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Konjunkturdaten

US-Handelsbilanz: Defizit weitet sich aus

Redaktion

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Die US-Handelsbilanz für den Monat August wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht. Das Defizit der USA im Außenhandel mit Waren und Dienstleistungen beläuft sich auf 53,2 Milliarden Dollar nach -50 Milliarden Dollar im Juli. Wie die Grafik (blaue Linie) gut zeigt, erreicht man gerade seinen Spitzenwert von Anfang des Jahres.

Dieser Anstieg im Defizit über 3,2 Milliarden Dollar entsteht durch den doppelten Effekt von schwächeren Exporten und höheren Importen. Die Exporte gingen nämlich im Monatsvergleich um 1,7 Milliarden Dollar zurück, während die Importe um 1,5 Milliarden Dollar zunahmen. Insgesamt standen in den USA im August Exporte in Höhe von 209,4 Milliarden Dollar Importe in Höhe von 262,7 Milliarden Dollar gegenüber (die Rundungsdifferenz von 0,1 zwischen 3,3 und 3,2 Milliarden Dollar Defizit-Ausweitung findet sich so auch in der offiziellen Statistik-Meldung der Behörde US BEA).

Das Defizit der USA im Warenhandel wuchs weiter um 3,6 Milliarden auf 76,7 Milliarden Dollar. Es wird zu Teilen abgemildert durch den Überschuss bei Dienstleistungen in Höhe von 23,5 Milliarden Dollar (+0,4). Wichtig: Betrachtet man den Zeitraum Januar-August 2018 mit dem selben Zeitraum des Vorjahres, dann steigt das Defizit um 31 Milliarden Dollar oder 8,6%. Exporte stiegen um 129,6 Milliarden Dollar oder 8,4%, und die Importe wuchsen ebenfalls um 8,4% oder 160,6 Milliarden Dollar. Das ist das Problem! Der prozentuale Zuwachs ist zwar gleich, nur beim Import ist die Bezugsgröße viel größer.

Das Defizit gegenüber China lag im September bei 34,3 Milliarden Dollar, und damit 0,3 Milliarden Dollar geringer als vor einem Monat. Das Defizit mit Mexiko ist um 2,3 auf 8,7 Milliarden Dollar gestiegen (in nur einem Monat!). Das Defizit gegenüber der EU liegt bei 14,9 Milliarden Dollar.

US-Handelsbilanz

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Konjunkturdaten

US-Verbrauchervertrauen schwächer, Erwartungen fallen deutlich

Markus Fugmann

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Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; November) ist mit 96,0 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 98,0; Vormonat war 100,9, nun auf 101,4 nach oben revidiert).

Die Erwartung liegt bei 89,5 (Vormonat war 98,4)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 105,9 (Vormonat war 104,6)

Wie zuletzt immer wieder ist die Seite des Conference Board down – wegen aktuell zu viel Traffic. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Republikner depressiv geworden sind..

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Europa

ifo Index mit zweitem Rückgang in Folge – Lage ok, Erwartungen schwächer

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für November veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 90,7 (Prognose war 90,1; Vormonat Oktober war 92,7) – das ist der zweite Rückgang in Folge nach zuvor fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,0 (Prognose war 87,0; Vormonat war 90,3)

– Erwartungen: 91,5 (Prognose war 93,5; Vormonat war 95,0)

Dazu Wohlrabe von ifo: Dienstleistungssektor spürbar schwächer, Industrie hat sich Abwärtsentwicklung entgegen gestemmt, Handel schwächer

Hier die Pressemitteilung des ifo:

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 90,7 Punkte gesunken, nach 92,5 Punkten im Oktober. Der Rückgang war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie etwas weniger gut. Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

Das Verarbeitende Gewerbe ist der Lichtblick in diesem Monat. Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.

Im Dienstleistungssektor hat der Geschäftsklimaindikator merklich nachgegeben. Er liegt erstmals seit dem Juni wieder im negativen Bereich. Die zuletzt gute Lageeinschätzung hat sich deutlich eingetrübt. Zudem blicken erheblich mehr Unternehmen pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Indikatoren im Bereich Hotels und Gastgewerbe sind regelrecht abgestürzt.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden. Auch die Erwartungen trübten sich merklich ein. Insbesondere die Einzelhändler berichteten von deutlich weniger gut laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe hat der Index leicht nachgegeben. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen fielen etwas pessimistischer aus.“

Der ifo Index ist das wichtgiste deutsche Konjunkturbarometer

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Konjunkturdaten

US-Einkaufsmanagerindizes bester Wert seit 2015, Preise mit Rekoranstieg, Optimismus wegen Impfstoff

Markus Fugmann

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Soeben wurde die Einkaufsmanagerindizes für die USA (Markit PMI; November) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe: 56,7 (Prognose war 53,0; Vormonat war 53,4)

Dienstleistung: 57,7 (Prognose war 55,0; Vormonat war 56,9)

Gesamtindex: 57,7 (Vormonat war 56,9)

Dazu schreibt Markit, das die Daten erhebt:

“The November PMI surveys provide the first postelection snapshot of the US economy, and makes forvery encouraging reading, though stronger economic growth is quite literally coming at a price.
“First the good news: business activity across both manufacturing and services rose in November at the strongest rate since March 2015. The upturn
reflected a further strengthening of demand, which in turn encouraged firms to take on staff at a rate not  previously seen since the survey began in 2009. “However, the surge in demand and hiring has pushed prices and wages higher. Average selling prices for goods and services rose at the fastest rate yet recorded by the survey, with shortages of supplies also more widespread than at any time previously reported.
“Firms are scrambling for inputs and workers to meet the recent growth of demand, and to meet rising future workloads. Expectations about the year ahead have surged to the most optimistic for over six years, reflecting the combination of a post-election lift to confidence and encouraging news that vaccines may allow a return to more normal business conditions in the not too distant future.”

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