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Verblüffende Parallelen zur Finanzkrise: Schulden der US-Konsumenten erreichen Rekordniveaus

Der Mechanismus kommt einem bekannt vor. Bis die Blase platzt, wird sie solange aufgepumpt, bis nichts mehr reinpasst in den Luftballon. Nach dem Platzen der Blase 2007/2008 gab es durch Bankenpleiten, Konsumentenpleiten, Zwangsversteigerungen…

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FMW-Redaktion

Der Mechanismus kommt einem bekannt vor. Bis die Blase platzt, wird sie solange aufgepumpt, bis nichts mehr reinpasst in den Luftballon. Nach dem Platzen der Blase 2007/2008 gab es durch Bankenpleiten, Konsumentenpleiten, Zwangsversteigerungen etc. einen gewissen Grad an Entschuldung. Seitdem geht es wieder kräftig bergauf, und der Schuldenstand der US-Verbraucher wächst wieder dramatisch an. Die folgende Grafik zeigt die jeweils zum Jahresendstand vorhandene Verschuldung der Verbraucher mit ihren Studentendarlehen sowie Autodarlehen. Beide sind von 2012 bis 2016 kontinuierlich gestiegen. Studentendarlehen stiegen von 1,05 auf 1,4 Billionen Dollar. Autokredite stiegen von 809 Milliarden auf 1,11 Billionen Dollar Ende 2016.


Grafik: US Federal Reserve (in rotem Kästchen von 2012-2016 die Jahresendzahlen)

Laut FT sind zuletzt mehr als 1 Million US-Autokreditnehmer mit ihren Raten mindestens 2 Monate in Verzug. Die Ausfallrate erreicht den höchsten Wert seit dem Ende der Finanzkrise 2009. Das ist vor allem deshalb verwunderlich, weil die USA wie auch Europa seit Jahren in einem Niedrigzins- oder Nullzinsumfeld leben, und die Arbeitslosigkeit in den USA de facto einer Vollbeschäftigung gewichen ist (wenn man den offiziellen Zahlen glauben würde..). Da haben wir wieder das Thema: Was nützt Vollbeschäftigung, wenn die Löhne so gering sind, dass man davon nicht leben kann? Da nützen auch Kredite zu 0% Zinsen nichts. Verschuldung ist Verschuldung. Und wenn die sich Jahr um Jahr auftürmt, ist auch ein Nullzins nutzlos. Die Schuldenlast kann irgendwann von einem viel zu niedrigen Gehalt nicht mehr gezahlt werden, und die Blase platzt erneut.


Grafik: Federal Reserve Bank of New York

Die obige Grafik zeigt die Gesamtverschuldung der US-Verbraucher, die zuletzt auf 12,58 Billionen Dollar angewachsen ist. Wie man gut erkennt, ging es nach 2008 in ein kleines Tal, welches man nun durchschritten hat, und zu alten Höchstständen aufschließt. Der überwiegende Teil der Schulden (in orange) besteht aus Hauskrediten. Treibende Kraft sind aber die Studentendarlehen (rot). Es ist kaum anzunehmen, dass Donald Trump den Besuch von Universitäten künftig gratis anbieten wird… in 2016 wuchs die Gesamtverschuldung der US-Verbraucher um 460 Milliarden Dollar. Geld, das volkswirtschaftlich gesehen aus dem Ausland angesaugt werden muss, da die USA im Außenhandel mit dem Rest der Welt ein Defizit erwirtschaften.

Donald Trump will mit seinem „phantastischen wundervollen großartigen“ neuen Finanzminister Mnuchin die Kreditvergabe der Banken drastisch erleichtern, damit sie noch mehr Kredite ausgeben können (tendenziell gut für die Wirtschaft). Da wird der US-Konsument und Gewerbetreibende sich nicht zwei Mal bitten lassen. Schon bald also steigt man in der US-Gesamtverschuldung von Hoch zu Hoch.

18 Kommentare

18 Comments

  1. asyoulike

    17. Februar 2017 13:33 at 13:33

    Moin, moin,
    die Überschrift hätte m.E. auch „Das große Finale“ heißen können. Vielleicht wird es Zeit, diesen Kreditkartenkonsum der US-Amerikaner zu beenden. Kurzfristig sicher hilfreich für die Industrie, aber langfristig nur Konsumverlagerung aus der Zukunft auf Heute. Wer will sich diesem zu erwartenden Urknall entgegenstellen? Sicher niemand, da die Schuldenlasten der Staaten schon am oberen Limit sind. Und wer ist Schuld, wenn es zum Platzen der Blase kommt? Genau, die BRD ist schuld und wird sicher finanzielle Hilfe geloben. Sind doch auch nur Steuergelder.

    • Emm wie Meikel

      18. Februar 2017 07:18 at 07:18

      Kreditkartenschulden sind noch das wenigste, wenn auch mit Wucherzinsen belegt (ähnlich wie in Deutschland der Überziehungskredit).

      Der Bärenanteil sind Immobilienkredite, Autokredite und Studienkredite (nach dem teuren Abschluss gehen sie zu McDonalds, um Burger zu braten).

  2. Frank Hofmann

    17. Februar 2017 14:37 at 14:37

    Die Überschrift hätte auch „Schachmatt an der Börsen?“ lauten können. Ein guter Artikel der genau das aufzeigt, woran Amerika scheitern wird. „The point of no return“ ist schon lange überschritten. Das Problem dabei, viele Anlegerschafe gehen auf Pump weiterhin Long in die Märkte, während die Großen der Branche wie Soros längst Short sind.

  3. Frank Hofmann

    17. Februar 2017 14:57 at 14:57

    Bundesregierung hat ihre Risikoanalyse in 2016 angepasst. Dazu gibt ein konkretes Rundschreiben im Bundestag, der dann auch als Beschlusssache zum verschärften Katastrophenfallgesetz geführt hat. Nunmehr sind auch Chemische Angriffe auf deutschem Boden durch Militärs oder Terroristen mit berücksichtigt.
    Das Dokument hat es in Sich. Firmen die konkret für Krisenvorsorge notwendig sind, sollten Anleger ins Visier nehmen! Die Nachfrage nach Ausrüstung steigt jetzt weiter an.
    In Frankreich brennt der Baum lichterloh. Erneut schwere Ausschreitungen sozialer Randgruppen mitten in Paris ausgebrochen. Die Kriseninterventionsausrüster sind die Gewinner am Markt.

    „Frankreich: Failed State – Medien schweigen
    16.02.2017

    Die Unruhen in Paris gehen weiter – finden aber kaum Beachtung in deutschen Medien. Schweigen im Blätterwald: aus Angst?

    Die Kundgebung gegen Polizeigewalt, die am Mittwoch im Norden von Paris relativ ruhig anfing, hat letztlich in Krawallen geendet. Die Polizei hat gegen die Demonstranten unter anderem Tränengas eingesetzt.

    In den sozialen Medien beschweren sich zahlreiche Nutzer, die traditionellen Medien würden bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen in Vororten von Paris totschweigen.“

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/97612-frankreich-failed-state-medien-schweigen

    Frankreich steht möglichwerweise kurz vorm Kollaps
    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/frankreich-vor-der-staatskrise/

    Diese Dinge haben Profis bereits in den Depots eingeplant. Sie auch?

    • columbo

      17. Februar 2017 15:28 at 15:28

      Die Frage ist, wie weit man den „Alternativ-oder Verschwörungstheorie-Medien“ trauen kann? Manche verbreiten schon argen Schwachsinn.

      • unbekannt77

        17. Februar 2017 23:33 at 23:33

        Dann sollte man zur Sicherheit einfach internationale Medien prüfen. Über Google News ist das zum Beispiel sehr einfach zu tun. Während hierlande kaum was zu lesen ist, berichten ausländische Medien sehr stark was in Frankreich vor sich geht. CNN, The Guardian, Washington Post, CBS, Wallstreet Journal usw. Alles jetzt keine Blätter die für Fake News bekannt sind. Das stimmt schon nachdenklich was hierzulande in den Medien passiert, vorallem da die Proteste und Ausschreitung schon seit mehr als einer Woche anhalten.

      • Petkov

        18. Februar 2017 10:12 at 10:12

        Ganz genau. Und dann sollte man sich auf CNN und Co. anschauen, wer die Demonstranten sind. Nämlich überwiegend Männer aus den muslimischen Ex-Kolonien. Die durften gerechterweise in großer Anzahl einreisen, aber mit dem dramatischen Rückgang der Industrieproduktion und dem Wegfall der einfacheren Jobs wurden sie zunehmend zu abgehängten Außenseitern. Obwohl sie einwandfrei die Landessprache sprechen. Das ist bei merkels Arabern und Afrikanern aus sicheren Herkunftsländern nicht der Fall. Und auch die deutsche Industrie wird dank Digitalisierung und Automatisierung immer weniger und weniger Chancen fur diese praktisch Ungebildeten bieten. Aber dank des deutschen Sozialsystems werden sie kindereiche Familien gründen können und die Kinder werden in einer islamisch-rückständig geprägten Parallelgesellschaft aufwachsen und später genauso chancenlos sein. Nur bei denen wird das Enttäuschungs- und Aggressionspotential brutal höher sein. Was wir in Frankreich sehen, ist nur ein Vorgeschmack auf das Deutschland von morgen. Nieder mit der unheimlichen Bande um merkel, Schulz & Co!

    • Aposiken

      20. Februar 2017 09:27 at 09:27

      Es ist wichtiger über erdogans klöhten zu berichten
      Zu den Medien Freiheit muss ich ja nichts sagen in der BND
      Der bekommt mehr Beachtung

  4. Frank Hofmann

    17. Februar 2017 15:07 at 15:07

    Das Problem der Märkte ist, dass die Vernunft abhanden geraten ist. Wie viele Trader sind nicht versucht den einen großen Fisch zu angeln? Die eine Bonanza des Lebens am Markt zu finden, um dann sorglos auszusteigen?

  5. C. Hinz

    17. Februar 2017 17:49 at 17:49

    …würde mich mal interessieren, wie die deutsche Variante der „Total Debt Balance & Composition“ Grafik aussieht.

    • Emm wie Meikel

      18. Februar 2017 16:51 at 16:51

      Wahrscheinlich ähnlich von den Anteilen her. Nur ohne Studienkredite und mit Kontokorrentkredit anstelle von Kreditkartenschulden.

  6. PK

    18. Februar 2017 08:51 at 08:51

    Frank, Soros ist eher ein Kontraindikator.
    Ausserdem, wie würde die Grafik aussehen, wenn man statt der Verschuldung die zu leistenden Zinszahlungen auftragen würde ?
    Durch die deutlich gefallenen Zinsen wäre das wahrsch. halb so viel wie vor der Finanzkrise 2007.
    Also noch sehr viel Luft nach oben bis es von dort wirklich Druck gibt.

  7. Frank Hofmann

    18. Februar 2017 11:18 at 11:18

    @PK
    Die Märkte laufen ja bisher nur wie „geschmiert“ weil Yellen genug Schmiere bereit stellt. Gleichzeitig steigt das Defizit des US Haushalts weiter, auch ohne Neuschulden durch den Zinseszins. Öffnet Trump wohlwollen die Türen noch weiter, um Arbeitsplätze in der Industrie auf Pump zu schaffen (Konjunkturspritze und Neuaufbau), dann klettern die Zinsen von alleine. Im Inland merkt das der Verbraucher bald an der Inflation, was aber durch reale Arbeitsplatzgewinne abgemildert wird, d. h. die Konsumschulden werden mit Lohn statt Arbeitslosenstütze besichert. Alle Auslandsschuldner, wie die BRD, die ja den Export auf Pump (Kapitalvorlage) in Dollar abwickelt, haben dann immense Probleme mit den Zinsen auf Währungen (Fixing) und Zöllen. Denn Trump will und wird gleichzeitig Importe verteuern. Freuen kann sich vor allem China, die Staatsschulden der USA halten! Die Importkosten werden ausgeglichen. Also Trumps Ideen schaden vor allem Europa. Schauen Sie sich doch Opel an. Was steckt dahinter? AMERICA FIRST. Die CEO von GM ist Mitglied im Trump Team. Der Rusty Belt wird saniert durch Verkauf an PSA. Frankreichs PSA wird belastet durch den Kauf von Opel, aber auch entlastet, da 1 freier Marktteilnehmer weg ist. Deutschland wird zweimal geschwächt durch Rationalisierung Kaufkrafteinbussen bei realen zu erwartenden Arbeitsplatzverlagerungen nach FRA. Trump hat wenig Interesse an der EU als Wirtschaftskonkurrent, das hat er DEUTLICHST gesagt. Nur die „dummen“ Europäer hören nicht gut genug zu. Trumps Deals beruhen auf Gegenseitigkeit statt Militär, sofern man mit spielt. Muttis dummes Geblöcke am Wahlabend und auch das Geseiere von Gabriel dagegen hat Trumps Team sehr verägert. Man muss ihnen genau zuhören.

  8. Frank Hofmann

    18. Februar 2017 11:34 at 11:34

    Wichtig ist, dass man als Trader den EU Markt beäugen muss. Amerika hat den Hebel umgelegt. Und die EU kann es bisher nicht. Dazu hat sie zwar auch Gremien, die aber ein Fehlkonstrukt sind, weil das EU Parlament nicht ins System eingreifen kann, die Kommissare sind aber wiederum nur abhängig von Einzelstaaten, was eine Situation des Gegeneinanders erzeugt. Man rettet den Süden und eblastet den Norden. Dem Norden fehlen die Rettungsgelder dann für sein eigenes Absichern. Eine Todesspirale die längst nicht mehr zu stoppen ist, nachdem neben Chians Regierung nun auch die US Regierung sich für die Eigenrettung entschieden hat. Die eher pro EU verbundenen transatlantischen Medien brüllen im Auftarg der Politik und Lobbyisten Donals Trump nur nieder aus purem Frust, weil Clinton den Status quo nicht ändern wollte. Der Plan ging aber leider daneben wie man weiß. Spätestens mit dem Brexit hätte man in der EU umdenken müssen! Hat man das? Offenbar nicht. Hat man Sanktionen aufgehoben? Nein. Schaden Sanktionen der EU? JA. Schaden Sanktionen China und den USA? NEIN. Natürlich lassen sich immaterielle Werte trotzdem handeln, da nur Waren sanktioniert wurden. Aber Wertpapiere wollen ja mit Realgütergeschäften verzinst werden. Wie soll das gehen, wenn nunmehr die EU zwischen 2 Blöcken Eurasien und USA per Exportverbote bzw. Exporthindernissen eingekeilt wird? Amerika versucht erfolgreich alles, die Seidenstraße zu blockieren. Die Briten sind schlauer als wir und haben sich aus der Blockade der EU gelöst. Echt clever diese UKIP.

  9. PK

    18. Februar 2017 19:55 at 19:55

    ich denke, der Einfluss der Politik wird aktuell etwas zu hoch gekocht.
    Das geht beim Brexit los, weiter über Griechenland und endet bei Trump.
    Wir sind schon beinahe hysterisch dabei zu beäugen, was nun wieder alles an news von Trump kommt. Dabei sind die Daten aktuell einfach herausragend und passen zu der Entwicklung an der Börse. Wenn man mal nur die Unternehmensgewinne anschauen würde und mal alle News seit 2 Jahren komplett ausblenden könnte leben wir in einer für die Börse annähernd perfekten Welt.
    Öl ist auch wieder in der Komfort-Zone, nicht zu hoch und nicht zu billig, die Emerging Markets laufen wieder sauber nach oben.
    Zinsen sind OK, gerade richtig damit die Banken wieder etwas besser da stehen.
    Man muss auch mal offen für die andere Seite sein, und nicht immer nur die am fernen Horizont schwebende Katastrophe thematisieren. Das wird speziell hier seit Monaten gepredigt aber wo stehen wir aktuell ?
    Und der Dax macht es wie immer bei solchen Vorlagen. Er schaut ganz lange misstrauisch zu und dann irgendwann gibt er den Widerstand auf und explodiert in wenigen Tagen um seinen Rückstand aufzuholen. Wird diesmal auch wieder so laufen.

  10. Frank Hofmann

    19. Februar 2017 15:40 at 15:40

    @PK
    Sie haben Recht. Wir sollten das Augenmerkt auf das FIAT Money System lenken.

    Eine Bank generiert FIAT Money gegen Zinsen. Das nennt man Schuldgeldsystem.

    Keine private Bankgesellschaft dieser Welt hat Interesse daran, dass die Privat- und öffentlichen Volkswirtschaften Schuldlos sind.

    Und die Politk ist nur der Arm der Privatbankiers, die man auch Hedgefonds nennt. Somit ist das Licht auf den Bankensektor zu lenken.

    Das Geschäft mit langfristigen Anlagestrategien ist in einem Markt der von den EZB’s restlos mit Geld überschwemmt ist, mittlerweile sinnfrei. Entweder Du gehst volles Risiko oder Du steigst lieber erst mal um.

  11. pavel

    20. Februar 2017 12:31 at 12:31

    Den hoheren Schulden stehen im Vergleich zur Vergangenheit hohere Vermogenswerte und Zinseszins efekte gegenuber, daher meiner Meinung nach keinesfalls beunruhigend sondern Normalzustand.

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BMW Analyse: 2018´er Zahlen drücken auf Aktienkurs

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Die Aktie der Bayrischen Motoren Werke BMW notiert seit Ende 2015 auf einem vergleichsweise tiefen Niveau und hat seit diesem Zeitpunkt eine grobe Seitwärtsphase zwischen 68,11 und 100,00 Euro eingeschlagen. Die letzten Monate waren hingegen von einem untergeordneten Abwärtstrend geprägt, der noch immer anhält. Aber seit einem Test des Unterstützungsbereichs von 68,00 Euro macht sich wieder Zuversicht breit, die Aktie bastelt offenbar an einem größeren Boden und könnte diesen im Erfolgsfall auch schon sehr bald positiv auflösen. Zeitgleich sieht sich das Papier jedoch zahlreichen Widerständen entgegen, hier wären zum einen der EMA 200 auf Tagesbasis um 76,74 Euro zu nennen, zum anderen der Horizontalwiderstand bei rund 77,00 Euro und die bestehende Abwärtstrendlinie. Vorbörslich präsentiert sich das Papier etwas leichter, ob diese Tendenz angesichts der schwachen Verkaufszahlen aus Ende 2018 ein guter Indikator ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

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Long-Chance bei BMW

Solange das BMW-Papier unterhalb der Mehrfachhürde von 77,00 Euro tendiert, ist kaum Handlungsbedarf seitens der Käufer gegeben. Erst darüber kann tatsächlich ein größeres Kaufsignal mit einem Zielbereich von zunächst 82,00 Euro abgeleitet werden, darüber bestünde sogar die Möglichkeit, bis an die Zwischenhochs auch Sommer 2018 um 85,25 Euro zuzulegen. Als Bestätigung sollten Investoren jedoch erst noch den Tagesschlusskurs abwarten. Eine Verlustbegrenzung kann in diesem Szenario um das Niveau des gleitenden Durchschnitts EMA 50 bei derzeit 73,22 Euro angesetzt werden. Als Anlagehorizont müssen bei diesem Schwergewicht jedoch mehrere Monate einkalkuliert werden. Unterstützungen sind hingegen um 73,22 Euro anzutreffen, darunter an dem wichtigen Niveau von 71,40 Euro. Diese Marke stellt nämlich die potenzielle rechte Schulter einer inversen SKS-Formation seit Oktober letzten Jahres dar und sollte möglichst nicht mehr unterschritten werden. In diesem Fall könnte nämlich ein Kurssturz zurück auf die Jahrestiefs von 68,11 Euro drohen.

Einstieg per Stop-Buy-Order : 78,00 Euro
Kursziel : 82,00 / 85,25 Euro
Stop : < 73,20 Euro
Risikogröße pro CFD : 4,80 Euro
Zeithorizont : 1 – 3 Monate

BMW Analyse




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Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Doch kein Deal USA-China? Headlines vom US-Handelsministerium

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Soeben Headlines vom US-Handelsministerium:

– einige Mitglieder des US-Handelsministeriums: China scheint die Forderungen der USA abzulehnen

– Chinas Haltung habe sich praktisch nicht verändert

– die USA wollen nähere Auskünfte über Vorgehen Chinas in Sachen Datendiebstahl

Die US-Futures deutlich tiefer..

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Artikel 13 aktuell: Jede Menge PRO, jede Menge CONTRA

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Zum Thema Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts wurden nun schon so viele Argumente ausgetauscht. Aktuell kann man in sozialen Medien ganz klar beobachten, dass von beiden Seiten offene Briefe veröffentlicht werden, oder dass Gruppen von Künstlern oder Lobbyorganisationen verkünden, dass so und so viele Künstler dafür oder dagegen sind. Damit soll natürlich für den Betrachter der jeweiligen Nachricht der Eindruck erweckt werden, dass „die Künstler“ ja eigentlich alle EINE bestimmte Meinung haben. Dass wir von FMW beim Thema Artikel 13 parteiisch sind und ihn ablehnen, sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein! Aber wir denken bei so einem Thema klar Stellung zu beziehen ist nicht so schlimm, denn große Leitmedien haben ja auch ganz klar Stellung bezogen, nämlich pro Artikel 13. Nur erwähnen sie es nicht – sie berichten aber tendenziös in diese Richtung.

Gegen Artikel 13

Aktuell hat ein Unternehmer aus Deutschland einen offenen Brief präsentiert, der auch an alle EU-Parlamentarier verschickt wurde. Unterschrieben haben ihn 130 Unternehmen und Organisationen (hier nachzulesen im Original). Hier die Headline-Aussage:

Nextcloud Founder and CEO Frank Karlitschek addresses an open letter urging members of the EU Parliament to vote against Articles 11 and 13 of the proposed Copyright Directive. The letter, which was signed by more than 130 companies and business alliances from 16 European countries, was sent to each member of the EU Parliament. As founder and CEO of Nextcloud I fear that Articles 11 and 13 of this directive create a serious disadvantage for European startups. The fact that more than 100 companies from different European countries signed our text within a few days shows that I am far from being the only one. I urge every politician to protect European businesses and vote against Article 11 and Article 13.

Auch gibt es aktuell eine sehr beeindruckende Analyse (hier nachzulesen), wer zukünftig unter Artikel 13 die wahren Profiteure sein werden, und wie sich das neue Gesetz real auswirken wird auf Medienschaffende. Die Analyse ist (unsere subjektive Wahrnehmung) bestechend!

Pro Artikel 13

Die Befürworter von Artikel 13 haben ein „Manifest“ veröffentlicht (hier einzusehen). Initiiert wurde es von der grünen EU-Abgeordneten Helga Trüpel, der wir ja vorhin schon einen eigenen Artikel gewidmet haben. Sie postet auf Twitter derzeit gefühlt 1000 Mal pro Tag etwas pro Artikel 13. Und dann nutzt sie das Neuseeland-Attentat um damit unsäglich für ein neues Urheberrecht zu werben. Aktuell (10 Minuten nach unserem Artikel) fühlte sie sich wohl dazu genötigt klarzustellen, dass ihr Tweet natürlich nichts mit Artikel 13 zu tun gehabt habe. Na ja… sie tweetete von neuen „guten Regeln für die kommerziellen Plattformen“, die nötig seien. Aber ständig postet sie sonst nur (!) zu Artikel 13. Also darf man ihren Tweet doch wohl klar in einen Kontext zu diesem Thema setzen!

Ein jüngst veröffentlichtes angebliches Umfrageergebnis der Lobbyorganisation Article 13 zeigt, dass die Bürger in der EU angeblich total pro Artikel 13 eingestellt sind. So wollen sie mehrheitlich, dass die US-Tech-Giganten stärker reguliert werden, und dass Künstler in der EU mehr Geld erhalten sollen usw. Tja, es kommt halt immer darauf an, was man fragt, und wie man fragt. Fragt man zum Beispiel „wollen sie reich werden“, würden wohl fast 100% der Menschen mit JA antworten. Aber würde man fragen „Wissen Sie, wie Sie reich werden können“, dann würden wohl nur ganz wenige Prozentpunkte mit JA antworten.

Extrem aktiv in Sachen Artikel 13 ist derzeit eine der Lobbygruppen für Urheber schlechthin, die GEMA. By the way… kein Gegner von Artikel 13 hat je behauptet, dass er gegen eine verbesserte Vergütung von Künstlern sei. Alternativvorschläge von Gegnern für eine bessere Künstlervergütung (ohne Uploadfilter) wurden bloß von Axel Voss und Co konsequent ignoriert, auch schon vor mehreren Monaten. Ein wahres Feuerwerk an Tweets haut die GEMA derzeit täglich raus, welche Künstler denn alle für Artikel 13 sind. Hier nur einige Beispiele.

Axel Voss

Der „Chef-Lobbyist der Verlage“ (so sagen es „Spötter“ auf Demos) Axel Voss von der CDU zeigt sich trotz diverser Interviews, trotz seines Zurückruderns beim „Verbot von YouTube“ etc weiterhin unbeirrt. Trotz all der Fakten, all der Argumente der Gegenseite, bringt er ganz aktuell ein kurzes Promo-Video seiner Partei zu Ariktel 13, das alle Kritik und alle Probleme wie immer total ignoriert. Alles werde problemlos laufen, Memes seien zukünftig weiterhin erlaubt, Uploadfilter seien nicht zwingend notwendig. Parodien und Zitate seien ebenfalls weiterhin möglich. Ja, und die real anstehenden technischen Probleme? Die werden nicht erwähnt.

Urheberrechtsreform:Ist das freie Internet in Gefahr?NEIN!

Gepostet von Axel Voss am Dienstag, 19. März 2019

Dass Axel Voss von der ganz realen technischen Umsetzung seines „Babys“ und von konkreten Alltagsvorgängen in Social Media-Plattformen nur „begrenzt“ Ahnung hat, kann man ansatzweise erahnen im folgenden Video. Wird es konkret, fallen ihm Antworten sichtlich schwer (oder bilden wir uns das nur ein?).

Diskussion

Wer zwischen den Stühlen steht, und doch gerne mal sehen möchte, wie Pro und Contra zu Artikel 13 ihre Argumente austauschen, ist im folgenden Video gut aufgehoben. Mehrere Befürworter und Gegner haben gestern Abend diskutiert. Im Video geht es los ab Minute 14, daher bitte bis dorthin vorspulen.

Demo gegen Artikel 13 am 2. März in Berlin
Ein Demo-Bild vom 2. März in Berlin. Foto: Gero Nagel – https://zweifeln.org/2019/Copyright-Riotcop/ CC BY 4.0

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