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Türkische Lira fällt immer weiter – was ist da bloß los?

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verfällt in einem dramatischen Tempo. Musste man Mitte Juli noch 7,80 Lira für 1 Euro bezahlen, so waren es gestern früh 8,20, und aktuell sind es schon 8,46 Lira! Ständig neue Rekordtiefs für die türkische Lira gegen den Euro. Und gegen den US-Dollar? Das Rekordtief der Lira lag im Mai bei 7,26 Lira für 1 US-Dollar. Danach gab es wochenlang Kurse um die 6,85, vermutlich dank Interventionen von türkischen Banken. Aber auch bei US-Dollar vs Türkische Lira kommt seit gestern Leben in die Bude. Der Wechselkurs sprang seit gestern von 6,93 auf aktuell 7,22.

Warum wertet die türkische Lira immer weiter ab?

Jüngst kam es zu mehr als merkwürdigen Umständen rund um die Lira. Wer sich in den letzten Tagen türkische Lira leihen wollte, musste dafür laut Berichten Zinsen von teils mehr als 1.000 Prozent bezahlen. Das heißt, dass jede Kursbewegung kleiner als 2,87 Prozent über Nacht allein aufgrund der Zinsen zu einem sicheren Verlust bei Lira-Short-Positionen wurde. Alle Details dazu finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Am Devisenmarkt macht derzeit der Ausspruch die Runde, dass die türkischen Geldmärkte zunehmend dysfunktional sein würden.

Im Chart sehen wir im Verlauf der letzten zwölf Monate US-Dollar und Euro gegen die türkische Lira. Der Verfall der türkischen Währung läuft rasant weiter! Eigentlich müsste beziehungsweise sollte die Zentralbank in Ankara die Leitzinsen anheben? Aber das geht wohl kaum, weil Präsident Erdogan immer weiter sinkende Zinsen wünscht, um die Wirtschaft mit günstigen Krediten anzukurbeln. Inflation und Währung stehen unter dem grundsätzlichen Problem, dass die Zentralbank den Leitzins seit mehreren Quartalen immer weiter absenkt – und zwar so weit, dass der Leitzins nun deutlich unterhalb der Inflationsrate liegt (wir berichteten schon mehrfach über dieses ernsthafte Problem). Die ist zwar aktuell ein wenig gefallen von 12,62 Prozent auf 11,76 Prozent. Aber wie gesagt, mit einem Leitzins von nur 8,25 Prozent gewinnt man da keinen Blumentopf.

Interventionen für die Lira scheinen zu verpuffen

Laut aktuellen Berichten haben staatliche Banken in der Türkei alleine gestern 1 Milliarde US-Dollar ausgegeben um die türkische Lira zu verteidigen (Dollar verkaufen und dafür Lira kaufen). Angeblich, so hört man es aus Analystenkreisen, sollen Zentralbank und Geschäftsbanken schon mehr als 100 Milliarden Dollar für Interventionen ausgegeben haben. Die Devisenbestände schmelzen dramatisch ab. Und wenn der Markt sieht, dass all die Interventionen nichts helfen, und bald keine Reserven mehr da sind, führt das zu noch mehr Vertrauensverlust. Der IWF warnte jüngst, dass die Zentralbank ihre Devisenreserven mittelfristig aufzustocken solle. Aber derzeit geschieht ja das Gegenteil.

Und man sieht, der Devisenmarkt als Ganzes ist stärker als offenbar staatlich erwünschte Interventionstätigkeiten. Fehlendes Vertrauen in die politische gelenkte Zentralbank schwelt schon seit Jahren zunehmend über der türkischen Währung. Seit Wochen kommt verschärfend hinzu, dass nach der Coronakrise die Touristen in der Türkei ausbleiben. Und das trotz einer verdammt günstigen Währungskonstellation für Touristen, die aus dem Euro-Raum in die Türkei reisen. Für die türkische Lira ist derzeit kaum Besserung in Sicht. Denn die Spekulanten stürzen sich offenbar gerade stark auf diesen offenkundig anfällige Währung!

Chart zeigt US-Dollar und Euro gegen die türkische Lira

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Karlo01

    6. August 2020 13:18 at 13:18

    Der Staatsbankrott scheint nicht mehr weit weg zu sein.

  2. Avatar

    leftutti

    7. August 2020 00:10 at 00:10

    Ein Staat, eine Gesellschaft, eine Wirtschaft, die schon auf Augenhöhe war, katapultiert sich fanatisch-populistisch zurück ins islamistische Mittelalter.

    Maulen, Brüllen, Jammern, Schreien, mit dem Sturmgewehr in der Armbeuge ist einfach so viel geiler, als Umdenken und Neuaufbau.

  3. Avatar

    leftutti

    7. August 2020 22:03 at 22:03

    Ich warte fast verzweifelt auf die Insider-Meinungen meines Freundes @md

    Wo bist du, alter Haudegen? Es gibt doch sicher bereits ein neues erdogansches Märchen, auch das schön zu reden und in osmanisch-unantastbaren Glanz zu rücken.

    Wie übrigens auch folgenden Bericht:
    https://www.n-tv.de/politik/Tausende-Tuerkinnen-fuerchten-um-Abkommen-article21955221.html

    • Avatar

      Lausi

      8. August 2020 21:49 at 21:49

      @Leftutti – es wird Zeit für einen feministischen Islam – und natürlich für eine Päpstin! ;-)

      • Avatar

        leftutti

        9. August 2020 11:38 at 11:38

        @Lausi, letzteres auf alle Fälle, alleine schon, damit die sabbernden und geifernden Greise im Vatikan mal auf andere Gedanken kommen 🤪

        Das andere Thema hingegen ist weniger lustig: Gewalt gegen Kinder und Frauen, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung, Kinderehen, Mord und Totschlag. Und irgendwie verwundert es auch nicht, dass der Vatikan die Istanbul-Konvention erst gar nicht unterschrieben hat und sich die üblichen Verdächtigen (Türkei, Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei etc.) bereits wieder auf dem Rückzug aus den von ihnen unterschriebenen Vereinbarungen befinden.
        https://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-denkt-ueber-einen-austritt-aus-der-istanbul-konvention-zum-schutz-von-frauenrechten-nach-a-930fc5f9-3822-4f74-8948-eb90a9d22e21

        Aber halt! Wir sind hier auf FMW, da haben solche Themen nichts verloren. Deshalb als Ergänzung: Ich bin seit Jahresbeginn long im EUR/TRY und freue mich gleich in mehrfacher Hinsicht über die Entwicklung des Devisenpaares 🤩

        • Avatar

          md

          14. August 2020 14:06 at 14:06

          @leftutti, der murat dundar alias md liest alle kommentare bei fmw. bin immer präsent.
          bin gerade in urlaub, selbstverständlich in der türkei. es ist hier wunderbar, stressfrei, lebensfreude pur, keine fff demos, keine covid demos, im gegenteil hier ist freudiges leben. hier weiss man wieder warum man überhaupt lebt. sinn des lebens wieder erkannt.
          der lira absturz, naja, wenn es so sein muss kein problem. der markt solls richten.

          leftutti, als freund erlaube ich mir über dich eine einschätzung.
          also, ich glaube du bist als einzelkind aufgwachsen, also ein wahrer narzist, deine eltern hatten es nicht leicht mit dir. das was du haben wolltest hast du auch bekommen, weil die eltern einfach ihre ruhe haben wollten.

          @leftutti, wieviel punkte von 10 bekomme ich für meine kurzeinsxhätzung. :))

          vg md

          • Avatar

            leftutti

            15. August 2020 12:25 at 12:25

            @md, erst einmal freut es mich sehr, dass du deinen Urlaub so voller Lebensfreude genießen darfst. FFF-Demos gab es übrigens seit 5 Monaten nicht mehr, ich hoffe, du wirst im Land der Lebensfreude nicht allzu sehr von #KiyafetimeKarisma und anderen profan-nervigen Emanzenbewegungen belästigt 😉

            Zu deiner Einschätzung kann ich dir als Freund maximal 1 Punkt geben, weil ich nicht weiß, ob auch 0 Punkte zulässig sind. Ich bin mit 2 Geschwistern und außerdem 4 Cousins und Cousinen in der Nachbarschaft aufgewachsen. Meine Eltern waren sehr konservativ und katholisch, heute sind sie alt und einiges weiser und sehen, dass die wahren drängenden Fragen ganz woanders liegen, nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft. Nicht in der Bewahrung von Alt-und-gar-nicht-so-Bewährtem, sondern in Wandel und Veränderung.

            Mein Vater war Alleinverdiener in einem handwerklichen Beruf. Wenn du da eine 5-köpfige Familie zu ernähren hast, bleibt nicht wirklich so viel übrig, dass man sich von den lästigen Kindern großzügig freikaufen konnte. Ganz im Gegenteil: Wollte ich eine „größere“ Anschaffung (Fahrrad, Mofa, Moped usw.), hieß es nur: Spar dein (gar nicht üppiges) Taschengeld, such dir einen Ferienjob, dann kannst du dir das kaufen. Etwa 25% wurden dann meist bezuschusst. Völlig diametral zu deiner Einschätzung wurde sehr viel Wert auf Erziehung und auch Wertevermittlung gelegt. Nix abschieben, weil man seine Ruhe wollte, ganz im Gegenteil. Und nicht, dass jetzt falsche Vorstellungen aufkommen: Eigenes, individuelles, oppositionelles und freies Denken war nicht verboten und wurde im Gegenteil jederzeit akzeptiert, wenn es Hand und Fuß hatte und nicht auf rein pubertärer Ich-bin-gegen-alles-Mentalität beruhte. Die einzigen wirklichen Tabus neben kriminellen Handlungen wie Betrug, Diebstahl, Lügen, Korruption usw. waren Faulenzer- und Schmarotzertum, womit ich jederzeit gut klar kam, da auch mir das seit jeher zuwider war und ist.

            Zu meinem Leidwesen mussten wir Kinder bis zu einem gewissen Alter die stinklangweiligen sonntäglichen Kirchenbesuche mit ihren völlig unglaubwürdigen Indoktrinationen unfreiwillig über uns ergehen lassen. Ebenso wie die katholisch-konservative Sozialisation in Kindergarten und Grundschule. Aber man wird älter und fängt an, selbständig und kritisch-hinterfragend zu denken. Und so begann ich irgendwann als Teenager, all die Heuchelei und Lügen der katholischen Kirche zu erkennen, realisierte auch, dass uns die christlichen Konserven-Politiker an den Rande eines atomaren und ökologischen (damals saurer Regen, Waldsterben, Ozonloch) Holocaust manövrierten. Und dass sie die letzten waren, die etwas dagegen unternehmen wollten.

            Zum Glück existierte gegen diesen Wahnsinn schon länger die Friedens- und Umweltbewegung bzw. hatte sich aus dieser seit einigen Jahren die Partei „Die Grünen“ gebildet. Als wichtiger Gegenpol zu den korrupten und dunklen Geschäften eines Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß (glücklicherweise in seinen letzten Zügen) und der radikal-rechts-konservativen Faust eines Friedrich Zimmermann. Und dann kamen Perestroika und Glasnost, folgte der Wandel von völlig unerwarteter Seite. Auch wenn sich unsere schwarzen Konserven erneut als die typischen Opportunisten erwiesen und sich mit fremden Federn schmückten, erkannte ich spätestens da, dass von deren Seite nichts, gar nichts passiert wäre.

            So, lieber Murat, jetzt kennst du meine Geschichte in groben Zügen und bist sicher erstaunt, dass du dich in allen Punkten völlig verschätzt und getäuscht hast. Vielleicht hilft dir das, dein Schubladendenken aufgrund von Vorurteilen und unreflektiertem Glauben an schlechte Lehrmeister zu überdenken.

          • Avatar

            Lausi

            15. August 2020 22:53 at 22:53

            Lieber Murat, vielleicht kann man ja Lebensfreude haben, und trotzdem das Leben nachfolgender Generationen nicht zur Hölle machen. Aber an dieser Aufgabe scheint die Menschheit leider schon gescheitert zu sein. Na dann, viel Spaß beim Tanz auf dem Vulkan!

  4. Avatar

    md

    14. August 2020 16:47 at 16:47

    und noch etwas leftutti mein guter. habe in der türkei einige mercedes pickup’s gesehen. sehr schöne bullige autos. musste sofort meinen jüdisxhen freund david in deutschland anrufen. hab ihm auch per whattsapp fotos geteilt. die antwort hat mich schon verwundert. er meinte: ja sehr schöne autos aber in deutschland verboten.
    gibts da noch etwas zu sagen. ich auf jeden fall bin sprachlos.
    vg md

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Aktuell: Türkische Lira bewegt sich – Zentralbank mit großer Überraschung!

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira hat die letzten Tage immer weiter abgewertet. Ein Debakel! Nicht nur dass die Lira eh schon anfällig war. Nein, hinzu kommt seit einigen Tagen noch eine kräftige Dollar-Stärke, die gegen die türkische Währung drückt. Vor wenigen Minuten hat die türkische Zentralbank ihre neueste Zinsentscheidung verkündet. Die Erwartung am Markt lag bei einem unveränderten Leitzins von 8,25 Prozent. Verkündet hat die Zentralbank jetzt eine echte Überraschung. Sie erhöht den Leitzins um satte 200 Basispunkte auf 10,25 Prozent!

Aussagen der Zentralbank zum Leitzins

Die Erhöhung im Leitzins habe man beschlossen um den Disinflationsprozess wiederherzustellen und die Preisstabilität zu unterstützen, so sagt es die Zentralbank aktuell zur Entscheidung, die für die türkische Lira wichtig ist. Man sei der Ansicht, dass die Aufrechterhaltung eines anhaltenden Disinflationsprozesses ein Schlüsselfaktor sei, um ein geringeres Staatsschulden-Risiko, niedrigere langfristige Zinssätze und eine stärkere wirtschaftliche Erholung zu erreichen. Um den Disinflationsprozess auf dem angestrebten Pfad zu halten, sei die Fortsetzung eines vorsichtigen geldpolitischen Kurses erforderlich. In dieser Hinsicht werde der geldpolitische Kurs unter Berücksichtigung der Indikatoren des zugrunde liegenden Inflationstrends festgelegt, um die Fortsetzung des Disinflationsprozesses zu gewährleisten. Man werde weiterhin alle verfügbaren Instrumente zur Verfolgung der Ziele der Preisstabilität und der Finanzstabilität einsetzen, so die Zentralbank.

Türkische Lira erst einmal mit Kehrtwende?

Ob Präsident Erdogan mit dieser Entscheidung glücklich sein wird? Er hatte die Führung der Zentralbank bereits ausgetauscht, und will niedrigere Zinsen – immer weiter sollen sie fallen. Jetzt 200 Basispunkte rauf, das dürfte wenig Begeisterung bei ihm hervorrufen. Kredite in der Türkei dürften teurer werden, aber die türkische Lira dürfe erst einmal davon profitieren. Als erste Reaktion seit 13 Uhr wertet die Lira gegen den US-Dollar schon mal etwas auf. US-Dollar vs Lira verliert von 7,70 auf 7,57. Nur so wenig? Schließlich waren 200 Basispunkte eine echte Überraschung für den Devisenmarkt! Ist das kurzfristig- und mittelfristig eine Kehrtwende für die türkische Lira? Und Markt kann man diese Nachricht noch gar nicht richtig fassen? Wird die Lira nun tagelang weiter aufwerten, und USDTRY und EURTRY somit fallen? Der folgende Chart zeigt USDTRY im Verlauf der letzten zehn Tage. Der Abwärtsbalken am Ende zeigt die aktuelle Reaktion auf die Zinsentscheidung.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira seit zehn Tagen

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Wenig Hoffnung auf eine Erholung

Agata Janik

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Zahlreiche Euro-Geldscheine

Der Euro vs US-Dollar hat auch in der gestrigen Handelssitzung seinen frischen Abwärtstrend fortgesetzt. Der Euro gerät gegen den USD weiter unter Druck und es wird von Tag zu Tag für den Major schwieriger werden, den übergeordneten Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten. Viele Händler, die langfristig den Euro favorisiert haben und Long-Positionen hielten, fangen jetzt sukzessive an, diese wieder glatt zu stellen. Niemand will zusehen, wie seine Gewinne dahin verschmelzen. Der Euro bekommt das zu spüren und verliert gegen den Greenback weiter an Wert.

Am Mittwochmorgen, als die Unterstützung bei 1,1675 noch gehalten hat, haben die Bullen kurzfristig versucht, den Kurs nach oben zu reißen und über den Bereich von 1,1730 zu bekommen. Der Euro hat sich auch zeitweise erholt und der Kurs ist bis 1,1720 angestiegen. Auf diesem Niveau traf jedoch der Major auf einen starken Widerstand. Der Euro konnte nicht genügend Dynamik entwickeln, um diese Hürde zu nehmen. Die Reaktion darauf ließ nicht mehr lange auf sich warten. Die Bären haben sofort frische Short-Orders am Markt platziert und den Euro erneut in den Keller geschickt. Die 1,1700 Marke wurde ohne Probleme unterschritten und der USD wurde weiter favorisiert.

Am Nachmittag, in der amerikanischer Session, hat sich die Abwärtsbewegung weiter fortgesetzt. Der Euro wurde immer schwächer. Als die wichtige Unterstützung bei 1,1675 unterschritten wurde, haben auch die Break-Out Trader angefangen, den Euro zu shorten. Der Kurs von EUR/USD ist immer weiter gefallen. Im später Handel notierte das Währungspaar bei ca. 1,1657.

Die aktuelle Situation beim Euro vs USD wird immer spannender. Es sieht fast so danach aus, als würde der große Aufwärtstrend zu Ende gehen. Der Dollar setzt seine Erholung auf breiter Front fort. Einer der Gründe, warum der Euro abverkauft wird, sind mit Sicherheit die Sorgen und Ängste der Investoren vor einem erneuen Lockdown in Europa. Die Zahlen der mit dem Covid-19 Neuinfizierten schießen in die Höhe und immer mehr Regionen und Städte innerhalb der EU werden zum Risikogebiet erklärt. Die Reisemöglichkeiten werden erneut eingeschränkt, was dazu führt, dass auch die Wirtschaft darunter leiden wird. Die großen Konzerne bauen ihre Stellen weiter ab und die düstere Stimmung in Europa breitet sich weiter aus. In den USA rückt das Thema Coronavirus langsam in den Hintergrund und der Fokus wird jetzt klar auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen gerichtet. Die Amerikaner haben sich schon fast an das Virus gewöhnt und schenken ihm nicht mehr so viel Aufmerksamkeit. Das wirkt sich auf den USD positiv aus.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Donnerstagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1645. In der asiatischen Session heute Nacht gab es für den Euro nur kurzfristig eine Hoffnung. Im Bereich von 1,1679 haben die Bären aber erneut angegriffen und seitdem bewegt sich der Major weiter in die südliche Richtung.Der Euro ist angeschlagen und es wird für ihn nicht einfach werden, einen Rebound zu erzwingen. Die Short-Seite ist jetzt angesagt. Jede Gegenreaktion auf der Oberseite wird von den Bären dazu genutzt, frische Short-Positionen zu eröffnen. Wer also auf eine Erholung bei EUR/USD setzt, sollte vorsichtig sein und eher kurzfristig Positionen halten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir auch heute einen schwachen Euro sehen werden. Die nächste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,1632. Sollte auch diese Marke brechen, wird der Kurs die 1,1600 „big figure“ suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1674.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Korrektur oder schon die große Trendwende?

Agata Janik

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Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar konnte nach dem starken Fall vom Montag auch gestern keine Erholung erfahren. Der Verkaufsdruck auf den Euro ist immer noch da. Aber nicht nur der Euro gerät gegen den USD weiter unter Druck, auch die anderen Majors, wie das britische Pfund, der australischer Dollar oder der japanische Yen verlieren gegen den Greenback kräftig an Wert. Der Dollar scheint momentan seine Renaissance zu erfahren. Die Situation beim Euro zum USD ist aktuell sehr spannend. Der Major hat es bis jetzt nicht geschafft, die wichtige psychologische Grenze bei 1,20 nachhaltig zu erreichen. Darauf folgt jetzt eine starke Korrektur, die eventuell schon die große Trendwende eingeleitet hat.

In den gestrigen Morgenstunden haben die Bullen kurzfristig versucht, den Kurs nach oben zu treiben. Die Seitwärtsphase im kurzfristigen Zeitfenster, sollte somit nach oben durchbrochen werden. Der Widerstand bei 1,1767 hat sich jedoch als zu stark erwiesen. Es war ganz schnell zu erkennen, dass der Euro keine Kraft mehr hatte, den Break-Out nach oben zu erzielen. Im Bereich ab 1,1765 haben die Bären erneut angegriffen und es hat nicht lange gedauert bis der Major unter 1,1735 fiel. Der Euro wurde gegen den USD weiter abverkauft und die Abwärtsbewegung hat sich fortgesetzt. Gegen Mittag testete der Kurs von EUR/USD schon die 1,1700 „big figure“. Zwischenzeitlich wurde auch dieser Bereich unterschritten. Im tief notierte der Euro vs USD gestern bei 1,1690. Auf diesem Niveau konnte die Euro-Talfahrt vorerst gestoppt werden. Die kurzfristigen Daytrader haben ihre Short Positionen glattgestellt und schöne Gewinne realisiert. Danach ist EUR/USD in eine Seitwärtsphase übergegangen. Während der amerikanischen Session bewegte sich der Kurs nur noch sehr wenig, in einer engen Range von ca. 20 Pips. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1710.

Insgesamt war es gestern ein angenehmer Handelstag. Die Bewegungen waren konstant und relativ leicht zu erkennen. Wer gerne Trends handelt, hat gute Chancen gehabt, von der Short-Seite zu profitieren. Es gab Korrelationen zu den anderen Majors, also man konnte parallel auch das Cable oder den Aussie handeln. Der USD erholt sich schneller als gedacht. Das wird insbesondere für EUR/USD interessant werden. Es wird sich demnächst entscheiden, ob wir jetzt schon den großen Umkehrpunkt bei dem übergeordneten Aufwärtstrend gesehen haben.

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Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
In dieser Sendung werde ich Ihnen das automatische Trading der Zukunft vorstellen und die verschiedenen Handelsstrategien erklären. Ich zeige Ihnen auch, wie Sie diese KOSTENLOS nutzen und am Forex Markt hohe Profite erzielen können. Die vorgestellten Handelsstrategien haben in den letzten 12 Monaten > +30 % Rendite erwirtschaftet. Mehr Info sowie Anmeldung hier: www.forex-sun.com

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1681. In der asiatischen Session heute Nacht, haben die Händler weiter den Euro verkauft und den USD favorisiert. Der Kurs hat die 1,1700 Marke unterschritten. Das zeigt jetzt schon, dass der Euro nach wie vor unter Druck steht. Der Dollar befindet sich weiter auf Erholungskurs. Es wird für den Euro schwer sein, einen Rebound zu erzielen. Die Bären wissen, dass sich der Kurs gerade in einer heißen Phase befindet und sie werden alles versuchen, um den großen Aufwärtstrend zu beenden. Wenn es ihnen gelingt, kann es für den Euro düster aussehen. Die langfristigen Trader werden ihre Long-Positionen schließen um die Gewinne abzusichern. Das wird den Euro weiter schwächen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Major in den nächsten Tagen noch mehr an Wert verlieren wird. Wenn sich die Abwärtsbewegung beschleunigt, kann es ganz schnell noch weiter tiefer nach unten gehen. Wer also auf der Long-Seite positioniert ist und gut im Gewinn liegt, kann über die Schließung der Positionen nachdenken. Solange EUR/USD die 1,1735 Marke nach oben nicht durchbricht, bin ich für das Währungspaar short gestimmt. Die nächste signifikante Unterstützung beim Euro zum USD liegt bei 1,1642 und dann bei 1,1604.

Die Grafik zeigt den Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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