, der ja bereits angekündigt und darauf gedrungen hatte, dass Produktion von Asien zurück in die USA geholt werden soll.

Der Foxconn-Chef Terry Gou war persönlich im Weißen Haus anwesend, und verkündete den Bau einer Fabrik im US-Bundesstaat Wisconsin. Das Projekt soll ein Investitionsvolumen von 10 Milliarden Dollar haben. Gebaut werden sollen dort Displays für Smartphones auch Fernsehbildschirme von bis zu 13.000 Mitarbeitern – neue Jobs bei Zulieferern dürften oben drauf kommen. In China arbeiten für Foxconn bereits gut 1 Million Menschen.

Die ersten Pläne für dieses neue Werk wurden schon im Januar veröffentlicht. Terry Gou hatte schon damals gesagt, dass die Pläne für ein US-Werk ein Jahr vorher entstanden seien. Die konkrete Umsetzung startet aber erst jetzt. Die Deutungshoheit reißt aber eindeutig Donald Trump an sich. Wäre er nicht Präsident geworden, würde Foxconn jetzt auch nicht diese Fabrik in den USA bauen, so seine Aussage, die im Video zu sehen ist.

Zwar betont das Weiße Haus, dass Foxconn für diese Investition keine Subventionen oder sonstige Zuschüsse von der US-Bundesregierung erhält. Aber: Der Bundesstaat Wisconsin wird wohl durch bereits existierende Anreizsysteme bis zu 3 Milliarden Dollar in den nächsten 15 Jahren zuschießen, unter anderem durch Steuerreduzierungen als Anreiz für die Schaffung neuer Jobs, und als Anreiz für Kapitalinvestitionen. Das Weiße Haus schreibt offiziell, dass Kritiker immer wieder betont hätten, dass Elektronikproduktion in den USA „ein hoffnungsloser Fall“ sei. Aber die Politik der Trump-Regierung zeige nun, dass die USA zurück kämen als vielleicht dominierendes Land in moderner Produktion. Zitat Weißes Haus:

Foxconn joins a growing list of industry leaders who understand that America’s capabilities are limitless and that America’s workers are unmatched, and that America’s most prosperous days are just ahead,“ said the President. Under President Trump’s direction, Senior Advisor Jared Kushner and Assistant to the President Reed Cordish, from the White House Office of American Innovation, have led the discussions with Foxconn over the past several months. While pundits have said for years that electronics manufacturing in the U.S. was a lost cause, the policies and focus of President Trump’s administration are producing results that show America can eventually re-emerge as a dominate country in advanced manufacturing. The new Foxconn plant has the potential to be one of the largest non-energy manufacturing job creators in modern U.S. history, and powerfully illustrates that nothing is beyond America’s capabilities.

Im Video redet Trump ab Minute 19:30, am Anfang der Chef von Foxconn.


Gestern im Weißen Haus: Donald Trump, sein Vize Mike Pence und der Chef von Foxconn Terry Gou.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Köhler

    27. Juli 2017 15:27 at 15:27

    DAS nenne ich mal eine Marktwirtschaft! WOW! Die unsichtbare Hand, wie sie waltet und schaltet!

  2. Avatar

    Tom

    27. Juli 2017 18:08 at 18:08

    Dazu passt ja die Meldung der Preis für das demnächst erscheinende S8 von Apple preislich 50% über dem S7 liegen soll. Amerika first hat halt seinen Preis!

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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Gabor Steingart: „Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt“

Claudio Kummerfeld

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Gabor Steingart redet Klartext im folgenden aktuellen Video-Interview mit Mission Money. Er spricht von der Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt, von einer Zinsknechtschaft von noch Ungeborenen. Die heutige Politik erkaufe sich mit der Druckerpresse Ruhe in der Bevölkerung, so lautet eine der Hauptthesen von Gabor Steingart (hier geht es zu Steingarts Morning Briefing).

Gemeint ist damit, dass (so wollen wir es formulieren) Notenbanken und Regierungen derzeit ohne Ende neues Geld drucken und die Staatsverschuldung hochschrauben. Damit werden Rettungspakete bezahlt, die zukünftige Generationen als Schuldenlast erben, und dann abbezahlen müssen. Mit diesem jetzt frisch erschaffenen Geld würden alte Industrien gerettet. Und das nun zwei Jahre laufende Kurzarbeitergeld sei de facto ein Bedingungsloses Grundeinkommen, so drückt es Gabor Steingart aus.

Gabor Steingart plädiert für Abkehr von alten Industrien, und für Aufbruch in die Zukunft

Im geht es im Interview hauptsächlich darum, dass es einen Art Aufbruch in Politik und Gesellschaft geben müsse. Denn derzeit rette Deutschland seine Industrie aus dem letzten Jahrhundert. Man müsse aber in Zukunftstechnologien investieren. So plädiert Gabor Steingart unter anderem dafür die Bildungsausgaben zu verfielfachen. Anfangen könne man zum Beispiel bei deutlich mehr Ausgaben für die Digitalisierung der Schulden. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass die Lufthansa vom Staat gerade 2 1/2 Mal so viel Rettungsgeld bekommen habe als die Schulen in Deutschland für die Digitalisierung.

Die Aussagen von Gabor Steingart sind hochinteressant! Sie sollten sich die 30 Minuten Zeit nehmen. Auch werden im späteren Verlauf des Interviews andere interessante Themen angesprochen, und auch der „Wandel von Journalisten hin zu Aktivisten“. Aber hauptsächlich widmet man sich der bislang verspielten Chance, jetzt massiv in die Zukunft zu investieren. Dabei gibt er sich betont optimistisch, dass Deutschland diese Herausforderung bewältigen könne – man müsse nur endlich mal losgehen, jemand müsse den Startschuss geben.

Gabor Steingart
Gabor Steingart, Ausschnitt aus Originalfoto. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Coronakrise: Die Deutschen entdecken plötzlich Aktien!

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Ziemlich genau ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem die Coronakrise die Aktien auf ihren tiefsten Stand drückten. Anschließend folgte mit einem Lockdown ein einmaliger Stillstand im Berufs- und Alltagsleben der Menschen in Deutschland. Die Konsumenten gaben zwangsläufig weniger aus als vor der Coronakrise, auch unter Berücksichtigung des geringeren Einkommens seit dieser Zeit. Was sie mit ihrem Geld anstellten, ergab eine Umfrage im Auftrag der Postbank – mit teilweise überraschenden Erkenntnissen.

Coronakrise: Die Zurückhaltung der Konsumenten

Wie veränderte die Coronakrise das Konsumverhalten der Deutschen? Dieser Frage ging das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der Postbank nach. Die Ergebnisse:

Drei Viertel der Bundesbürger gaben weniger aus als zuvor, am meisten – 82,4 Prozent die 20 bis 29-Jährigen, die geringste Zurückhaltung bei den über 60-Jährigen mit 64,2 Prozent.
Da aber insgesamt die Einkommenseinbußen im Lande aufgrund von Zuschüssen, Kurzarbeitergeld u.a. moderat ausfielen, muss Geld gespart worden sein. Und zwar bei diesen Ausgaben:

  • Urlaub 46,2 Prozent
  • Gaststättenbesuche 39,6 Prozent
  • Hobby 31,7 Prozent
  • Mode 28,1 Prozent …..

Am geringsten waren die Sparmaßnahmen bei:

  • Genussmitteln (Alkohol, Zigaretten) 14,1 Prozent
  • Lebensmitteln 7,2 Prozent
  • Altersvorsorge 6,5 Prozent

Damit verbleibt ein Viertel der Bevölkerung, welches keine Ausgabenänderungen durchgeführt haben.

Wohin floss das Eingesparte?

Bei der Betrachtung der Sparziele treten doch einige Tugenden der Deutschen zu Tage – auch und gerade während der Coronakrise. Bei den Sparzielen nannten die Befragten:

  • Rücklagen für unerwartete Ausgaben 39,5 Prozent
  • Altersvorsorge 36,6 Prozent
  • Persönliche Muße 31,6 Prozent
  • Rücklagen für Krisenzeiten 28,9 Prozent
  • Erwerb von Wohneigentum 12,5 Prozent
  • Renovierungen 12,0 Prozent
  • Autokauf 11,6 Prozent
  • Rücklagen für Kinder 10 Prozent
  • Fast 13 Prozent konnten oder wollten überhaupt nichts zurücklegen.

Die Überraschung: Engagement in Aktien

Um diese Ziele wie Altersvorsorge und Weiteres zu erreichen, haben viele Sparer ausgerechnet in der Coronakrise mit all den Katastrophe-Nachrichten ihr Engagement in Aktien verstärkt. 3,2 Prozent tätigten zum ersten Mal eine Anlage in Aktien, 7,2 Prozent verstärkten ihre Wertpapierkäufe. Wie bereits schon öfters berichtet, macht 2020 das Sparplanprinzip in Deutschland die Runde. Mit 62 Prozent war die Anlage in Aktien seit dem Ausbruch der Coronakrise das bevorzugte Investment, gefolgt von ETFs (39,8 Prozent), Investmentfonds (22,2 Prozent), Zertifikate (13,9 Prozent), ganz am Ende Anleihen und Optionsscheine. Sollten deutsche Anleger tatsächlich einmal antizyklisch ins Geschäft mit Aktien eingestiegen sein?

Fazit

Auch wenn das gesamte Finanzsystem in einer sehr angespannten Lage ist und man jederzeit mit heftigen Korrekturen rechnen muss (vor allem in den kommenden Jahren) ist die Fokussierung auf Aktien von neuen Anlegern vermutliche keine schlechte Entscheidung. Die finanzielle Repression läuft – und die Zinsen haben nach vier Jahrzehnten ihren Nullpunkt erreicht. Eine (Leit-)Zinsanhebung ist aus faktischen Gründen auf lange Zeit obsolet und Zinsanlagen ergeben (gewollt) keine Rendite.

Aber die Wirtschaft muss weiter laufen, wie nach jeder Krise – und viele Aktien werden ihren Wert behalten, viele Anleihen dagegen nicht. Keiner hat eine Glaskugel. Aber ohne Wirtschaft, keine Einkommen, keine Steuereinnahmen, kein funktionierender Staat und ……kein Aktienmarkt. Banal aber wahr.

In der Coronakrise entdecken die Deutschen plötzlich Aktien

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