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Devisen

Türkische Lira wertet weiter ab – morgen wichtige Zinsentscheidung!

Redaktion

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Türkei Flagge

Morgen Mittag wohl um 13 Uhr deutscher Zeit wird die türkische Zentralbank ihre Zinsentscheidung verkünden. In den letzten Monaten hatte sie den Leitzins mehrmals gesenkt. Es war mehr als eine Halbierung von 24% auf aktuell 11,25% (letze Zinssenkung im Januar). Und das bei einer zuletzt wieder deutlich ansteigenden Inflationsrate auf zuletzt 11,84%. Präsident Erdogan kündigte letztes Jahr bereits an, dass der Leitzins in 2020 in den einstelligen Bereich fallen solle. Die Intention ist klar. Die Zinsen sollen fallen, fallen, fallen – damit die türkische Wirtschaft und wie auch die Verbraucher günstig an Kredite kommen. Geht es morgen unter die 10 Prozent-Marke? Die Erwartungen liegen bei einer Kürzung um 50 Basispunkte, also auf 10,75%. Noch tiefere Kürzungen wäre nicht gut für die türkische Lira, die eh schon angeschlagen ist.

Türkische Lira mit Abwertungsdruck

Wie gesagt, gut wäre ein weiter sinkender Zins für die türkische Lira nicht, zumal dann der Abstand zu höheren Inflationsrate noch weiter zunimmt. Das macht Anlagen ausländischer Investoren zum Beispiel in türkischen Staatsanleihen noch weniger attraktiv, was theoretisch für noch mehr Mittelabflüsse sorgen könnte. Abseits der Zinsen gibt es derzeit die Gerüchte am Devisenmarkt, dass Investoren mit sehr großen Summen gegen die türkische Lira spekulieren (dazu berichtete heute auch das Handelsblatt). Dagegen stehen aber seit Wochen immer wieder mal Berichte, dass staatlich beeinflusste Banken in der Türkei intervenieren, also dass sie vor allem Dollar-Bestände verkaufen und dafür die türkische Lira kaufen.

Ob und in welchem Umfang sie derzeit dagegen halten um die türkische Lira an einer weiteren Abwertung zu hindern, ist natürlich nicht klar, mangels offizieller Aussagen. US-Dollar vs Türkische Lira (USDTRY) notiert mit heute 6,07 auf dem höchsten Stand seit Mai 2019 (wenn man den Flash Crash im August ignoriert). Im Chart ist die Entwicklung der letzten zwölf Monate gut sichtbar. Die Lira wertet also nach und nach immer mehr ab. Kommt morgen ein weiterer Abrutscher? Oder ist im Markt schon einiges an negativer Stimmung eingepreist, und/oder halten türkische Banken morgen dagegen, um eine weitere Abwertung zu verhindern? All das ist Spekulation. Im Kern geht es morgen darum, in wie weit das Ergebnis der Zinssenkung (-50 Basispunkte, oder mehr?) vom Markt vorher schon im Kurs eingepreist war. Das sehen wir dann ab 13 Uhr im USDTRY-Kurs.

US-Dollar vs Türkische Lira im Verlauf der letzten zwölf Monate

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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