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Absturz des Tages: Deutsche Bank – wenn das Geschäftsmodell fehlt..

Die heute Morgen veröffentlichten Zahlen der Deutschen Bank sahen auf den ersten Blick ja ganz schick aus. Aber eben nur auf den ersten Blick! Beim zweiten Blick ist den geneigten Investoren nämlich aufgefallen, dass sich in den Zahlen im Grunde das ganze Drama der Deutschen Bank verbirgt – das fehlende Geschäftsmodell!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die heute Morgen veröffentlichten Zahlen der Deutschen Bank sahen auf den ersten Blick ja ganz schick aus. Aber eben nur auf den ersten Blick! Beim zweiten Blick ist den geneigten Investoren nämlich aufgefallen, dass sich in den Zahlen im Grunde das ganze Drama der Deutschen Bank verbirgt: zwar stieg der Profit, aber nur deshlab, weil die Bank stark an der Kostenschraube gedreht hatte. Der Umsatz war stark rückläufig, und was der Bank fehlt ist schlicht ein Geschäftsmodell!

Bislang schrumpft die Bank einfach – mehr nicht. Woher soll die Wende kommen? In welchen Märkten will und kann sich die Deutsche Bank positionieren?

Die Rückgänge bei den Zahlen sind beträchtlich: die größte Sparte, das Investement-Banking, verbuchte einen Umsatzrückgang von -16%. Im Privatkundengeschäft ging es um -7% nach unten – kein Wunder, wenn man immer mehr Filialen schließt und dabei den Fehler macht, in besonders wohlhabenden Gegenden seine Geschäfte aufzugeben und damit für eine interessante Klientel optisch zu verschwinden (selbst wenn die betreffenden Filialen nicht profitabel sind, ist das strategisch unklug!). Daher wohl auch der Rückgang der Umsätze bei der Vermögensverwaltung von -4%. Beim Handel mit mit Devisen, Rohstoffen und Aktien der Rückgang bei -12% – alles desaströs.

Klar: das ist auch das Problem anderer Banken, CEO Cryan beklagte heute wie schon andere Geldhäuser den Rückgang der Volatilität an den Märkten, der viele Kunden passiv habe werden lassen.

Aber die Probleme liegen viel tiefer: über das Risikomanagement der Deutschen Bank lacht die gesamte Banken-Branche, Cryan hat heute eingestanden, dass man die Investitionen in Technologie habe „etwas schleifen lassen“. Das ist ein Armutszeugnis – und zugleich der Beleg für mangelnde Zukunftsfähigkeit! Die Bank ist unter Cryan vor allem damit beschäftigt, die Sünden der Vergangenheit aufzuräumen, und hat so den Blick in die Zukunft verloren!

Cryan hat heute erneut die Negativzinsen beklagt – das habe die Bank viel Geld gekostet. Das aber trifft für alle Banken aus der Eurozone zu, wieeben auch die fehldende Volatilität für andere Banken ein Problem ist. Man darf daher auch mit Skepsis auf die am 02.08. anstehenden Zahlen der Commerzbank blicken. Aber was der Deutschen Bank absolut fehlt ist ein Geschäftsmodell, etwas, was die Bank wirklich zukunftsfähig machen könnte.

Nachdem die Aktien der Deutschen Bank zuletzt stärker gestiegen waren, ist jetzt Ernüchterung eingekehrt. Oder besser gesagt: Realismus!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    maitdjai

    27. Juli 2017 13:57 at 13:57

    Die sind nur im „manipulieren“ gut…Lol

  2. Avatar

    Tom

    27. Juli 2017 18:02 at 18:02

    Na sagen wir mal „sie versucht es“ mit dem manipulieren. Hier in D. ist von der Bafin ja nichts zu befürchten. Deshalb fallen auch alle Strafen im Ausland an! Da die DB wie sie schreiben kein Geschäftsmodell hat, könnte sie ja freiwillig die Banklizenz zurück geben, die ihr schon lange hätte entzogen werden müssen.

  3. Avatar

    Robert

    27. Juli 2017 18:31 at 18:31

    Super recherchiert, Markus! Danke dafür!

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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