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Trumps Unterstützung bei amerikanischen Farmern sinkt

Eine neue Umfrage unter US-Farmern zeigt, dass die Unterstützung für Trump abbröckelt. Aber junge US-Farmer stehen nach wie vor ungebrochen zum US-Präsidenten..

Die Unterstützung der amerikanischen Farmer für Donald Trump war überragend: 70% von ihnen gaben Donald Trump ihre Stimme bei den US-Präsidentschaftswahlen im November 2016. Nun aber zeigt eine neue Umfrage des amerikanischen Farm Journal’s, einem Online-Magazin für Farmer, dass die Unterstützung für Trump abbröckelt: nur noch 56% finden ihn „gut“, 41% der Farmer lehnen ihn ab.

Das widerspricht Meldungen in amerikanischen Medien, wonach die Unterstützung für Trump bei US-Farmern nicht abgenommen habe durch den vom US-Präsidenten begonnnen Handelskrieg, der vor allem die amerikanischen Farmer hart trifft. Insbesondere die Preise für Sojabohnen sind stark gefallen, weil China als Hauptabnehmer für Sojabohnen aus den USA praktisch usgefallen ist – aber auch die Preise für andere Agrarprodukte aus den USA sind seit dem Zollstreit unter Druck. Trump hatte daher eine Entschädigung von 20 Milliarden Dollar für die US-Farmer vorgeschlagen – was diese aber mehrheitlich ablehnen, da man würde lieber von eigener Arbeit leben möchte als vom Staat alimentiert zu werden.

Seit dem Jahr 2013 sind die Umsätze der US-Farmer massiv eingebrochen – um heftige 50%. Viele kämpfen daher um ihre nackte ökonomische Existenz, ihre Lage wird durch den Trumpschen Handelskrieg immer schwieriger. Das Jahr 2018 galt schon vor dem Handelskrieg als ein weiterer Tiefpunkt eines langjährigen Abstiegs der US-Farmer:

„Net farm income, a broad measure of profits, is forecast to decrease $4.3 billion (6.7 percent) to $59.5 billion in 2018, which would be the lowest level in nominal terms since 2006. Net cash farm income is forecast to decrease $5.0 billion (5.1 percent) to $91.9 billion, the lowest level since 2009. In inflation-adjusted (real) 2018 dollars, net farm income is forecast to decline $5.4 billion (8.3 percent) from 2017; if realized, this would be the lowest real-dollar level since 2002. Real net cash farm income is forecast to decline $6.7 billion (6.8 percent) in 2018, and this would be the lowest real-dollar level since 2009“.

Gleichwohl bleibt trotz solch desaströser Zahlen die Zustimmung vor allem junger US-Farmer für Trump erstaunlich hoch: immer noch würden 54% aller US-Farmer Trump wählen, und gerade bei den unter 35-jährigen US-Farmern ist die Zustimmung hoch: 61% von ihnen finden Trump gut, während die Quote bei den über 65-jährigen nur bei 40% liegt. Die Älteren nennen als Hauptgrund für ihre Ablehnung vor allem den Handelskrieg, der bei den Jüngeren eine geringere Rolle spielt, obwohl er doch ihre berufliche Zukunft gefährdet. Fast zwei Drittel der unter 35-jäherigen gaben in der Umfrage unter 2300 US-Farmern an, Trump erneut ihre Stimme zu geben.

In den Kommentaren zu dem Artikel des Artikels in dem US-Farmer-Magazin dominieren die Trump-kritischen Töne:

„Trump has done nothing for farmers. If you’re not going to help us when we’re hurting, at least stop kicking us when we’re down“

„Trump is doing GREAT DAMAGE to all farmers and the whole world! Didn’t vote for him and don’t understand why anyone did. PLEASE STOP THE TRADE WAR and get to work!!!!“

„I can’t understand why so many farmers believe that reneging on agreements and extorting friends and foes will produce positive long-term results for the U.S. Have they asked themselves how they would respond to such tactics?“



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