Folgen Sie uns

Aktien

Volkswagen: Heute Abend US-Gericht – bisher alles nur Gerüchte – morgen spannender Handelstag?

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Volkswagen steigt. Heute Nachmittag und wohl auch morgen wird es in der Aktie weiterhin extrem spannend bleiben. Heute ende eine Frist, die ein US-Bezirksgericht in San Francisco Volkswagen wie auch US-Behörden gesetzt hatte für eine Einigung im Abgasskandal. Es gibt es eine 9stündige Zeitverschiebung, von daher haben wir dort jetzt noch früh am Morgen – die Verkündung eines Deals kann also in Kürze oder auch am weiteren Abend deutscher Zeit erfolgen. Hat man sich geeinigt auf eine Strafzahlung? Und kommt noch der Rückkauf von 600.000 Autos durch Volkswagen hinzu, wie man gerüchteweise hört? Oder kommt es zur Abfindung von 5.000 Dollar pro Autobesitzer, wie es auch Beobachter erfahren haben wollen?

Entscheidend ist wohl gar nicht, wie viele Autos Volkswagen zurückkauft oder wie hoch genau eine Strafzahlung an die US-Umweltbehörde EPA ausfällt. Die Börsianer dürfte viel mehr die Rechtssicherheit interessieren. Gibt es einen Deal, nach dem Volkswagen sagen kann „Ja, hier wurde jetzt ein Schlussstrich gezogen, wir wissen genau woran wir sind, und können ab sofort in die Zukunft gucken?“ Diese Aussage wäre wohl für die Börse mehr als sexy. Endlich durchschnaufen, endlich Sicherheit, wie viel Cash für Strafzahlungen verwendet werden muss – Planungssicherheit könnte einkehren in Wolfsburg!

Noch ist überhaupt nicht klar, ob die wohl heute verkündete Einigung z.B. nur eine Rückkaufverkündung + Strafzahlung an die EPA umfasst, oder ob auch Ermittlungen des US-Justizministeriums im Zuge so einer Vereinbarung eingestellt werden. Und dann wären da ja noch die Klagen von Privatpersonen gegen Volkswagen in den USA. Wie wird sich die heute wohl verkündete Einigung darauf auswirken?

Und wie wird die Börse darauf reagieren? Wie gesagt, 9 Stunden Zeitverschiebung. Möglich, dass wir heute nach 17 Uhr deutscher Zeit erst eine Verkündung des Richters Charles Bryer erfahren, wie eine Einigung genau aussieht. Dann haben wir alle genug Zeit in Ruhe zu analysieren, und morgen geht´s dann richtig zur Sache bei der Volkswagen-Aktie. Achtung: Alles was aktuell an Infos kursiert, der Rückkauf von 600.000 Autos, die als Gerücht von „informierten Quellen“ im Umlauf befindliche Summe von 10 Milliarden Dollar usw, all das sind bisher unbestätigte Gerüchte von Personen, die angeblich in den Verhandlungen involviert waren.

Genaues erfahren wir alle erst wohl heute Nachmittag oder am Abend. Was läuft im Augenblick in der Volkswagen-Aktie? Ein altbekanntes Spiel mit den Namen „buy the Rumor, sell the fact“ (Kaufe das Gerücht, verkaufe die Fakten). Seit gestern früh begann ein kräftiger Euphorie-Schub von 112,85 Euro auf heute bis zu 130 Euro in der Spitze – nicht schlecht, mal eben +15% in nicht mal zwei Börsentagen, bei so einem Schwergewicht wie Volkswagen. Eine Enttäuschung könnte zu einem ebenso derben Einbruch führen. Wie gesagt: Wichtiger als die zu verkündenden Zahlen an sich dürfte für die Börse ein, dass überhaupt Rechtssicherheit geschaffen wird. Dann könnte der Anstieg auch kräftig weitergehen.

Folgt nach einer enormen Euphorie (Pfeil) eine Enttäuschung?

Volkswagen

Volkswagen 2
Volkswagen seit September. Der Widerstand bei 135 Euro müsste bei weiter steigenden Kursen nach oben überlaufen werden.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

weiterlesen

Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage