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Europa

Ukraine: eine Katastrophe in Zahlen

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Krieg ist teuer, Krieg ist verheerend, und Krieg führt zu wirtschaftlichem Desaster. Das zeigt sich einmal mehr am Beispiel der Ukraine, die derzeit ökonomisch kollabiert. So ist in der Ukraine die Industrieproduktion im April im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 21,7% fast um ein Viertel eingebrochen. Besonders hart hat es die immer noch unter ukrainischer Kontrolle stehenden Regionen Donetzk und Luhansk getroffen: in Donetzk fiel die Industrieproduktion um 49,5% im Vergleich zum Vorjahr, in Luhansk sogar um 89% (!).

Nicht berücksichtigt sind in den Zahlen die faktisch unter der Kontrolle der Separatisten stehenden Gebiete innerhalb der Ostukraine – hier liegen keine Zahlen vor, doch dürfte das Bild ähnlich schlimm sein wie in Donetzk und Luhansk.

Insegesamt war das BIP der Ukraine im ersten Quartal diesen Jahres um 17,6% gefallen – eine Rettung der Ukraine ist unter diesen Umständen nur durch massive finanzielle Unterstützung des westlichen Auslands möglich – derzeit verhandelt die Ukraine mit seinen Gläubigern (zu denen auch Russland gehört) über einen Weg aus der Misere. Die einzige Möglichkeit dazu ist ein großer Schuldenschnitt – Russland lehnt dies jedoch ab.

Dass auch Russland von dem Konflikt und den anschließenden Sanktionen schwer geroffen ist, zeigen die gestern veröffentlichten Zahlen aus Moskau: demnach hat das Land im April ein Defizit von 5% erwirtschaftet, die Folge von sinkenden Einnahmen und gleichzeitig gestiegenen Ausgaben zur Rettung einiger Wirtschaftszweige in Russland.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Benedikt

    19. Mai 2015 15:02 at 15:02

    Geht wie in Griechenland nicht um Rettung der Ukraine, sondern der IWF und der Westen will nur eine Zahlungsunfähigkeit der Ukraine verhindern. Poroschenko und Jazenjuk geht es ja auch nicht um das Wohlergehen der Ukraine, sondern die wollen nur an der Macht bleiben und natürlich an den Geld Futtertrögen.

    Der neue 4 Jahres Ukraine Bailout setzt sich aus 17,5 Mrd. IWF Kredite, 15,3 Mrd gestundete Zins u. Tilgung Privater Anleihehalter und der Rest von EU oder USA zusammen. Im April hat der IWF 4,8 Mrd. ausgezahlt im Juni solle es wohl auch etwa 5 Mrd werden. So kommt die Ukraine mit den Bailout keine 4 Jahre um die Runden. Die brauchen wohl einen Schuldenschnitt um neue Anleihen wieder los zu werden.

    Spannend wird das auch wie das mit den EU Ukraine Freihandel weiter gehen wird. Die Ukraine hat Importzölle erhöht. Bei einen Freihandel fallen diese Einnahmen ersatzlos weg. So welche Probleme werden aber im Westen Systematisch tot geschwiegen.

  2. Avatar

    reiner tiroch

    19. Mai 2015 20:25 at 20:25

    und die 2 Kasperl dort wollen den 3. weltkrieg den merkel europäische Werte verteidigen nennt, gell?

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Europa

Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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Europa

ifo Index etwas schwächer als erwartet, aber fünfter Anstieg in Folge

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für September veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 93,4 (Prognose war 93,8; Voromonat August war 92,6)

– aktuelle Lage 89,2 (Prognose war 89,5; August war 87,9)

– Erwartungen: 97,7 (Prognose war 98,0; Voromonat war 97,5)

Fünfter Anstieg in Folge beim ifo Index

Dazu ifo in einer Pressemitteilung:

 

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich erneut verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 93,4 Punkte gestiegen, nach 92,5 Punkten im August. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Situation abermals positiver als im Vormonat. Zudem erwarten sie eine weitere Erholung ihrer Geschäfte. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindikator merklich gestiegen. Deutlich weniger Unternehmen schätzten ihre aktuelle Geschäftslage schlecht ein. Zudem erwarteten mehr Industriefirmen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage weiter verbessern wird. Insbesondere die Elektroindustrie ist optimistisch.

Im Dienstleistungssektor ging der Index hingegen zurück, nach zuletzt vier Anstiegen in Folge. Dies war auf weniger optimistische Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen jedoch als minimal besser.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima deutlich aufgehellt. Die Händler waren merklich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zusätzlich gehen viele von ihnen von einer weiteren Belebung in den kommenden Monaten aus.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index erneut gestiegen. Der Indikator zur aktuellen Lage kletterte auf den höchsten Wert seit März dieses Jahres. Der Ausblick ist weiterhin pessimistisch, aber etwas weniger als im August.“

 

Der ifo Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanagerindex – Dienstleister schrumpfen, Gewerbe stark

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für September) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 53,7 (Prognose war 54,1; Vormonat war 54,4)

Verarbeitendes Gewerbe: 56,6 (Prognose war 52,5; Vormonat war 52,2)

Dienstleistung: 49,1 (Prognose war 53,0; Vormonat war 52,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 48,5 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 51,9)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

 

„Während die aktuellen PMI-Daten zeigen, dass die deutsche Wirtschaft im September insgesamt auf Wachstumskurs geblieben ist, liefen die Trends auf Sektorenebene jedoch zunehmend auseinander. So vermeldete der Dienstleistungssektor erstmals seit drei Monaten wieder Geschäftseinbußen, was bedeuten könnte, dass die Erholung hier wegen der weiter geltenden Abstandsregeln, der starken Verunsicherung in der Wirtschaft und der Ungewissheit der Beschäftigten hinsichtlich der weiteren Jobentwicklung ihren Höhepunkt bereits überschritten haben dürfte. Im Gegensatz dazu erholte sich die Industrie – nicht zuletzt dank der wieder anziehenden Exportnachfrage – weiter im Eiltempo. Produktion und Auftragseingang wiesen hier abermals starke Zuwächse aus, was mit dazu beitrug, dass sich der Stellenabbau verlangsamte. Die steigenden Infektionszahlen decken sich mit der etwas weniger optimistischeren Stimmung im Servicesektor. Demgegenüber konnten die Industrieunternehmen scheinbar jegliche Sorgen hinsichtlich potenzieller Restriktionen im In- oder Ausland abschütteln, sodass die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist hier wieder so positiv ausfielen wie zuletzt vor über zweieinhalb Jahren.”

 

Die deutsche Wirtschaft mit mühsamer Erholung

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