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Aktuell: Türkische Lira wertet auf – Zentralbank senkt Leitzins

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Türkei Flagge

Die türkische Lira wertet aktuell leicht auf. Das ist erst einmal verwunderlich. Doch was ist passiert? Heute hat die türkische Zentralbank im Rahmen ihrer turnusmäßigen Zinsentscheidung beschlossen den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 11,25% zu senken. Für diese Senkungen lagen Erwartungen bei -50 oder auch -75 Basispunkten. Damit erlebt die Türkei innerhalb weniger Monate vier Zinssenkungen von nun insgesamt 12,75 Prozentpunkten, von 24% auf jetzt 11,25% – also mehr als eine Halbierung! Und das bei einer zuletzt wieder deutlich ansteigenden Inflationsrate auf zuletzt 11,84%. Damit scheint die Zentralbank die von Präsident Erdogan gewünschte Politik in die Realität umzusetzen. Die Zinsen müssen fallen, immer weiter. Denn die türkische Wirtschaft soll mit möglichst billigem Geld angekurbelt werden.

Der Chart zeigt den Verlauf der türkischen Leitzinsen in den letzten fünf Jahren. Die dramatische Zinsanhebung bis auf 24% war notwendig, weil die Inflation in der Türkei auf über 25% anstieg. Dann kam sie zurück, und so konnten auch die Zinsen gesenkt werden. Gibt es nun ein Auseinanderdriften, weiter sinkende Zinsen, bei steigender Inflationsrate? Das wäre nicht gut. Und übrigens, falls es nicht bemerkt wurde: Mit der heutigen Entscheidung sinkt der türkische Leitzins unter die aktuelle Inflationsrate! Damit wird die türkische Lira für ausländische Investoren unattraktiver.


source: tradingeconomics.com

Türkische Lira wertet auf

Die türkische Zentralbank sagt in ihrem heutigen Statement unter anderem, dass sie davon ausgeht, dass der Inflationsverlauf im Großen und Ganzen mit der bisherigen Inflationsprognose für das Jahresende übereinstimme (8,2%). Na ja, dann… ok. Wir wissen es ja auch nicht, wie sich die Inflation in der Türkei im Jahresverlauf entwickeln wird. Aber wenn man strikt daran glaubt, dass sie von aktuell 11,84% wieder deutlich unter 10% sinkt, kann man sozusagen vorsorglich schon mal die Zinsen senken? Die türkische Lira jedenfalls zeigt sich entspannt, und wertet nach dieser Zinssenkung sogar noch auf, obwohl sinkende Zinsen die jeweilige Währung eigentlich schwächen sollten.

US-Dollar vs Türkische Lira fällt seit gestern Abend ein klein wenig von 5,87 auf aktuell 5,85. Also eine kleine Aufwertung für die Lira! Man scheint die Lage also entspannt zu sehen. Im folgenden Chart sieht man den Kursverlauf seit Mitte Dezember (fallender Dollar, steigende Lira). Niemand weiß, wie sich der Kurs weiter entwicklen wird. Aber jetzt wo der Zins niedriger ist als die Inflation, wird das Risiko für die Lira höher! Man sieht im Chart die Lira-Aufwertung in den letzten Tagen. Sie konnte erfolgen dank offenkundiger Interventionen staatlicher türkischer Banken sowie einer Entspannung der geopolitischen Lage in der Region.

US-Dollar vs Türkische Lira seit Mitte Dezember 2019

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Aktuell: Goldpreis, Schweizer Franken, Aktien – das große Risk Off Game!

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Ein echtes Game läuft da gerade ab

Aktuell läuft ein großer Risk Off-Risk On Trade. Hin und her. Goldpreis, Schweizer Franken, Dax und Dow wollen wir uns jetzt mal anschauen. Risk Off bedeutet, dass Anleger aus Angst (in diesem Fall vor einer weiteren Coronavirus-Ausbreitung und deb wirtschaftlichen Auswirkungen) aus Aktien fliehen, und sich auf die Suche nach sicheren Anlagen wie Gold machen. Gerade am letzten Wochenende, wo im Iran, in Südkorea, aber vor allem in Italien viele neue Infektionen gemeldet wurden, nahm die Angst zu, und schlagartig fiel der Dow 30 um gut 1.000 Punkte von Freitag Abend bis gestern Abend. Dann bis heute früh konnte der Index im Futures-Markt mehr als 200 Punkte zulegen. Man konnte also hoffen, dass der Markt heute eine Gegenreaktion nach oben zeigt. Ganz aktuell gibt es neue Fälle auf Teneriffa (hier mehr Infos).

Aber nein, bis jetzt sind die Futures wieder gefallen, und der Dow notiert wieder um die 28.000 Punkte-Marke, und droht aktuell unter die Tiefs von gestern zu fallen. Steht ein zweiter Absturz-Tag am Aktienmarkt bevor? Das entscheidet sich womöglich gerade in diesen Minuten vorbörslich bis 15:30 Uhr deutscher Zeit. Der Dax fiel gestern mehr als 500 Punkte, um dann heute Vormittag wie die Amerikaner einen kleinen Aufwärtsmove hinzulegen. Man versuchte also vorsichtig wieder etwas Risiko einzugehen. Aber nein, aktuell steht der Dax mit 12.945 Punkten sogar 25 Punkte tiefer als im gestrigen Tiefststand. Die Aktienkurse zeigen also (zumindest nach aktuellem Stand) weiter gen Süden. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie den Marktkommentar von Markus Fugmann, ob die Korrektur weiter geht.

Goldpreis zeigt Gegenbewegung

Der Goldpreis war gestern gegenüber Freitag Abend um 46 Dollar bis auf 1.689 Dollar in der Spitze gestiegen. Dann ging es heute kräftig runter auf bis zu 1.632 Dollar im Tief. Eine kräftige Gegenreaktion nach dem sehr starken Anstieg im Goldpreis in den letzten Tagen und Wochen (mehr Details dazu hier). Bis heute um 12 Uhr ging es dann wieder rauf auf 1.657 Dollar (aktuell 1.645 Dollar). Der Chart (zeigt den Goldpreis in US-Dollar seit heute Nacht) zeigt, wie instabil die Lage derzeit ist. Gold konnte einen Teil seiner wohl zu großen Abwärtskorrektur aufholen. Schwächeln die Aktienkurse in den nächsten Stunden weiter, könnte der Goldpreis wieder schnell steigen (könnte, nicht muss!).

Goldpreis in US-Dollar seit heute Nacht

Schweizer Franken steigt immer weiter an

Der Schweizer Franken ist im Risk Off-Game genau wie Gold ein Sicherer Hafen, um es mal so auszudrücken. Gestern lag das Tief bei Euro vs Franken bei 1,0589. Aktuell schwankt der Kurs um die Marke von 1,06 herum. Im folgenden Chart sieht man den Kurs im Verlauf der letzten zwölf Monate. Ein glas klarer Trend zu einem immer stärkeren Franken (fallender Euro). Das aktuelle Risk Off-Umfeld befeuert die Stärkung des Schweizer Franken (hier mehr Details).

Euro vs Schweizer Franken im Verlauf der letzten 12 Monate

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Pfund vs US-Dollar: Wird das Cable die 1,30 Marke bald ansteuern?

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Nachdem das Pfund gegenüber dem US-Dollar Mitte letzter Woche die wichtige Unterstützung bei 1,2847 halten konnte, hat das Währungspaar anschließend einen Rebound eingeleitet. Der Kurs hat über 100 pips wieder gut gemacht – und alles deutete darauf hin, dass die Erholung in der neuen Handelswoche weiter fortgesetzt wird.
Das letzte Hoch bei 1,2980 wurde dann jedoch wieder abverkauft – keine so große Überraschung, da die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster schon überkauft waren. GBP/USD notierte gestern im Tief bei 1,2885. Dieser Support war stark genug, um eine weitere Talfahrt beim Pfund gegen den US-Dollar zu verhindern. Danach hat sich der Kurs leicht erholt und klettere langsam in den Bereich über 1,2915.

In der heutigen Nacht verhielt sich GBP/USD ruhig und pendelte in einer engen Range von nicht einmal 30 Pips. Auch die anderen Hauptwährungspaare haben wenig Volatilität gezeigt. Die asiatischen Wertpapiermärkte haben allgemein eine negative Performance gezeigt. Das Coronavirus ist jetzt auch in Europa endgültig angekommen und die Sorgen haben sich an den globalen Finanzmärkten seit gestern noch gesteigert. Egal ob DAX, Dow Jones oder Nikkei, die Sorge ist überall zu spüren. Man kann die Konsequenzen für die globale Wirtschaft noch gar nicht abschätzen. Eins ist aber klar: es wird für alle teuer werden. Nichts desto trotz: das Pfund konnte gegen den US-Dollar in den letzten Stunden die Marke von 1,2920 erfolgreich verteidigen.

Kann das Pfund seine Erholung zum Dollar heute fortsetzen?

Aktuell (Dienstagmorgen) befindet sich das Pfund gegen den US-Dollar bei ca. 1,2930. Auf der Oberseite stößt der Kurs an seinen Widerstand bei 1,2940. In diesem Bereich verläuft momentan der 120er-Moving Average, der den Ausbruch auf der Long-Seite noch verhindert. Sollte dieser Bereich in den nächsten Stunden halten, werden wir wahrscheinlich zuerst wieder fallende Preise sehen. Als nächstes Kursziel wird das Pfund sehr wahrscheinlich die 1,2900 Marke ansteuern. Die „big figure“ gilt ebenfalls als eine starke psychologische Grenze, also empfiehlt es sich, in diesem Bereich Short-Positionen zu schließen oder mit einem Trailing-Stop zu arbeiten.
Wenn dagegen die Marke von 1,2940 demnächst brechen sollte, hat das Pfund noch viel Luft nach oben. Der nächste Widerstand befindet sich bei ca. 1,2980. Sollte auch diese Hürde von den Bullen erobert werden, wird klar die 1,3001 in den Fokus rücken.

Die Indikatorenlage im mittelfristigen Zeitfenster ist weiterhin positiv gestimmt, was die Bullen dazu animieren kann, neue Long-Orders am Markt zu platzieren. Am Nachmittag sollte man wachsam bleiben, denn es werden wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht, die den Kursverlauf beeinflussen können. Wichtig zu beachten ist auch der Daily Pivot Point, der heute bei 1,2922 verläuft.

Summa summarum: Bricht der Widerstand bei 1,2940, kann man mit einer Break-Out Strategie einen Long-Einstieg wagen. Je nach Dynamik, die sich entwickeln wird, kann man den Ausstieg ab ca. 1,2980 suchen. Dabei sollte man auch die Korrelationen zu den anderen GBP- Währungspaaren nicht außer Acht lassen.

Das Pfund mit weiterem Aufwärtspotential zum Dollar

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

 

Das Pfund hält sich derzeit stabil zum Dollar - und Johnso will bald mit Trump über ein Handelsabkommen verhandeln

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Schweizer Franken auf höchstem Stand seit fünf Jahren – Risk Off!

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Schweizer Bergpanorama

Der Schweizer Franken notiert aktuell auf dem höchsten Stand seit August 2015! Diese Entwicklung dürfte der Schweizerischen Nationalbank (SNB) alles andere als gefallen. Versucht sie doch seit Jahren mit Negativzinsen (aktuell -0,75%) und Interventionen (Franken drucken und gegen Dollar und Euro verkaufen) die heimische Währung zu schwächen. Denn je teurer der Schweizer Franken wird, desto teurer werden Schweizer Produkte für ausländische Käufer, und desto teurer wird die Schweiz für ausländische Touristen.

Risk Off Trade pusht den Schweizer Franken

Aber genau so wie der Risk Off Trade derzeit den Goldpreis immer höher treibt, so steigt auch der Schweizer Franken heute gegen den Euro weiter an. Die Anleger fliehen wegen zunehmenden Sorgen um den Coronavirus vor allem aus Aktien. Der Dax notiert heute mit -4%, der Dow mit -2,96%, und der italienische MIB40 mit -6,09%. Italien ist in Europa heute der Krisenherd Nummer 1, weil dort übers Wochenende sehr viele neue Infektionen beim Coronavirus bekannt wurden.

Im Tagesverlauf lag das Tief des Euro gegen den Franken bereits bei 1,0589 – aktuell notiert das Währungspaar um die rund Marke von 1,0600. Es ist eine Zwickmühle, in der sich die SNB befindet. Sie hätte womöglich schon längst wieder Lust kräftig dagegen zu halten, und den Schweizer Franken wieder abzuwerten. Aber wir erinnern uns. Das US-Finanzministerium hatte die Schweiz am 14. Januar auf eine Liste von Ländern gesetzt, die im Verdacht stehen ihre Währung zu manipulieren. Also, hält sich die SNB womöglich deswegen zurück, und der Franken kann weiter aufwerten, wenn die Angst rund um das Coronavirus weiter zunimmt?

 

Euro vs Schweizer Franken seit 2015

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