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US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Erstaunlich viele Jobs in der Produktion, dazu boomen Jobs für Kellner, Pfleger, Hausmeister, Hilfsarbeiter

Die US-Arbeitsmarktdaten bringen im Januar 200.000 neue Stellen, was etwas besser war als gedacht. Die neuen Stellen sind für die Beobachter des US-Marktes unendlich wichtiger als die Arbeitslosenquote. Deshalb betrachten wir in diesem Artikel wie jeden Monat die Herkunft der...

FMW-Redaktion

Die US-Arbeitsmarktdaten bringen im Januar 200.000 neue Stellen, was etwas besser war als gedacht. Die neuen Stellen sind für die Beobachter des US-Marktes unendlich wichtiger als die Arbeitslosenquote. Deshalb betrachten wir in diesem Artikel wie jeden Monat die Herkunft der neuen Stellen im Detail.

Von den 200.000 neuen Stellen kamen 4.000 vom Staat, also bleiben netto 196.000 im Privatsektor übrig. Davon entfallen 57.000 auf das produzierende Gewerbe. Das ist wie in den Vormonaten unter Trump (ja, in der Tat) ein erstaunlich guter Wert, da in all den vorigen Jahren in der Produktion nur sehr wenige oder gar keine neuen Stellen geschaffen wurden.

Produzierendes Gewerbe

Im Detail stammen im produzierenden Gewerbe 6.000 Stellen aus Bergbau und Ölförderung, 15.000 aus der Industrieproduktion, und 36.000 aus dem Bausektor. Also, die Wirtschaft baut schon mal fleißig drauf los, bevor Trump das Infrastrukturprogramm zum Laufen bekommt? Euphorie ist das Stichwort!

Dienstleistungen

Verbleiben noch 139.000 neue Arbeitsplätze, die im Dienstleistungssektor geschaffen wurden. Dabei fällt ein mehr als erstaunlicher Effekt auf, der eigentlich gar nicht geschehen dürfte. Onlinehandel (Lager-Logistik, Paketboten etc) legen wie man es erwarten kann im Sinne des Onlineshoppings weiter zu (rot umrandet rechts unten in der folgenden Grafik). Aber gleichzeitig schaffen stationäre Bekleidungsgeschäfte im Januar 15.100 neue Stellen. Wo gibt´s denn sowas? Gut, vielleicht waren die Entlassungen in 2017 im stationären Einzelhandel einfach zu übertrieben, und jetzt gibt es einen statistischen Pullback.

Hausmeister, Zeitarbeiter, Hilfsjobs etc boomen auch unter Trump weiter mit +14.600 Jobs im Januar.

Pflegeberufe boomen wie in allen Industrienationen immer weiter. Alleine im Januar gibt es ein Plus von 25.800 Stellen. Wie immer läuft der Bereich Restaurants, Bars und Freizeitparks am besten. 31.100 neue Arbeitsplätze wurden nur für Kellner im Januar geschaffen (nichts gegen Kellner, aber es sind eben schlecht bezahlte Jobs).



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