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Devisen

US-Dollar vs Yen: Wird die Korrektur heute fortgesetzt?

Agata Janik

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am

Das Symbol für den japanischen Yen

Wie im mittelfristigen 4 Stunden Chart (siehe unten) deutlich zu erkennen ist, befindet sich der US-Dollar gegen den japanischen Yen in einem stabilen Aufwärtstrend. Der Kurs stieg in der letzten Woche weiter und erreichte im Hoch den Widerstand bei 112,21. Dieser Bereich hat sich aber vorerst als zu stark erwiesen. Die Bullen haben ihre Long-Positionen geschlossen und es kam zu einer leichten Enttäuschung am Markt. Der Major hat eine Gegenreaktion gezeigt, die Korrektur hat sich zum Wochenabschluss fortgesetzt. Der Preis ist weiter gefallen und USD/JPY testete am Freitagabend die Unterstützung bei 111,50. In der heutigen asiatischen Session bewegte sich der US-Dollar vs Yen im ruhigen Fahrwasser. Der Kurs pendelte zwischen ca. 111,36 und 111,65. Auf der Oberseite wurde der Kurs durch den 120-er Moving Average ausgebremst, was einen Ausbruch nach oben verhindert hat.

Die asiatischen Wertpapiermärkte haben auf breiter Front im Minus geschlossen (Nikkei -0,39 %, Shanghai Composite -0,28 % und der Hang Seng bei -1,87 %). Die Sorgen, die mit der Ausbreitung von dem Coronavirus einhergehen, beunruhigen weiter die Investoren und Politiker. Inzwischen ist der gefährliche Virus auch nach Italien angekommen und kann demnächst in Europa für Unruhen an den Finanzmärkten sorgen (hier der heutige Kommentar von Markus Fugmann). Es war interessant zu beobachten, dass der Goldpreis, der allgemein als Fieberthermometer für die Märkte gilt, jetzt sogar schon über 1.680 Dollar notiert. Das zeigt deutlich, dass die Situation in Italien auch im Fernosten Ängste ausgelöst hat. Der US-Dollar hat sich gegenüber den meisten Majors stabil verhalten.

Das wird heute für den US-Dollar gegen den Yen wichtig sein

Aktuell notiert US-Dollar vs Yen bei ca. 111,40 (Montagvormittag). Es wird spannend werden, ob das Währungspaar seine Korrektur heute fortsetzen wird oder ob wir wieder steigende Preise sehen werden. Aus technischer Sicht hat USD/JPY noch auf jeden Fall Luft nach unten. Die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster generieren Short- Signale, was für die Daytrader interessant werden kann. Die nächste signifikante Unterstützung befindet sich bei 111,24 (38,2% Fibonacci Retracement). Auf diesem Niveau wird der Kurs sicherlich vorerst eine Pause einlegen und die Bären werden ihre ersten Short-Positionen schließen. Sollte sich danach eine weitere Dynamik auf der Unterseite entwickeln, kann der Major die 111,00 „big figure“ testen. Hier werden sich viele Daytrader wahrscheinlich verabschieden und ihre Short-Positionen glattstellen. Unter 111,00 wartet auf USD/JPY der nächste wichtige Support bei ca. 110,95 (50% Fibo-Level). Spätestens auf diesem Niveau sollte man die Gewinne mitnehmen und die Lage neu analysieren.

Wenn dagegen die Unterstützung bei 111,24 halten sollte, kann in diesem Bereich mit der Korrektur schon Schluss sein und der Preis von US-Dollar gegen den Yen kann erneut steigen. Man darf nicht vergessen, dass der übergeordnete Aufwärtstrend nach wie vor intakt ist. Der US-Dollar zeigt sich gegenüber den meisten Majors stark und es gibt aktuell keinen Grund, warum sich das ändern sollte. Auf der Oberseite hätte USD/JPY vorerst Potential bis 112,02. Wer also die Korrektur im kurzfristigen Bereich handeln möchte, soll es in dem Bewusstsein machen, dass er sich gegen den großen Trend stellt. Jeder Kursrückgang wird von den Bullen zum Long-Einstieg genutzt. Wie an fast jedem Montagvormittag, herrscht noch am Forex-Markt allgemein wenig Volatilität. Der Markt muss sich zuerst neu ordnen. Es ist also ratsam, vielleicht noch ein wenig geduldig zu bleiben. Die Handelswoche ist noch ganz jung und es werden sich sicherlich noch genug Möglichkeiten bieten, Gewinne zu erzielen.

US-Dollar vs Yen im Chartbild

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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